Die Zentrale Sportanlage soll teilweise neu gestaltet werden.
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Die Zentrale Sportanlage soll teilweise neu gestaltet werden.

Sanierungsplan in Elz

Schön, schnell - und blau

  • vonAnken Bohnhorst-Vollmer
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Bauausschuss informiert sich über mögliche Neugestaltung der Zentralen Sportanlage.

Elz -Die Zentrale Sportanlage in Elz soll saniert und teilweise umgestaltet werden. Einen gemeinsamen Antrag dazu hatten die Fraktionen von SPD und CDU bereits in der vorangegangenen Amtszeit beim Vorsitzenden der Gemeindevertretung gestellt. Jetzt präsentierte Matthias Fritz vom Limburger Planungsbüro Sabine Kraus im Bauausschuss einen ersten Planungsentwurf für das Projekt, das sich am Ortsausgang der Gemeinde entlang der B 8 erstreckt. Zunächst aber zeigte Fritz eine aktuelle Bestandsaufnahme des Areals.

Danach ist das mit Kunstrasen belegte Kleinspielfeld zu klein dimensioniert, um darauf Fußballspiele der E-Jugend stattfinden zu lassen. Außerdem ist es ebenso wie der Kunstrasen auf dem Großfeld sanierungsbedürftig. Die Fläche weise starke Abnutzungserscheinungen auf, was die Gesundheit der Sportler und mittelfristig den Spielbetrieb gefährden könnte, hatten CDU und SPD in ihrem Antrag vom August 2019 formuliert. Tatsächlich müssten Kunstrasenplätze nach 15 bis 20 Jahren neu aufbereitet werden, bestätigte Matthias Fritz. Darüber hinaus soll das große Kunstrasenspielfeld jedoch nicht neu gestaltet, das kleine Feld dagegen auf 35 mal 55 Meter gezogen werden.

Sechs

Kurzlaufbahnen

Das größte Problem in der gesamten Sportanlage stellen jedoch die Rundlaufbahn um das Naturrasenfeld und die übrigen Leichtathletikeinrichtungen dar. Die Laufbahn ist mit einem Tennenboden versehen, dessen jährliche Instandsetzung und -haltung für die Gemeinde äußerst aufwendig sei. Auch die Weitsprunganlage sei in schlechtem Zustand. Die Tribünen sind marode, das Kassenhäuschen dem Verfall preisgegeben, zählte der Planer weiter auf.

Das neue Konzept für Leichtathletik um den Naturrasenplatz sieht jetzt vor, dass das Halbkreissegment oberhalb der Spielfläche mit einem Kunststoffbelag ausgestattet wird, in dem die Sprunggrube und die Hochsprunganlage eingerichtet werden. Neben den vier 400-Meter-Bahnen um den Platz sollen auf einer Außenseite zudem sechs Kurzlaufbahnen angelegt werden. Ein besonderer Clou dieses Vorschlages: Die Kunststoffbahnen und -flächen im Kreissegment sind nicht wie bislang braun oder rot, sondern in sportlichem Blau gehalten. Das freilich sei ein Detail, das zu einem späteren Zeitpunkt geklärt werden könne, sagte Matthias Fritz.

Zwei

Kugelstoßringe

Für das gegenüberliegende Kreissegment ist nach wie vor Naturrasen vorgesehen. Hier sollen zwei Kugelstoßringe installiert werden. Als Beleuchtung schlägt das Planungsbüro vier bis sechs LED-Mastleuchten vor. Ebenfalls neu angelegt werden sollen Tribünen sowie ein etwa 3,5 Meter breiter Korridor aus Betonsteinpflaster zwischen der Zentralen Sportanlage und dem Kleinspielfeld. Ob und gegebenenfalls wo Ballfangnetze angebracht werden, ist noch nicht entschieden. Auch der genaue Ort, an dem zwei Garagen für Sportgeräte und Materialien aufgestellt werden sollen, muss Fritz zufolge noch bestimmt werden. Eine Zufahrt soll eingerichtet werden. Angaben zu Kosten konnte Planer Matthias Fritz nicht machen. Die Kanaluntersuchung und ein Bodengutachten zu möglichen Schadstoffen müssen noch erstellt werden und sollen Ende des laufenden Monats vorliegen.

Fest steht, dass die Gemeinde das Sanierungs- und Neugestaltungsprojekt "nicht in einem Zug", sondern über mehrere Jahre hinweg realisieren werde, stellte Bürgermeister Horst Kaiser (CDU) klar. Baumaßnahmen und Investitionen müssen "wohlgeplant" werden, betonte er, räumte aber ein, dass das Vorhaben bis zum Herbst "auf den Weg gebracht" werden muss, da im November die nächsten Haushaltsberatungen beginnen. Über staatliche Fördermöglichkeiten könne er derzeit keine Auskunft geben, sagte Kaiser. "Dafür brauchen wir erst die Rahmenbedingungen" des Planungsbüros.

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