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Vorsitzender Heinz Hendel, sein Stellvertreter Peter Martin sowie Franz Petri, Leiter baulicher Bereich (von rechts) stellten den Mitgliedern die baulichen Maßnahmen für die Vereinsturnhalle vor.

Grünes Licht für Sanierung

Turnverein Elz möchte rund 140 000 Euro in Hallensanierung stecken

Um auch in Zukunft einen gut laufenden Sportbetrieb in der Turnhalle garantieren zu können, möchte der Turnverein (TV) Elz diese energetisch sanieren. Dafür holte sich der Vorstand die Zustimmung seiner Mitglieder.

In der Jahreshauptversammlung wies der Vorstand bereits auf die Pläne hin, die Turnhalle „Am alten Straßenberg“ energetisch zu sanieren. Diese sei Grundlage für zahlreiche sportliche Erfolge und daher sei es wichtig, in diese zu investieren. Jetzt stellte er genaue Pläne und Kosten vor. Der TV Elz möchte 136 700 Euro in die Hand nehmen, um eine neue Decke mit Deckenstrahlheizung sowie wärmedämmende Leichtmetallfenster einzubauen, die Heizkesselanlage zu erneuern und die elektrische Anlage anzupassen. Ein Teil davon soll durch Fördergelder finanziert werden, so dass der Verein eine Eigenfinanzierung von rund 74 000 Euro stemmen muss. Dafür muss er jedoch keine Kredite aufnehmen.

Durch Rücklagen in den letzten Jahren sei der Verein in der Lage, dies zu leisten. Dennoch musste sich der Vorstand die Zustimmung der Mitglieder einholen. Der Vorstand bekam den einstimmigen Auftrag, diese Sanierungsmaßnahmen weiter zu planen und dann auch umzusetzen.

Dass eine Halle für den TV Elz eine große Bedeutung hat, zeigt die Chronik des Vereins. Die erste Halle wurde 1933 erbaut. Nach dem Krieg war diese halb zerstört und wurde mit dem Engagement der Mitglieder wieder aufgebaut. 1965 entschloss sich der Verein zu einem Neubau, der in Eigeninitiative bis 1971 andauerte und bis heute als Teil des gesamten Gebäudekomplexes steht. 1995/96 entstand unter Dietmar Größchen ein Anbau, in dem sich Umkleideräume und Treppenhaus befinden. In den Chroniken handelt es sich um den dritten Bauabschnitt. In den letzten Jahren wurden bereits das Dach sowie der Boden der Halle aufwendig saniert. Für die knapp 1300 Mitglieder, welche in elf Abteilungen in 55 verschiedenen Gruppen um die 113 Trainingsstunden absolvieren, bringt die energetische Sanierung einige Verbesserungen mit sich.

Durch den Einbau einer Deckenstrahlheizung fallen die lauten Gebläse weg und die Halle wird gleichmäßig erwärmt. Es gibt keine Staubaufwirbelungen mehr und diese Heizung garantiert eine größtmögliche Hygiene. Die Heizung muss nicht mehr kontinuierlich durchlaufen, sondern es reicht eine Vorlaufzeit von einer Stunde. Insgesamt ist das System sehr energieeffizient, so dass mit einer 30-prozentigen Energieeinsparung gerechnet werden kann. Zusammen mit der neuen Heizungsanlage sowie den wärmedämmenden Leichtmetallfenstern statt der alten Glasbausteine geht Peter Martin davon aus, dass im Jahr 4000 bis 5000 Euro an Strom- und Heizungskosten eingespart werden können. Momentan belaufen sich diese Kosten auf rund 10 000 Euro im Jahr.

Die Maßnahmen sollen zeitnah umgesetzt werden. Der Vorsitzende Heinz Hendel geht davon aus, dass die Sanierung noch in diesem Jahr in Angriff genommen werden kann. Auf alle Fälle sollen Ferienzeiten mit einbezogen werden, damit die Ausfallzeiten in der Turnhalle nicht zu lange sind.

Unter der Bedingung, dass das Land Hessen eine Förderung des Projektes zusagt, stimmten die Mitglieder zu. Gibt es keine Zusage, findet eine erneute Sitzung statt.

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