Zwischen Diez Ost und Staffel werden die beiden stark frequentierten Überwege an Pfingstweg und Mainstraße verbreitert und erhalten eine technische Sicherung mit Lichtzeichen und Schranken.
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Zwischen Diez Ost und Staffel werden die beiden stark frequentierten Überwege an Pfingstweg und Mainstraße verbreitert und erhalten eine technische Sicherung mit Lichtzeichen und Schranken.

Veränderung an Bahnübergängen im Kreis Limburg-Weilburg

Es soll mehr Sicherheit geben

Anhörungsverfahren für etwas schnellere Züge auf der Westerwaldstrecke eingeleitet

Das Regierungspräsidium Gießen hat auf Antrag von DB Netz am Montag das Anhörungsverfahren für Maßnahmen in den Gemarkungen Limburg, Staffel und Niederhadamar eingeleitet. Der Planfeststellungsabschnitt im Kreis Limburg-Weilburg ist auf einen nur sechs Kilometer langen Abschnitt zwischen Limburg und Hadamar beschränkt, in dem an fünf Bahnübergängen Veränderungen erfolgen.

Auf den anschließenden 17 Kilometern bis zur Kreisgrenze bei Wilsenroth wird es vorerst keine Anhebung der Zuggeschwindigkeiten geben. Auch die Errichtung eines Außenbahnsteigs in Hadamar ist nicht Teil dieses Verfahrens.

Genutzt von Kindern und Wanderern

Im zweigleisigen Abschnitt zwischen dem Haltepunkt Diez Ost und der Lahnbrücke vor Staffel werden zwei Fußgängerüberwege erstmals technisch mit Schranken gesichert und der Bahnübergang an der Ste.-Foy-Straße umgebaut.

Der Magistrat der Stadt Limburg hatte im Vorfeld der Entscheidung im September 2013 zunächst dafür plädiert, den Übergang Pfingstweg im Bereich der ehemaligen Staudengärtnerei zu schließen, da er zu wenig frequentiert sei. Ein Ausschuss widersprach und die Stadtverordnetenversammlung folgte dieser Empfehlung.

Der bislang nur mit Gittern (Umlaufsperren) ausgerüstete Überweg dient als Gleisquerung für mehrere überregionale Wanderwege und er wird im Zusammenhang mit dem geplanten landwirtschaftlich orientierten Erlebniskindergarten im Schirlinger Feld zusätzlich genutzt werden.

Auch der Überweg zwischen der Mainstraße in Neustaffel und dem Schafsberg erhält eine technische Sicherung. Die bislang nur 1,80 Meter breiten Rad- und Fußwege werden in Zukunft doppelt so breit, die Nutzung für Kraftfahrzeuge bleibt untersagt.

Am Bahnübergang in der Limburger Ste.-Foy-Straße sollen die Einmündungen zur Kläranlage und am Fernmeldeamt erheblich verbreitert, ein seitlich von der Fahrbahn abgesetzter Gehweg gebaut und die technische Sicherung komplett erneuert werden. Darüber hinaus sind in diesem Bereich Gleisbaumaßnahmen geplant, um die Strecke an die erhöhte Geschwindigkeit anzupassen. Auf der Seite nach Neustaffel wird eine rund 310 Meter lange und bis zu zwei Meter hohe Schallschutzwand errichtet, auf der Stadtseite eine rund 75 Meter lange bis zu 1,50 Meter hohe Wand. Im Bereich des Bahnübergangs ist sie auf knapp 20 Metern unterbrochen.

Aufgrund zahlreich nachgewiesener Zauneidechsen werden am Fuß der Mauerelemente alle fünf Meter Durchlässe für Eidechsen eingebaut.

Änderungen in Niederhadamar

Im Bereich von Niederhadamar sind zwei weitere Maßnahmen an Bahnübergängen geplant: Vor dem Kreisel an der Ortseinfahrt von Niederhadamar wird ein Feldweg-Bahnübergang, an dem es in der Vergangenheit zu mehreren schweren Unfällen gekommen war, erstmals technisch mit Halbschranken gesichert. Keine Veränderungen gibt es am Bahnübergang Mühlenstraße. Allerdings soll der Übergang am Feldweg in der Steinstraße von Niederhadamar zukünftig nur noch für Radler und Fußgänger nutzbar sein und dafür Umlaufsperren erhalten. Als Ausweichstrecke für die Landwirtschaft ist die zweimalige Querung des Emsbachs auf Brücken mit einem zulässigen Gewicht von 16 beziehungsweise neun Tonnen vorgesehen.

Hans-Peter-Günther

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