2. Lahntaler Gesundheitstage

Etwas Gutes für den Körper tun

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Der Aufwand hat sich gelohnt: 60 Aussteller kamen zur Wiederauflage der Lahntaler Gesundheitstage. Und auch reichlich Besucher bei freiem Eintritt.

Die 2. Lahntaler Gesundheitstage sind mit 60 Ausstellern und ausreichend Besuchern am Wochenende in der Runkeler Stadthalle zum Erfolg geworden. Initiatorin Gaby Heide vom Werbestudio „ipunkt“ hat hier zusammen mit der Stadt eine Lücke im Angebot der Region geschlossen, die nach dem Ende der Limburger Gesundheitstage entstanden war.

Das Thema Gesundheit wird für viele Menschen immer wichtiger. Wie halte ich meinen Körper fit? Wie bekomme ich nach Problemen meinen Körper und meine Seele wieder in Gang? Das sind die Fragen, die sich immer mehr Bürger stellen. Auch Gaby Heides Körper war vor Jahren durch viel Arbeit und Stress als Selbstständige vorübergehend etwas aus dem Gleichgewicht geraten. Also wollte sie sich mal auf einen Blick umfassend informieren, was für Angebote es in der Region gibt. Doch sie stellte fest, dass manche Messen viel zu esoterisch angehaucht sind, eine qualitativ hochwertige Gesundheitsmesse fehlte, nachdem die Limburger Gesundheitsmesse laut Heide aufgrund zu hoher Kosten und zu geringer Besucherzahlen nicht mehr veranstaltet wurde.

Heide ist zwar ein Werbeprofi, hatte zuvor aber selbst nie eine Messe organisiert. Die Gesundheitstage 2017 in der Villmarer König-Konrad-Halle waren sozusagen ihr Meisterstück. Das ist ihr gelungen. Es kamen genügend Aussteller aus der Region und Besucher. Dieses Jahr war folglich die Nachfrage nach Standplätzen noch höher. Statt 43 kamen 60 Anbieter – und in Runkel könnte, wenn die Stände anders platziert werden, künftig sogar noch Raum für 15 zusätzliche Stände geschaffen werden. In der Runkeler Stadthalle habe die Stadt bei der Vorbereitung hervorragende Unterstützung geboten, wie Heide sagt. Eine Hand wäscht die andere. Heide hatte mit ihrem Büro auch Monate honorarfrei bei der Promotion des Runkeler Kultursommers geholfen.

Die ansonsten eher nüchterne Sporthalle, die die Stadthalle nun einmal ist, haben die „ipunkt“-Chefin und ihr Team über mehrere Tage geschmückt und so eine Wohlfühlatmosphäre geschaffen. Heide bemühte sich auch, pro Branche nicht mehr als zwei Anbieter zuzulassen, damit die Aussteller und auch die Gäste zufrieden sind. Auf Eintritt wurde bewusst verzichtet, damit jeder kommen kann und es sich für die Anbieter lohnt, hier einen Stand zu machen.

Heide hat dadurch einige tausend Euro in der Kasse verloren. Doch das waren ihr zufriedene Aussteller wert. „Die Messe lohnt sich schon deswegen, weil die Aussteller untereinander sich kennenlernen“, sagt Heide. Dadurch seien bereits einige berufliche Kooperationen entstanden, Und auch Heide fühlt sich selbst wieder fit, seitdem sie zwei Mal im Jahr eine Fastenkur einlegt und sie viele alternative Therapien ausprobiert hat. „Jeder kann etwas dafür tun, dass er sich besser fühlt“, ist die Messeorganisatorin sich sicher.

An den Ständen konnten die Besucher einige Hilfsmittel wie Massagegeräte ausprobieren, es sich in einem Relaxsessel bequem machen. Es konnten auch viele Werte wie das Körperfett oder die Schadstoffbelastung des Körpers getestet werden. Das Angebot an den Ständen war vielfältig von Elektrosmogentstörung über Putzmittel ohne Schadstoffe bis hin zu Fitness, Nahrungsergänzung, aber auch Treppenlifts und Altenpflege. Die fachkundigen Aussteller hatte viele Tipps parat, welche Übungen und Behandlungen man mal ausprobieren, was an der Ernährung ändern könnte, um sein persönliches Ziel zu erreichen. Zu vielen Themen wie Übersäuerung des Körpers, Wege aus dem Burnout, die Urkraft des Schlafes oder Leben in gesunden und hellen Räumen gab es auch im Clubraum Fachvorträge.

Und was machte die Runkeler Weinbruderschaft hier? „Genuss in gesundem Maße kann auch zum Wohlbefinden der Menschen beitragen“, antwortet Gaby Heide lächelnd. Sie möchte künftig die Messe abwechselnd in Runkel und Villmar weiter im Jahrestakt veranstalten, hat aber in der König-Konrad-Halle bei der aktuell hohen Ausstellerresonanz ein Platzproblem. „Da muss ich schauen, wie ich das löse“, meint sie. Sie hat aber richtig Blut geleckt und kann sich vorstellen, weitere Messen zu organisieren. „Das Thema muss mich aber interessieren“, sagt sie. Eine Idee sei eine Gourmetmesse, doch dafür müsste laut Gaby Heide auch der Messestandort besonderes Flair bieten.

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