+
Die Rückenschule „Prinzenröllchen“ eröffneten ihre Vorstellung mit „Ich sah ein Schifflein fahren“, und Bürgermeisterin Silvia Scheu-Menzer (links) musste mit auf die Bühne.

Fastnacht in der Region

Warum der Lehrer Manfred nie Urlaub hatte: Fastnacht in Mensfelden

Tolle Tänze, Spitzenbüttenreden und rund rundum gute Unterhaltung: Das erlebten am Wochenende die Gäste bei der „Miesfeller Kappesitzung“.

Die „Miesfeller Kappesitzung“ lockte am Wochenende eine große Narrenschar in die Erich-Valeske Halle. Nach dem Einzug des Sitzungspräsidenten Holger Schmidt mit seinem Elferrat legte dieser zur Eröffnung des Abends einen tollen Tanz vor. Nahtlos ging es mit Tanzen weiter jetzt eroberten die Fairytales eine Tanzgruppe kleiner Narren im Alter von sieben bis zehn Jahren die Bühne und zeigten ein Medley toller Partytänze, die sie mit ihrer Trainerin Daline Rossel eingeübt hatten. 

Eroberung der Bütt

Als erster eroberte Ehemann und Vater Günter Foth die Bütt. Seit vielen Jahren bereichert er die Mensfeldener Kappensitzung. Diesmal berichtete er über das sicher nicht immer einfache gemeinsame Leben mit seiner Frau, mit der er seit drei mal elf Jahren verheiratet ist. „Sie hat mir zwei Söhn geschenkt, die ziehn mir des Geld schneller aus de Tasche wie mein Bankberater“, stöhnte Ehemann Günter. 

Die jungen Frauen der Tanzgruppe „Sensation“ eroberten als Schornsteinfegerinnen die Bühne.

Jetzt kamen Glücksbringer auf die Bühne, die Tanzgruppe „Sensation“ eroberten als Schornsteinfeger die Bühne, hier zeigten die 10- bis 15-jährigen Tänzerinnen ihr Können und was sie mit ihren Trainerinnen Shira de Jesus und Alena Schmidt eingeübt haben. Großer Applaus von der Narrenschar für den tollen Auftritt war die Belohnung für die Akteure.

Eine Geschichte aus dem Rentnerleben

Aus seinem Rentnerleben berichtete Manfred den Narren. Er erzählte wie es ihm jetzt als Rentner so geht, nachdem er sich 40 Jahre als Lehrer „halb totgeschafft“ hat und ermahnte alle im Saal, „jetzt net se lache....“: Eich hot jo net wie ihr Urlaub, na eich hot in den 40 Joor, wo eich geschafft hun wei en Brunneputzer nur mei Ferie, sonst kaan anzige Dach Urlaub... Wer fu euch hot da gut 3000 Kinner grusgezoge und des bei kargem Lohn, des war eich de Lehrer Manfred... Mein neue Chef iss jetzt mei Fraa, des iss ach net su einfach.“ Mit großem Applaus wurde Rentner Manfred für seinen tollen Vortrag belohnt.

Die Narren auf großer Fahrt

Jetzt ging es hinaus auf große Fahrt. Die Rückenschule „Prinzenröllchen“ zogen mit ihrem großen (Schlauch)-Boot auf die Bühne und eröffneten unter Leitung von Frank Brunn ihre Vorstellung mit „Ich sah ein Schifflein fahren“ und dem Klassiker „Das kann doch einen Seemann nicht erschüttern“.

Kapitän Holger Schmidt ließ es sich nicht nehmen, die gleich in der ersten Reihe sitzende Bürgermeisterin Silvia Scheu-Menzer auf die Bühne zu holen. Natürlich ließ sie sich nicht lange bitten und machte voller Elan und sichtlichem Spaß mit. Zum Auszug schmetterten die Seeleute „What Shall We Do With The Drunken Sailor“ und wurden mit langanhaltendem Beifall verabschiedet. 

Nach einer Schunkelrunde kamen Gäste aus Lindenholzhausen auf die Bühne. Die Tanzgruppe „Harmonie Ballett“ bereicherte mit einer Mischung aus Büttenrede und Gesang die Kappensitzung. Zum Einzug hörten die Narren das Stimmungslied „Schöne Maid“ und mit „Rock Me“ zogen die fünf Damen von der Bühne.

Origineller Bauarbeitertanz

Auch einen Bauarbeitertanz gab es bei der Kappensitzung. Die „Miesfeller Dancing Farmers“ zogen zum Lied „Bruttosozialprodukt“ ein und zeigten einen originellen Bauarbeitertanz, den sie mit ihren Trainerinnen Jill Fischer, Uma Fischer, Hannah Schmidt und Daline Rossel eingeübt hatten. Nach einer kurzen Pause berichtete die Tanzgruppe „Experience“ aus dem „Leben einer Trainerin“. Neun junge Damen tanzten, und ihre Trainerin Stephanie Kramm eroberte dazu die Bütt und berichtete aus ihrem Trainerinnen-Leben.

Auch der Dorftratsch durfte nicht fehlen. Als „Hedwig un Minna“ (Holger und sein Bruder Rainer Schmidt) hatten sie allerlei Dorfklatsch zu berichten. Köstlich...

Erlebnisse vom Arbeitsamt

Die Roten Funken vom Frohsinn aus Niederbrechen zogen mit dem Kracher „Born To Be Live“ auf die Bühne und begeisterten mit einem unter ihrer Trainerin Anastasia Hilfrich einstudierten Gardetanz. Auf dem Arbeitsamt , so lautete der Titel von Marlies Brunn und Steffi Kramm in der Bütt. Sie zogen zu dem Lied „She Works Hard For The Money“ ein und berichteten über ihre Erlebnisse auf dem Arbeitsamt. 

Mit einem Sketch „Dinner für Minna“ und zu dem Einzugslied „Charlene“ zogen die Miesfeller Noachtkabbe, Kristina Wolf und Dirk Hofbauer, auf die Bühne und bereicherten mit einem gemeinsam mit Ramona Hofbauer eingeübten Sketch die Sitzung. Zum Abschluss zeigten die 80er Mädels „Yoga mal anders“. Eingezogen sind sie zu „Was wollen wir trinken“ und nach ihrer Vorführung zogen sie zu „Die Karawane zieht weiter“ aus. 

Jetzt kamen zum Abschluss noch einmal alle Akteure auf die Bühne. Ein zufriedener Holger Schmidt: „Ein großes Dankeschön an alle Akteure und an unsere vielen fleißigen Helfer vor und hinter den Kulissen, ohne die wir eine solche Veranstaltung nicht stemmen könnten.“

von HELMUT VOLKWEIN

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare