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Teacher or docent standing while lesson in front of a blackboard or board and educate or teaching students or pupils or mates, which notify and learn in a school or class

Entspannte Lage

Fast alle Lehrerstellen im Kreis Limburg-Weilburg besetzt

Rund 100 Grundschullehrerstellen in Hessen waren zum Schuljahrsbeginn in Hessen nicht besetzt, hatte Kultusminister Alexander Lorz (CDU) im September eingeräumt und gleichzeitig Hoffnung gemacht, einen Großteil davon noch im Oktober besetzen zu können. Daraus ist nichts geworden, die meisten Stellen sind weiterhin vakant. In der Tat sei die Lage an den Grundschulen, den Förder- und den beruflichen Schulen am schwierigsten, sagte Dirk Fredl, Pressesprecher des Staatlichen Schulamts für den Lahn-Dill-Kreis und den Landkreis Limburg-Weilburg. Trotzdem sei die Situation gerade im Landkreis Limburg-Weilburg im Vergleich sehr gut.

Rund 100 Grundschullehrerstellen in Hessen waren zum Schuljahrsbeginn in Hessen nicht besetzt, hatte Kultusminister Alexander Lorz (CDU) im September eingeräumt und gleichzeitig Hoffnung gemacht, einen Großteil davon noch im Oktober besetzen zu können. Daraus ist nichts geworden, die meisten Stellen sind weiterhin vakant.

In der Tat sei die Lage an den Grundschulen, den Förder- und den beruflichen Schulen am schwierigsten, sagte Dirk Fredl, Pressesprecher des Staatlichen Schulamts für den Lahn-Dill-Kreis und den Landkreis Limburg-Weilburg. Trotzdem sei die Situation gerade im Landkreis Limburg-Weilburg im Vergleich sehr gut.

Mit der Limburger Friedrich-Dessauer-Schule, eine technische Berufsschule, gebe es eine einzige Schule mit offenen Lehrerstellen. 90 von zu erteilenden 1800 Stunden der Grund-Unterrichtsversorgung seien hier nicht abgedeckt, sagte Fredl und beruft sich auf die Angaben der Schulen, die das Schulamt eigens abgefragt habe. Die nicht abgedeckten 90 Stunden entsprächen 3,5 unbesetzten Stellen, die von der Schule nicht vollständig aufgefangen werden könnten. „Hier kommt es derzeit auch zu einzelnen Ausfällen in den Fächern Sport und Religion in der dualen Ausbildung.“

An allen anderen Schulen im Landkreis dagegen müsse in der Grundversorgung kein Unterricht ausfallen. Laut Stundentafel kommen im Kreis gut 42 000 Unterrichtsstunden zusammen. Angebote, die darüber hinaus gehen, beispielsweise AGs, müssten nicht mit Lehrkräften besetzt werden, sondern könnten auch durch andere Personen, beispielsweise aus dem sozialpädagogischen Bereich, übernommen werden. Dazu lägen dem Schulamt aber keine Zahlen vor, so Fredl.

Dafür, dass es im Landkreis Limburg-Weilburg so viel besser aussieht als in großen Teilen des übrigen Hessen oder auch in anderen Bundesländern, gebe es gleich mehrere Gründe, meint der Pressesprecher. Zum einen seien sowohl die Schulleiter als auch die zuständigen Mitarbeiter im Schulamt sehr rege, wenn es darum gehe, Referendare an den Schulen zu halten. Zum anderen profitiere man im Raum Limburg aber eindeutig auch von der Nähe zu Rheinland-Pfalz. Dort verdienten Lehrer nämlich weniger als in Hessen, so dass sich nicht wenige fertig ausgebildete Lehrkräfte aus Rheinland-Pfalz im Nachbarbundesland bewerben.

Mit Vorhersagen, wie es im kommenden Schulhalbjahr im Landkreis Limburg aussehen werde, hält sich das Staatliche Schulamt zurück. Ob und welchen Einstellungskorridor es dann geben wird,, werde derzeit durch eine landesweite Abfrage ermittelt, in die auch die aktuellen Schülerzahlen und die Klassenbildungen an den Schulen einfließen. Die Ergebnisse werden frühestens im Dezember oder Januar vorliegen, so Fredl. Erst dann könne beurteilt werden, ob sich die Lage verändert habe.

Ein wenig schaut der Pressesprecher dann doch in die Zukunft: „Grundsätzlich bleibt festzuhalten, dass die Einstellungschancen in den Bereichen Grundschule, Förderschule und berufliche Schule am größten sein dürften“, legt er sich auf die möglichen Problemfälle fest.

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