Wenig Helfer

Festhalle: Der Verschönerungsverein hat sich um Dach und Elektrik gekümmert

Seit Wochen wird an und in der Festhalle der Verschönerungsgemeinschaft Eisenbach gewerkelt. Die Mitte der 70er Jahre erbaute Festhalle im Wald am Ortsrand von Eisenbach ist nach rund 45 Jahren in die Jahre gekommen, und eine grundlegende Sanierung war dringend notwendig.

Die Verantwortlichen hatten wieder zum Helfertag aufgerufen. So wurden Arbeiten erledigt, die in Eigenregie getan werden konnten. Nach Aussage des ersten Vorsitzenden der Verschönerungsgemeinschaft, Gerald Hofmann, stand die Ausrichtung der traditionellen Eisenbacher Kirmes in der Festhalle auf dem Spiel. Noch am Anfang des Jahres wäre es nicht möglich gewesen, die Kirmes in der Festhalle zu feiern.

Vorsitzender Hofmann sagt: „Der extrem schlechte Zustand unserer Festhalle überraschte viele, als sie davon erfuhren. Hier ging es nicht um ein paar Eimer Farbe und ein paar neue Stromleitungen und Steckdosen, sondern um eine groß angelegte Sanierung.“

Vor dem Hintergrund der Dringlichkeit und des Zeitdrucks herrschte bei den Verantwortlichen große Enttäuschung darüber, das am Helfersamstag neben dem Vorsitzenden Gerald Hofmann noch ganze fünf Helfer den Weg in die Festhalle gefunden hatten. Hierfür dankt der Vorsitzende ganz herzlich Jan Hofmann, Peter Possekel, Frank Ullmann, Mario Hamm und Gerhard Schuller.

Neben den in Eigenleistung erbrachten Arbeiten war der größte Brocken das Dach. Es war an zahlreichen Stellen undicht. Hier wurde damals auch noch jede Menge Asbest verarbeitet. Im Mai wurde von einer Fachfirma das komplette Dach entfernt, das vorhandene Asbest musste durch spezielle Maßnahmen entsorgt werden. Das war aufwendig und teuer, aber unumgänglich. Nachdem das komplette Dach einschließlich des Asbestes entsorgt war, fanden ausführliche Beratungsgespräche mit der Fachfirma statt. Am Ende der Gespräche entschieden sich die Verantwortlichen für ein Trapezblech-Sandwich-Dach. Diese Dachart bietet neben hervorragender Dichte außerordentlich gute Schall- und Wärmeisolierung. In das neue Dach wurden drei große Lichtkuppeln eingebaut, die für tolles Tageslicht im Innern der Halle sorgen. Auch können für schnellen Rauchabzug nach einem Brandfall die Lichtkuppeln geöffnet werden.

Abgesehen von dem größten Kostenfaktor, dem neuen Dach, musste die in die Jahre gekommene Elektrik komplett demontiert und erneuert werden. Dieser große Arbeitsposten wurde von fleißigen Helfern vom Fach in Eigenleistung erbracht. Am Ende der Installation wurden die Elektroarbeiten von einer Fachfirma abgenommen. Die vorher erbrachte Eigenleistung sparte der Verschönerungsgemeinschaft jede Menge Kosten.

Das nächste große Vorhaben war, alle Metallschienen und Metallpfosten zu entrosten und anzustreichen.

Gerald Hofmann sagt: „Sollte nach all diesen durchgeführten Maßnahmen noch Geld vorhanden sein, werden wir im Innern der Halle kleine Verputzarbeiten durchführen und die Innenwände neu anstreichen. Dann stünde dem Feiern unserer Eisenbacher Kirmes in der neuen Halle nichts mehr entgegen.“

Seit dem Jahr 2000 feiern die Eisenbacher Kirmesburschen, seit kurzem als Kirmesgesellschaft mit ihren Kirmesmädchen in der Festhalle ihr traditionelles Fest. Deshalb waren die Verantwortlichen der Verschönerungsgemeinschaft auch bemüht, bis zur Eisenbacher Kirmes die Sanierungsarbeiten abzuschließen.

Einziger Wermutstropfen bei den Sanierungsarbeiten ist die geringe Bereitschaft der Verschönerungsgemeinschaft, bei den Arbeiten zu helfen. Hierbei hatten die Verantwortlichen doch mit mehr Hilfe von Eisenbacher Bürgern gerechnet, denn ihnen allen kommt eine intakte Festhalle zugute.

Gerald Hofmann hofft, dass beim nächsten Arbeitseinsatz am Samstag, 30. Juni, ab 9 Uhr mehr Freiwillige den Weg in die Festhalle finden.

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