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Verkehr

Die B 49 ist im Kreis Limburg-Weilburg nun durchgängig ausgebaut

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Großer Bahnhof für den Abschluss eines der teuersten Straßenverkehrsprojekte der Region der letzten Jahre: Die B 49 bei Heckholzhausen ist gestern von Politikern und Behördenleitern für den Verkehr freigegeben worden. Damit ist die Bundesstraße zwischen Limburg und Löhnberg nun durchgängig vierspurig befahrbar.

Novembernebel und leichter Nieselregen konnten die Freude über den Abschluss eines der finanziell aufwendigsten Straßenbauprojekte der Region nur unwesentlich trüben: Bürgermeister, Landtags- und Bundestagsabgeordnete sowie Gemeindevertreter und Behördenvertreter durchschnitten gestern Nachmittag das symbolische Band, mit dem der Verkehr auf der B 49 bei Heckholzhausen offiziell freigegeben wurde. Damit ist der vierstreifige Ausbau der knapp dreieinhalb Kilometer langen Strecke nun auch offiziell beendet, denn der Verkehr kann den Straßenabschnitt schon seit einigen Wochen befahren. Mit der Freigabe dieses dritten Bauabschnitts ist die B 49 im Landkreis Limburg-Weilburg durchgängig vierspurig ausgebaut.

Kosten: 51 Millionen Euro

„Kürzere Fahrzeit und mehr Sicherheit – das sind unsere Ziele auf der 32 Kilometer langen B 49 zwischen Wetzlar und Limburg“, sagte der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesverkehrsministerium Steffen Bilger. Mit der Freigabe bei Heckholzhausen sei der Bund diesem Ziel ein gutes Stück näher gekommen. „Der vierstreifige Ausbau stärkt die Anbindung an die A 3 im Westen und an die A 45 und A 5 im Osten“, sagte Bilger. Zugleich würden Unfallquellen reduziert und der Beselicher Ortsteil Heckholzhausen vom Verkehr entlastet. „Das kommt nicht nur Pendlern und Anwohnern zugute, sondern verbessert die Zukunftschancen der ganzen Region.“

Investiert hat der Bund in das Projekt knapp 51 Millionen Euro. Diese verhältnismäßig hohen Baukosten erklären sich mit dem Bau von insgesamt drei neuen Brücken und der Verlegung der B 49 auf eine von der Ortslage Heckholzhausen weiter entfernt liegende Trasse. Herausragend ist laut Bilger der Bau der neuen 275 Meter langen Brücke über das Kerkerbachtal. Angesichts einer hohen Verkehrsdichte von mehr als 20 000 Fahrzeugen pro Tag, darunter 2600 Lkw, sei das Geld gut investiert worden, sagte Bilger, der den Autofahrerin „allzeit gute Fahrt“ wünschte.

Martin Weber, Abteilungsleiter beim Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung sprach von einem „großen Erfolg für alle Beteiligten“. Dazu hätten die an der B 49 gelegenen Gemeinden maßgeblich beigetragen, indem sie in eigener Verantwortung Planungsrecht geschaffen hätten. Die Notwendigkeit des Ausbaus der wichtigen West-Ost-Achse ergebe sich unter anderem auch aus der Prognose von 30 000 Fahrzeuge täglich für das Jahr 2030. Die auf Initiative des damaligen Bürgermeisters Martin Rudersdorf zustandegekommenen Verlegung der B 49 habe zwar die Kosten erhöht, sei aber wirtschaftlich, weil die Kerkerbachtalbrücke ohnehin sanierungsbedürftig gewesen sei.

Gleichzeitig mit der Verkehrsfreigabe der B 49 wurden gestern auch die Bauarbeiten auf der Kreisstraße 449 zwischen Heckholzhausen und Schupbach beendet. Die Straße wurde auf 650 Metern Länge unter die neue Kerkerbachtalbrücke und rund 60 bis 70 Meter seitlich des bisherigen Streckenverlaufs verlegt.

Der vierstreifige Ausbau der B 49 hat vier Jahre gedauert. Bis zum Frühjahr 2019 stehen noch Restarbeiten an. Daher ist die Anschlussstelle Heckholzhausen-West noch gesperrt. Die Zufahrt zur Kompostieranlage und der Kreisabfalldeponie bleibt allerdings weiterhin offen. Heckholzhausen ist von der B 49 aus über die Anschlussstelle Heckholzhausen-Ost erreichbar.

Der vierstreifige Ausbau der B 49 zwischen Limburg und Wetzlar umfasst insgesamt 13 Bauabschnitte. Sieben Abschnitte sind bereits fertig, drei noch in der Planungsphase, die übrigen sind im Bau.

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