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Die Fußgängerzone an einem stark besuchten Tag: Eine Studie untersuchte jetzt zum fünften Mal die Kundenzufriedenheit.

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Befragung: Die Freundlichkeit in Limburger Geschäften ist top

Die Einkaufsstadt Limburg schiebt sich in punkto Freundlichkeit, Beratung und Preis-Leistungsverhältnis im Deutschlandvergleich vom hinteren Drittel ins Mittelfeld. Ein Marktforschungsinstitut hat vor allem für Inhaber geführte Geschäfte überdurchschnittliche Werte ermittelt.

Der „Limburger Kundenspiegel“ 2018, der fünfte seit 2006, verortet die Lahnstadt auf Platz 62 von 131 untersuchten Städten in ganz Deutschland. 91 ausgewählte Limburger Geschäfte aus zehn Branchen legten laut dem Deggendorfer Marktforschungsinstitut MF Consulting Marc Loibl vor allem beim Kriterium Freundlichkeit zu auf einen „durchschnittlichen Zufriedenheitsgrad“ von 85,0 Prozent. Das bedeutet, 85 von 100 befragten Personen gaben bei der Befragung an, (sehr) zufrieden mit der Freundlichkeit in den Geschäften zu sein. MF Consulting interviewte nach eigenen Angaben insgesamt 912 nach Geschlecht und Alter repräsentativ ausgewählte Personen, die öfter in Limburg einkaufen.

Verbesserung im Ranking

Es ergibt sich somit im Vergleich zu 2006 (75,8%), 2009 (79,9%), 2012 (81,4%) und 2015 (83,8%) ein weiterer Anstieg der Kundenzufriedenheit beim Merkmal „Freundlichkeit“ um 1,2 Prozentpunkte und damit eine Verbesserung im Städteranking um 28 Plätze. Das Institut betont: Nicht alle Untersuchungsorte könnten bei einer wiederholten Untersuchung mit einer positiven Tendenz aufwarten.

Bei der Beratungsqualität konnte sich Limburg laut Umfrage um 0,8 Prozentpunkte auf einen Zufriedenheitsgrad von 81,6 Prozent verbessern. Den größten Sprung nach vorne machten hier Augenoptiker sowie Elektro- und Elektronikgeschäfte.

Inhaber geführte punkten

Zudem verbesserte sich das Preis-Leistungsverhältnis in der Wahrnehmung der befragten Kunden in Limburg im Vergleich zu 2015 um einen Prozentpunkt auf 77,9 Prozent Zufriedenheitsgrad. Hier sind es Schuhgeschäfte und Einrichtungshäuser, die am deutlichsten zulegen konnten. Bei näherer Betrachtung der Ergebnisse zeigt sich laut Marktforschungsinstitut: Der überwiegende Teil der Fachgeschäfte, die vor drei Jahren bereits gut beurteilt worden waren, verbesserte sich weiter. Aber auch viele vormals eher kritisch eingeschätzte Händler steigerten sich in der Kundenmeinung. Auffällig sei, dass Inhaber geführte Geschäfte zum großen Teil überdurchschnittlich gute Werte aufweisen. Interessanterweise könnten sich diese in einigen Branchen sogar beim Preis-Leistungsverhältnis gegen ihre Mitbewerber aus dem Filialsektor „erstaunlich gut“ behaupten. Abgenommen hat laut MF Consulting die Zahl der extremen Ausreißer nach unten.

Einige „Limburger Highlights“ listet die Studie ebenfalls auf: Die besten Werte bei Freundlichkeit wiesen auf: eine Apotheke (95,6%), ein Bekleidungsgeschäft (94,7%), ein Augenoptiker (94,4%), ein Geldinstitut (94,0%), ein Baumarkt (93,2%), ein Schuhgeschäft (92,6%), ein Juwelier (92,5%),ein Elektro-/Elektronikgeschäft (92,1%) und ein Sanitäts- sowie ein Einrichtungshaus (je 92%). Die bedenklichsten Ergebnisse quittierten zwei Geschäfte mit nur 72,2 und 73,9 Prozent Zufriedenheitsgrad. Übrigens urteilten jüngere Kunden (bis 35 Jahre) insgesamt kritischer, am zufriedensten zeigten sich Rentner.

Die teilnehmenden Geschäfte können die Ergebnisse aufbereitet und im Vergleich zu ihren lokalen Mitbewerbern erwerben. Ziel ist es laut MF Consulting, den Unternehmern ein Bild ihrer Firma aus Kundensicht zu geben.

(red)

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