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Mit viel Eifer und Freude an der Sache spielten die Eschhöfer Kindergartenkinder die nachdenklich machende Geschichte rund um das Blauland und Gelbland nach.

Gelbland und Blauland: Gelungenes Kinder-Musical

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Ein nachdenklich stimmendes Musical bot der Eschhöfer Kindergarten St. Antonius. Das Stück „Fremde werden Freunde“ bezieht sich eindrucksvoll auf die Flüchtlingsproblematik.

Aus Gelb und Blau wird Grün – so könnte die Kurzfassung des Kinder-Musicals „Fremde werden Freunde“ von Reinhard Horn lauten. Ein bisschen mehr passierte dann aber schon in der Aufführung des katholischen Kindergartens St. Antonius Eschhofen im Pfarrheim.

Für das Team rund um Leiterin Claudia Meudt war dies eine Premiere, denn nie zuvor hatten sie und die Kinder ein Musical einstudiert. Vor vollem Haus führten die mehr als 60 Kinder im Alter zwischen zwei und sechs Jahren gemeinsam die Geschichte von Gelbland und Blauland auf: Zwei Länder, die in Frieden miteinander leben, bis in Gelbland Krieg ausbricht und viele Gelbländer nach Blauland fliehen. Ein unfreiwilliger Zuzug, der nicht gerade für viel Freude in Blauland sorgt. Dort machen sich Angst und Misstrauen breit, bis sich die Blauländer entschließen, die Fremden hinter einer großen schwarzen Mauer wegzusperren. So schleppten die Darsteller schwarz angemalte Blöcke aus Pappe auf die Bühne. Auf der einen Seite der Mauer stehen die Gelbländer mit ihren gelben T-Shirts, während auf der anderen Seite die blauen Shirts das Bild prägen.

Rund drei Monate hatte die Vorbereitung des Stücks gedauert. In kleinen Gruppen studierten die Kinder die einzelnen Lieder ein. Sichtbares Lampenfieber hatten die Darsteller daher nicht, unbekümmert schmetterten sie die Lieder in die Mikrofone, welche die Erzieherinnen über ihre Köpfe hielten.

Den Weg zum Happy Ende ebnet schließlich eine Seifenblase. Diese schwebt über die Mauer und plötzlich wird den zerstrittenen Seiten klar, dass sie die selben Dinge schön finden und sie mehr verbindet als trennt. So dauert es nicht lange, bis die Mauersteine weggetragen werden und Blau- und Gelbland sich zu Grünland zusammenschließen. Symbolisiert wurde der Wandel durch die neuen grünen Umhänge der Darsteller.

Mit viel Applaus bedankten sich die vielen stolzen Eltern und Großeltern für den gelungenen Auftritt, der zum Nachdenken anregt und vielleicht auch einmal eine Fortsetzung finden wird.

(koe)

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