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Foto: Matthias Knapp

Amtsgericht Weilburg

In die Genitalien gestochen ? brutaler Angriff vor Gericht

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Der 51-jährige Vater von sieben Kindern soll am 10. Oktober vergangenen Jahres im Weilburger Gerichtsgebäude seinem 25 Jahre alten Schwiegersohn in Brust und Oberschenkel und dessen Bruder in die Genitalien gestochen haben.

Der 51-jährige Vater von sieben Kindern soll am 10. Oktober vergangenen Jahres im Weilburger Gerichtsgebäude seinem 25 Jahre alten Schwiegersohn in Brust und Oberschenkel und dessen Bruder in die Genitalien gestochen haben. Der 25-Jährige erlitt lebensgefährliche Verletzungen. Auch am zweiten Verhandlungstag äußerte sich der Angeklagte nicht zu den Tatvorwürfen. Die Tat war am 10. Oktober im Anschluss an einen Familiengerichtsprozess geschehen, bei dem es unter anderem um das Sorgerecht zwischen der Tochter des Angeklagten und deren Ehemann wegen des gemeinsamen Kindes ging.

Am zweiten Verhandlungstag entschied sich der Angeklagte dafür, durch seinen Verteidiger Erklärungen zu seinem Lebenslauf abzugeben. Demnach wuchs der Kurde mit elf Geschwistern als Sohn eines Landwirtes auf, half dort als Jugendlicher bis 1980 im landwirtschaftlichen Betrieb, war bis 1982 Bauhelfer und nach seinem Militärdienst bis 1994 Autoverkäufer. 1988 hat er nach moslemischen Recht seine Cousine geheiratet. Nachdem er 1995 nach Deutschland gekommen war, heiratete er parallel 1997 eine deutsche Frau und wurde ein Jahr später Vater eines gemeinsamen Kindes. Zwischendurch zeugte er jedoch weitere sieben Kinder mit seiner türkischen Frau. Er lebte zuletzt in Hadamar, arbeitete auf dem Bau und wollte sich ursprünglich selbstständig machen. Am Mittwoch, 6. Mai, 9 Uhr, wird der Prozess fortgesetzt.

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