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Der Vorstand der TuS Burgschwalbach ist stolz, ein Kunstrasenplatz wird auf dem Sportgelände am Stellweg gebaut.

Kunstrasenplatz wird gebaut

Geschafft: Der Stellweg wird grün

Burgschwalbach. „Mit dem heutigen Tag ist die Entscheidung fix, es wird gebaut – und das ohne öffentliche Gelder“ – diesen Beschluss verkündeten die Verantwortlichen der TuS Burgschwalbach zum Projekt „Kunstrasenbau“ bei einem Pressetermin.

Was mit einer Idee und Projektgründung vor knapp zwei Jahren begann und in der Mitgliedervollversammlung im September 2014 mündete und zur Realisierung durch die Mitglieder in die Wege geleitet wurde, wird nun Realität. Die TuS Burgschwalbach baut unter der Leitung des ortsansässigen Unternehmers Björn Schuhmacher, der gemeinsam mit seinem Vater und Ehrenvorsitzenden der TuS, Manfred Schuhmacher, die Ausschreibung und den Auftrag vorbereitete, ab Mitte April einen Kunstrasenplatz auf dem Sportgelände „am Stellweg“.

Alle anwesenden Vorstandsmitglieder sind sich einig: „Um die Zukunftsfähigkeit des Vereins zu gewährleisten, muss eine Veränderung her. Der Hartplatz ist nicht mehr zeitgemäß“, so der Erste Vorsitzende Karl-Heinz Funk stellvertretend für seine Kollegen. Im September 2014 hatte sich die Vereinsspitze das „ok“ der Mitglieder geholt, um das einzigartige Jahrhundert-Projekt, die Realisierung eines Kunstrasenplatzes überwiegend durch Spendengelder, zu starten. „Wir sind entschlossen vorgegangen“, blickt Funk zurück. „Wir haben ein Konzept erstellt, insgesamt acht Teams gebildet und entsprechend Aufgaben verteilt – es ist in jedem Fall ein Gemeinschaftsprojekt, das sich prächtig entwickelt hat.“

Anfangs war bei der TuS eine gewisse Skepsis vorhanden, aber aktuell hat das Spendenbarometer bereits einen Stand von fantastischen 185 000 Euro erreicht. „Dabei haben wir nicht einen Großsponsor, der die Umsetzung finanziert, sondern haben über Bannerwerbung (Banden mit dem Maß 3,40 mal 1,75 Meter), diverse Privat- und Einzelspenden, Sponsoringvereinbarungen, Patenschaften, einem Flohmarkt für jedermann oder auch einem virtuellen QM-Verkauf der Parzellen der Kunstrasenfläche diese Summe erwirtschaftet“, erläutert Funk nicht ohne Stolz. Zuletzt kam eine Spendenbox im Rewe-Markt in Hahnstätten hinzu, die der TuS für die nächsten sechs Monate unterstützend zur Seite steht.

„Jedermann, der der TuS und dem heimischen Sport wohlgesonnen ist, kann hier bei Interesse seine Spende in Form des Quittungsbelegs für das Flaschenpfand einbringen und so einen Beitrag leisten“, gab Funk zu Protokoll. Zur Umsetzung und Realisierung benötigt die TuS Burgschwalbach ein Gesamtvolumen von etwa 335 000 Euro – „inklusive Eigenleistungen im Wert von rund 50 000 Euro“, erklärte Björn Schuhmacher weiter. „Unser kurzfristiges Ziel sind 210 000 Euro, und ich bin optimistisch, dass wir diesen Betrag durch weitere Spenden erreichen werden“, informierte Funk.

Interessierte und Gönner sind eingeladen, den kleinen Verein aus der Palmbachgemeinde bei seinem einzigartigen Projekt weiter zu unterstützen. „Für alle Unterstützungsleistungen erstellen wir eine steuerlich abzugsfähige Spendenbescheinigung“, wirbt der Verein um weiteres Engagement. Ein Platz in der Historie des Vereins wird durch eine Spendentafel garantiert. Auch wird im Sommer 2016 wieder ein Flohmarkt initiiert, der im letzten Jahr sehr gut angenommen wurde. Ein möglicher letzter Fehlbetrag soll über ein Darlehen finanziert werden.

Sichtlich stolz führte Funk fort, dass somit das letzte Heimspiel der TuS Burgschwalbach am 9. April gegen die SG Miehlen/Nastätten mit auf dem Sportplatz steigen wird.

„Dann ist nach 33 Jahren der Ascheplatz Geschichte. Was anfangs niemand für möglich gehalten hat, wird Wirklichkeit – in Burgschwalbach wird ein Kunstrasenplatz gebaut.“ Eine „Abrissparty’“ soll im April folgen – deren Einnahmen, wie soll es auch anders sein, dem Kunstrasenplatz zugute kommen. „Für die restlichen Saisonspiele werden wir dann einen Ausweichplatz suchen müssen“, blickt Funk in die Zukunft.

Ab dem 18. April wird mit dem Bau des Kunstrasenplatzes begonnen. Die Bauzeit wird grob mit drei Monaten umrissen. Zur neuen Saison ist der Stellweg dann „grün“, ein attraktiver Gegner steht für ein Testspiel zur neuen Saison bereits inklusive einem Rahmenprogramm in Aussicht. „Weitere Aktionen sind geplant“, so Funk abschließend.

(ckb)

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