Große Sprünge im Spielpark

  • schließen

Der neue Wave- und Spielpark in Waldernbach ist ein außergewöhnliches Projekt: Jugendliche machten den preisgekrönten Vorschlag bei einem Ideenwettbewerb und halfen tatkräftig bei der Umsetzung. Damit das Werk gelingen konnte, zogen drei Gemeinden, verschiedene Einrichtungen und mehrere Sponsoren an einem Strang.

Bei herrlichem Sonnenschein ist am Samstag der neue Wave- und Spielpark in Waldernbach eingeweiht worden. Auf der Fläche des ehemaligen Rasen-Bolzplatzes gibt es jetzt in direkter Nachbarschaft zur Westerwaldschule, den Tennisplätzen, dem Sportplatz, der Streetball-Anlage und dem DFB-Mini-Kunstrasenbolzplatz eine frei zugängliche Spiel- und Sportanlage. Die Kinder und Jugendlichen aus Waldernbach und Umgebung können ab sofort ein „Pump-Track“, das ist eine Cross-Strecke für Fahrräder, ein großes Klettergerät aus Baumstämmen, eine „Waveboard“- und „Skateboard“-Anlage sowie eine „Halfpipe“ nutzen.

Das Projekt hatte beim Ideenwettbewerb „Mengerskirchen – Ort der Ideen“ den ersten Preis erzielt. Die Anlage spricht vielfältige Freizeitaktivitäten der Jugendlichen und Kinder an, von Anfängern ebenso wie von Fortgeschrittenen.

Außerdem soll der Park die Integrationsbemühungen in der Gemeinde umfassend unterstützen, erläuterte Nicole Schäfer, die Vorsitzende des Bildungsforums Mengerskirchen. Sie begrüßte zur Eröffnung zahlreiche Kinder und Jugendliche, deren Eltern, politische Mandatsträger und Sponsoren.

„Heute ist ein toller Tag für alle Kinder und Jugendlichen von Waldernbach, aber auch für die gesamte Gemeinde“, sagte Cedric Beck, der stellvertretend für die jungen Menschen das Wort ergriff. „Wir fingen an, von dieser Anlage zu träumen, die es möglich macht, dass Jung und Alt, Groß und Klein, ohne Acht geben zu müssen, ob ein Auto kommt, oder die Sorge zu haben, jemanden durch Lärm zu belästigen, sportlich und spielerisch aktiv sein können. Und dieser Traum wurde wahr.“ Auf das Ergebnis könnten alle Beteiligten stolz sein. Cedric mahnte die Jugendlichen jedoch auch, den Park so zu behandeln als wäre er das eigene Spielzimmer zu Hause, „also pfleglich und ohne Müll zu hinterlassen“.

Messdiener auf Rollerskates

Bürgermeister Thomas Scholz bedankte sich bei allen Beteiligten, die zum Gelingen des in dieser Art in der Region einzigartigen Projektes beitragen hatten: angefangen bei Planer Matthias Jansen, den Jugendlichen und deren Eltern, die tatkräftig mitgeholfen hatten, bis zur G emeinde, dem Bildungsforum, dem Familienbüro und der katholischen Kirchengemeinde.

Der erste Preis hatte der Initiative 5000 Euro eingebracht, insgesamt waren jedoch 89 000 Euro Gesamtkosten zu stemmen. Das ging nicht ohne Sponsoren, denen der Bürgermeister ebenfalls herzlich dankte; darunter die Pfarrern Ernst und Herbert Leuninger, HSM, die Stiftung „Ein Herz für Kinder“, der pastorale Raum Mengerskirchen, die Süwag AG, die Albert Weil AG, die Lions Clubs, die Stephan Schmidt KG, die Firma Jost, die Hermann Hofmann Erneuerbare Energien GmbH, die Volksbank Mittelhessen, die Kreissparkasse Weilburg, das Unternehmen Beck und Heun, der Heimatverein Waldernbach, der Zwergenbasar Waldernbach sowie die Marktflecken Merenberg und Waldbrunn und der Landkreis Limburg-Weilburg, der das Gelände zur Verfügung gestellt hatte.

Pfarrer Walter Henkes weihte die Sportanlage mit Bibeltexten und Gebeten ein, wobei er es einem seiner

Messdiener auf Rollerskates

überließ, das gesamte Gelände mit Weihwasserspritzern zu versehen.

(schp)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare