+
Mit vollem Körpereinsatz kämpfen hier Marius Löbig (Hadamar, links) und Silvio Penava (Türk Gücü Friedberg) um den Ball.

Fußball-Hessenliga

Alles Böttler oder was?!

VON PATRICK JAHN

VON PATRICK JAHN

SV Rot-Weiß Hadamar – Türk Gücü Friedberg 4:2 (2:1).Das Spiel begann mit einem Paukenschlag, als Jonas Herdering einen Pass von der Grundlinie Steffen Rückers zu Yves Böttler weiterleitete, der ins rechte Eck zum frühen 1:0 traf (4.). Nicht nur diese Szene war ein Beleg dafür, dass beide Defensivreihen nicht unbedingt ihren besten Tag hatten. Auch auf der Gegenseite hätte es klingeln können, als Mirko Dimter das Spielgerät leichtfertig herschenkte, Silvio Penava geflankt hatte, und Michael Kohnke an Christopher Strauch scheiterte (8.).

Dann waren aber wieder die Platzherren an der Reihe, doch beide Male durfte sich TG-Keeper Vladan Grbovic auszeichnen: Zunächst parierte er einen Böttler-Kopfball (11.), knapp zehn Minuten später entschärfte er sogar den Strafstoß des Torjägers (20.), nachdem Jann Bangert von Sebastian Bartel im Strafraum zu Fall gebracht worden war.

Apropos Strafstoß: Einen solchen hätten auch die Gäste bekommen können, als Yves Böttler den „Schlappen“ gegen Jonatan Tesfaldet draufgehalten hatte (23.). Es blieb munter, denn Jonas Herdering versäumte nach starker Vorarbeit von Jann Bangert das sicher geglaubte 2:0 (28.).

Wie es besser geht, zeigte der Liga-Neuling wenig später auf der anderen Seite, als Abdussamed Gürsoy einen Schritt schneller als Mirko Dimter war und kompromisslos in die kurze Ecke zum 1:1 abschloss (33.). Nur vier Zeigerumdrehungen danach lieferte Türk Gücü im Defensivverhalten allerdings den Beweis dafür, dass es so in dieser Spielklasse nicht funktionieren wird: Jonas Herdering lupfte den Ball in den Strafraum, wo Yves Böttler ohne große Bedrängnis zur erneuten Führung einschoss (37.).

Friedberg zeigte nach Wiederbeginn aber, dass mit ihm noch zu rechnen sein würde. Hadamar hatte kaum noch Zugriff auf das Geschehen, während die Gäste mit ihren technisch guten Akteuren auch optisch überlegen waren. Die dickste Chance zum Ausgleich vergab Silvio Penava, als sein Kopfball nach Gürsoy-Flanke an den Pfosten klatschte (55.). Rot-Weiß, das sich auch im Spiel nach vorne zu viele Ballverluste leistete, verfügt aber aktuell über einen Spieler, der eben ab und an den Unterschied machen kann. Nachdem Jann Bangert noch an Torwart Grbovic gescheitert war, köpfte Yves Böttler die Kugel zum vorentscheidenden 3:1 ein (70.). Als Jann Bangert nach Zuspiel von Jerome Zey das 4:1 besorgte (75.), war die Messe gelesen. Daran änderte auch Mirko Dimters Kopfball-Eigentor nach einem Freistoß nichts mehr (80.).

Hadamar:Strauch, Dimter, Schraut, Mar. Neugebauer, Kröner, Böttler, Rücker, Löbig (61. Zey), Herdering (87. Zouaoui), Bangert, Pandov (67. Kuczok) – Friedberg:Grbovic, Takahashi, Smisek, Tesfaldet (81. Vranesevic), Erdogan, Effiong, Kohnke, Gürsoy, Penava (68. Akkus Rodriguez), Bartel, Toskovic (81. Osman) – SR: Wecht (Heppenheim) –Tore:1:0 Yves Böttler (4.), 1:1 Abdussamed Gürsoy (33.), 2:1 (37.), 3:1 (70.) beide Yves Böttler, 4:1 Jann Bangert (75.), 4:2 Mirko Dimter (80./Eigentor).

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare