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Am Freitag beginnt der Prozess

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Von: Anken Bohnhorst

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Die Polizei hatte den Tatort, ein Mehrfamilienhaus an der Hundsanger Straße in Hadamar, weiträumig abgesperrt.
Die Polizei hatte den Tatort, ein Mehrfamilienhaus an der Hundsanger Straße in Hadamar, weiträumig abgesperrt. © Sabine Rauch

Landgericht verhandelt über Blutbad im vergangenen September

Hadamar/Limburg -Ein 35 Jahre alter Mann muss sich ab morgen vor der 2. Schwurgerichtskammer des Limburger Landgerichts verantworten. Dem Mann wird vorgeworfen, im September vergangenen Jahres "einen 34-jährigen Mann in Hadamar aus niedrigen Beweggründen, grausam und um eine andere Straftat zu verdecken, getötet und damit eine Mord begangen zu haben", fasst Oberstaatsanwalt Dominik Mies die Anklage zusammen. Tatort war ein Wohnhaus in der Hadamarer Kernstadt. Dort erschien der Angeklagte am Abend des 2. September, um das spätere Opfer wegen einer Zeugenaussage zur Rede zu stellen, die den mutmaßlichen Mörder in einem anderen Verfahren belastete. Da der 34-Jährige jedoch weder die Haustüre öffnete, noch ein Gespräch mit dem Besucher führen wollte, soll dieser über ein Fenster an der Rückseite des Gebäudes ins Innere gelangt sein und dort innerhalb weniger Minuten ein Blutbad angerichtet haben. Als Tatwerkzeuge nennt Henrik Gemmer, Sprecher des Landgerichts, eine elektrische Heckenschere und ein Messer, mit dem der Mann seinem Gegenüber "multiple Verletzungen zugefügt" haben soll, "so dass das Opfer an innerem und äußerem Blutverlust verstarb".

Die Schwurgerichtskammer hat vorerst neun Verhandlungstage angesetzt. Der Prozess beginnt am 3. März um 9 Uhr im Gebäude des Landgerichts. abv

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