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Die ?Neuen? des SV RW Hadamar 2 (vorne, von links): Yuki Noguchi, Cagri Yigit, Franjo Tuzlak, Burak Simsek, Yannik Altmann und Tristan Burggraf; hinten, von links: Mitsuya Takizawa, John Rosstäuscher, Bah Aliou, Trainer Torsten Kierdorf, Mazlum Syan und Can Uyanik. Philip Schönfeld und Daniel Grebnev fehlen noch.

SV Rot-Weiß Hadamar 2

Die „Ausbildungsmannschaft“

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13 Neuzugänge hat die Fußball-Gruppenliga-Mannschaft des SV Rot-Weiß Hadamar zu verzeichnen. Und Trainer Torsten Kierdorf geht mit ganz besonderen Zielen in die Saison.

Torsten Kierdorf muss sich beim Auftakttraining mit seiner Mannschaft nach der nur knapp dreiwöchigen Sommerpause vorgekommen sein, als habe er den Verein gewechselt: Gleich 13 Neuzugänge standen auf dem Niederhadamarer Kunstrasen, acht seiner Stammkräfte aus der Saison 2017/18 waren nicht mehr mit von der Partie. Mit anderen Worten: Der SV Rot-Weiß Hadamar 2, immerhin Vizemeister und erst in der Relegation am Aufstieg in die Verbandsliga gescheitert, stellt sich völlig neu auf in der Gruppenliga.

„Wir haben unsere Mannschaft noch einmal stark verjüngt“, erklärt Torsten Kierdorf. Mit Burak Simsek und Philip Schönfeld von der TSG Wieseck, Tristan Burggraf von den Sportfreunden Eisbachtal und Yigit Cagri vom SV Wehen Wiesbaden haben die Fürstenstädter ganz bewusst äußerst talentierte U19-Spieler geholt. Cagri etwa ist mit den Wehenern zuletzt in die U19-Bundesliga aufgestiegen.

„Das sind allesamt hungrige Jungs, die irgendwann den Sprung in unser Hessenliga-Team schaffen wollen“, weiß Torsten Kierdorf, der sich als ehemaliger DFB-Stützpunkttrainer vortrefflich auf die Arbeit mit sehr jungen Spielern versteht.

Dann gibt es noch diejenigen, die an das Niveau der Gruppenliga Wiesbaden herangeführt werden sollen, wie etwa Can Uyanik von der JSG Dornburg. Neu an Bord des Rot-Weiß-Schiffes sind darüber hinaus Bah Aliou und Daniel Grebnev vom SC Offheim, Yannick Altmann vom VfL Altendiez, John Rosstäuscher vom TuS Schönborn und auch Franjo Tuzlak (TuS Frickhofen), der bereits höherklassig gespielt hat, sowie Mazlum Syan (RSV Würges). Erstmals Gruppenliga-Luft schnuppern auch die beiden Japaner Yuki Noguchi (TuS Montabaur) und Mitsuya Takizawa (Koblenz).

Beim SV Rot-Weiß Hadamar verstehe man das 21-köpfige Gruppenliga-Team – 19 Feldspieler, zwei Torhüter – als „reine Ausbildungsmannschaft“, sagt Torsten Kierdorf. In der letzten Saison habe man es geschafft, mit Mohamed Zouaoui einen Spieler ins Hessenliga-Team zu bringen, wenn es in dieser Saison zwei oder drei sein werden, habe er, Kierdorf, seinen Job gemacht.

Immer nur im Dienst der Hessenliga-Mannschaft – das lässt wohl gar keinen Raum für „Eigennutz“ . . . Kein Wunder, dass der Hadamarer Gruppenliga-Coach bei der Definition des Saisonziels recht kleine Brötchen bäckt: „Unser vorrangiges Ziel ist der Klassenerhalt. Wir haben eine komplett neue Mannschaft, die muss zunächst auf Niveau kommen. Wenn’s aber gut läuft, muss man uns erst einmal schlagen“, weiß Torsten Kierdorf um die individuelle Qualität in seinem Kader. 45 Punkte brauche man in dieser hochwertigen, traditionell sehr engen Liga, um auf der sicheren Seite zu sein. Das allein sei schon schwer genug.

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