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Seit Jahren warten die Kicker von SV Rot-Weiß Hadamar auf einen neuen Kunstrasenplatz „Auf den Zipfen“. Mit dessen Bau könnte demnächst begonnen werden.

Kunstrasenplatz

Niederhadamar: HFA empfiehlt Finanzierungszuschuss von 925 000 Euro für Sportanlage

Die Fußballer vom SV Rot-Weiß Hadamar stehen kurz vor ihrem Finale. Wenn die Stadtverordneten der Empfehlung des Haupt- und Finanzausschusses folgen und das Projekt mit 925 000 Euro unterstützen, können die Kicker in Zukunft auf ihrem neuen Kunstrasenplatz „Auf dem Zipfen“ auflaufen.

Rainer Druck, Präsident vom SV Rot-Weiß Hadamar, ist verhalten zuversichtlich. Wenn die Stadtverordneten am 20. Februar zustimmen, kann der Fußballverein die geplante zentrale Sportanlage „Auf dem Zipfen“ realisieren. Rund 300 aktive Fußballer aus 17 Mannschaften würden davon profitieren. Ebenso die etwa 250 Zuschauer, die durchschnittlich zu einem Spiel der Hessenliga erscheinen. Sollte das Gremium der Empfehlung des Haupt- und Finanzausschusses (HFA) folgen, dann werden die Kosten zur Finanzierung der Sportanlage mit 925 000 Euro bezuschusst. „Der Magistrat wird beauftragt, die haushaltsrechtlichen Voraussetzungen hierfür zu schaffen und bei der Hessenkasse den Betrag zu beantragen“, lautet Bürgermeister Michael Ruoff (CDU) zufolge der Antrag des HFA. Die verbleibenden 675 000 Euro, die für die Anlage von Kunstrasenplatz und Vereinsheim nötig sind, müssen vom Land und Kreis sowie vom Verein selbst gestemmt werden, sagt Präsident Druck. Das geht aus dem Finanzierungskonzept hervor, das der Verein der Stadt vorgelegt hat.

Kein Parkplatzproblem

Tatsächlich könnte mit einer positiven Entscheidung der Stadtverordneten ein jahrelanges Derby zwischen den verschiedenen Kräften in Hadamar und Niederhadamar beendet werden. Denn die Pläne für eine zentrale Sportanlage reichen Druck zufolge bis ins Jahr 2012 zurück. Bereits damals hatte sich abgezeichnet, dass der Sportplatz an der Faulbacher Straße nicht ausreichen würde. Um den Naturrasenplatz zu erhalten, könne dieser nur von April bis Oktober bespielt werden. Während der übrigen Zeit müssen alle Mannschaften in Niederhadamar trainieren und ihre Spiele austragen. Die Kapazität sei erschöpft. Die des Vereinsheims ebenfalls, weshalb auch das neu gebaut werden soll.

Kritiker der Pläne von Rot-Weiß hatten die Parkplatzsituation bemängelt. Sie hatten befürchtet, dass die Straßen des angrenzenden Wohngebiets an Spieltagen zugeparkt und verstopft sein würden. Rainer Druck weist diese Befürchtung zurück. Eine vertragliche Regelung mit dem Landkreis sieht vor, dass die Zuschauer die Parkplätze der etwa 350 Meter entfernten Fürst-Johann-Ludwig-Schule mitbenützen dürfen. Im Gegenzug können die Schüler ihren Sportunterricht „Auf den Zipfen“ verlegen.

von ANKEN BOHNHORST

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