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Bürgermeister regt Prämien und Entschädigungen für Aktive an

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An Nachwuchs mangelt es der Hadamarer Feuerwehr nicht. 75 Mädchen und Jungen sind zurzeit bei der Jugendfeuerwehr aktiv. Auch die Kinderfeuerwehr ist beliebt. Schwierig ist es jedoch für die Floriansjünger, bei den aktiven Einsatzkräften die Mannschaftsstärke zu erhalten. Bürgermeister Ruoff hat deshalb zusätzliche Anreize angeregt.

16 000 Einsatzstunden plus eine stattliche Zahl von Lehrgängen und Übungen und darüber hinaus noch viel Eigenleistung bei Sanierungs- und Instandsetzungsarbeiten an den Feuerwehrhäusern – das ist die stolze Bilanz des vergangenen Jahres von den Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren Hadamar.

In den sechs Stadtteilen zusammen lag die Personalstärke zum Jahresende bei 179 Aktiven, darunter 19 Feuerwehrfrauen. Die Feuerwehren der Stadt wurden 177 Mal alarmiert, wobei Hadamar mit 81 und Niederhadamar mit 47 Alarmierungen an der Spitze lagen. Der Katastrophenschutzzug brauchte jedoch kein einziges Mal ausrücken.

13 Menschen gerettet

Nach Auswertung der Hauptberichte ergaben sich für die Hadamarer Wehren 86 Einsätze, darunter fünf überörtliche. Insgesamt konnte 13 Menschen in einer bedrohlichen Lage geholfen werden, resümierte Stadtbrandinspektor Jürgen Horn. Nicht nur für die beeindruckenden Leistungen dankte Bürgermeister Michael Ruoff (CDU), sondern auch für die kollegiale Kameradschaft, die der Fürstenstadt geschätzte 350 000 Euro einsparte. Beispielhaft nannte er die fahrbaren Löscher anstelle einer Pulverlöschanlage, die Umrüstung des Niederhadamarer Fahrzeuges statt eines neuen Einsatzleitwagens für Hadamar sowie das von der Kernstadt nach Niederzeuzheim verschobene Löschgruppenfahrzeug. Auch die bemerkenswerten Leistungen bei den Renovierungen der Feuerwehrhäuser in Niederhadamar und Oberweyer hätten der Stadt einige Kosten erspart.

„Ich weiß, wie schwer es ist, unsere Mannschaftsstärke aus früheren Zeiten zu erhalten“, sagte Ruoff, „deshalb möchte ich der Anregung des Stadtbrandinspektors gern folgen und zusätzliche Anreize schaffen, zum Beispiel in Form von Prämien für absolvierte Lehrgänge oder durch weitere Aufwandsentschädigungen.“ Allerdings läge die Entscheidung darüber letztlich beim Stadtparlament.

Der Magistrat habe sich bei seiner jüngsten Sitzung mit dem Zustand der Feuerwehrhäuser und Fahrzeuge befasst. Die Verwaltung würde nun ermitteln, inwieweit Auflagen seitens der Unfallkasse und des technischen Prüfdienstes umzusetzen sind. „Auch wenn es sich so anfühlen mag“, griff Georg Hauch, Leiter des Brand- und Katastrophenschutzes im Landkreis, das Thema Sicherheit auf, „die Standards sind nicht gestiegen, sie bestehen seit vielen Jahren.“ Es gehe schließlich darum, dass sich niemand im Feuerwehreinsatz und im Regelbetrieb verletzte.

Der Erste Kreisbeigeordnete Helmut Jung (SPD) übernahm die Aufgabe, Ehrenzeichen und Anerkennungsprämien zu überreichen. Das Goldene Brandschutzehrenzeichen am Bande für 40-jährige aktive Dienstzeit nahmen Karl-Heinz Müller und Hartmut Will entgegen, das Silberne Brandschutzehrenzeichen für 25-jährige Zugehörigkeit ging an Eva-Maria Voll-Schäfer, Michael Heep, Markus Jeck und Steffen Kremer. Außerdem wurde die Bronzene Katastrophenschutz-Medaille an Heiko Müller und die Verbands-Ehrenmedaille in Silber für 20 aktive Dienstjahre an Matthias Diez und Fabian Lorkowski verliehen.

Jugendwehr ist beliebt

Dass die Hadamarer Feuerwehren auch bei der Jugend attraktiv sind, zeigt sich an der Zahl der Neumitglieder. 2016 schlossen sich sieben Mädchen und zehn Jungen der Jugendfeuerwehr in Hadamar an. Zum Jahresende waren 75 Heranwachsende zwischen zehn und 17 Jahren bei der Jugendfeuerwehr gemeldet, etwa ein Drittel davon weiblich. „Besonders freuen wir uns darüber, dass vier Kinder in Oberweyer und zwei Kinder in Niederzeuzheim von der Kinderfeuerwehr in die Jugendfeuerwehr übernommen werden konnten“, berichtete Stadtjugendfeuerwehrwart Hartmut Will. Es habe auch bei den Jüngsten einige Neuzugänge gegeben. Niederzeuzheim zählt 15 Mitglieder in der Kinderfeuerwehr und Oberweyer neun Mädchen und Jungen.

(kka)

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