Moderne trifft auf Renaissance - Kunst im öffentlichen Raum der Fürstenstadt. Dieses kulturelle Werk wurde zum Jubiläum von 25 Jahren Partnerschaft mit Bellerive-sur-Allier aufgestellt.
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Moderne trifft auf Renaissance - Kunst im öffentlichen Raum der Fürstenstadt. Dieses kulturelle Werk wurde zum Jubiläum von 25 Jahren Partnerschaft mit Bellerive-sur-Allier aufgestellt.

Parteiprogramm der Genossen

Das kulturelle Leben nicht austrocknen lassen

Hadamarer SPD will intellektuellen Austausch.

Hadamar -Nach Ansicht der Sozialdemokraten sei ihre Partei "eine der wenigen kommunalpolitischen Kräfte", die Pflege und Ausbau der (inter-)kulturellen Vielfalt innerhalb der Fürstenstadt in ihr Parteiprogramm aufgenommen hat. "Kultur ist für uns dabei mehr als museale ,Hochkultur'", heißt es in einer Pressemitteilung der Genossen. Die SPD setze bewusst auf einen dynamischen Kulturbegriff und vertraue der "integrativen Kraft von bildender Kunst, Literatur und Musik, die alle Bevölkerungsgruppen der Stadt anspricht und ihnen vermittelt, dazuzugehören sowie mit Respekt wahrgenommen zu werden".

Autorenlesungen

und Kabarett

Hierzu gehöre die Förderung regelmäßiger interkultureller Begegnungen vielfältiger Art (Kennenlernen der "Anderen" auf den Feldern der Mode, Gastronomie oder auch Religion) sowie der Ausbau der Begegnung mit (kritischer) Gegenwartskunst - sei es in Form von Autorenlesungen, politischem Kabarett, Rock-, Jazz- und Folk-Sessions sowie Film- oder Theateraufführungen.

"Bei aller Wertschätzung unseres kulturellen Erbes - beispielsweise in Gestalt des Renaissance-Schlosses, des Glasmuseums, der Herzenbergkapelle oder der Liebfrauenkirche mit ihren höchsten Ansprüchen genügenden Konzerten - darf die unmittelbare Gegenwart und deren Herausforderungen nicht vergessen werden", heißt es weiter in der Pressemitteilung. Junge heimische Künstlerinnen und Künstler sowie kulturelle Initiativen "von unten" gelte es zu entdecken und zu fördern. "Lassen wir die Corona-Pandemie und deren Spätfolgen nicht zur Austrocknung des kulturellen Lebens im öffentlichen Raum führen", fordert die SPD.

Als mögliche Orte des intellektuellen Austauschs, der Begegnung und Performance würden sich die Aula des Hadamarer Schlosses sowie der Schlosskeller anbieten, aber auch die Stadthalle und Bürgerhäuser der Stadtteile. Gleiches gelte für den Schlosshof, dessen großes Potenzial unter anderem durch eine Reihe von Open-Air-Konzerten in Zusammenarbeit mit der krisengeplagten heimischen Hotellerie und Gastronomie ausgeschöpft werden könne.

Transparenz

und Bürgerbeteiligung

Die SPD Hadamar fordert vor allem mehr Transparenz und Bürgerbeteiligung bei sämtlichen kulturpolitischen Entscheidungen. Dies gelte insbesondere für den Ausbau des im Marstallgebäude befindlichen Stadtmuseums, subventioniert durch das Land Hessen, oder für die etwaige Anschaffung von Kunstwerken im Kontext des Stadtjubiläums im Jahr 2024. Die geplante Neugestaltung des Stadtmuseums und dessen langfristige Ausstellungsstrategie setzen ein flexibles Gesamtkonzept voraus, das nicht unter Ausschluss der Öffentlichkeit beschlossen werden könne.

Eine gelungene ästhetische Präsentation der weit überregional bedeutsamen Werke des Universalisten und radikalen Lebensreformers Karl Wilhelm Diefenbach im engen Verweisraum eines Heimatmuseums sei ohnehin nur schwer vorstellbar, ganz zu schweigen von den Folgekosten eines lebendigen Ausstellungsortes, der elementare kunsthistorische Standards erfüllen sollte.

Auch die kleinen

Vereinigungen

Kultur im Verständnis der SPD Hadamar umfasse natürlich ebenso den großen Bereich der Vereinskultur, sei es auf den Feldern unter anderem Sport, Musik und regionales Brauchtum. Hierbei kämen erneut die Stärken von Diversität und Inklusion zum Tragen. Nicht nur die "Big Player" mit hohen Mitgliederzahlen seien zu beachten, sondern auch die vergleichsweise kleinen Vereinigungen mit ihren sicherlich genauso engagierten Vorständen. Die Identität stiftende Arbeit der Vereine bedürfe einer noch größeren Wertschätzung und Förderung seitens der Stadt. og

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