Vereinspräsident Rainer Druck (von links), Michael Ruoff, Michael Lassmann und Hans-Peter Weckbecker beim offiziellen Spatenstich für den neuen Kunstrasen.
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Vereinspräsident Rainer Druck (von links), Michael Ruoff, Michael Lassmann und Hans-Peter Weckbecker beim offiziellen Spatenstich für den neuen Kunstrasen.

1,7-Millionen-Euro-Projekt in Hadamar

Die Sportanlage "Auf dem Zipfen" wächst

  • VonRobin Klöppel
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Offizieller Spatenstich für den zweiten Kunstrasen. Der Baustart für das neue Vereinsheim soll bald folgen.

Hadamar -Die neue zentrale Sportanlage von Rot-Weiß Hadamar "Auf dem Zipfen" in Niederhadamar nimmt langsam Form an. Der Bau des zweiten Kunstrasen-Fußballplatzes auf dem Gelände neben dem ersten hat bereits begonnen. Gestern nahm der Vereinsvorstand zusammen mit Architekt Hans-Peter Weckbecker, Bürgermeister Michael Ruoff und Stadtverordnetenvorsteher Michael Lassmann (beide CDU) den offiziellen Spatenstich vor.

Wie Rot-Weiß-Sprecher Hans Reichwein mitteilte, soll am Rande der Anlage zwischen den Plätzen auch noch möglichst im November oder Dezember mit dem Bau des neuen Vereinsheims begonnen werden. Dieses soll im August 2022 fertiggestellt sein. Der zweite Platz soll ab der kommenden Saison 2022/23 bespielbar sein.

Dann wird, wie Reichwein berichtete, Rot-Weiß das städtische Sportgelände an der Faulbacher Straße aufgeben, wo aktuell noch die Hadamarer Hessenliga-Mannschaft spielt. Durch den Verkauf dieser Fläche an einen Investor zur Bebauung wolle die Stadt mehr in die Kasse bekommen, als sie aktuell in das Sportplatzprojekt investiere, sagte Ruoff.

Reichwein berichtete zudem, dass auch der Naturrasenplatz an der Faulbacher Straße hätte für teures Geld saniert werden müssen, wenn kein neuer zweiter Platz in Niederhadamar geschaffen worden wäre. Dies sei sowieso kein guter Standort für Fußball mehr, weil der Platz von Wohnbebauung umgeben sei und künftig keine Parkflächen mehr vorhanden wären. Zudem sei es besser, das sportliche Leben auf einer Anlage zu konzentrieren. Dort trainierten ja auch neun Jugendmannschaften mit 180 Spielern.

Schatzmeister Fritz Otto kann die Kritik aus anderen Stadtteilen am 925 000-Euro-Zuschuss der Stadt für das 1,7-Millionen-Euro-Projekt zweiter Kunstrasen plus Vereinsheim nicht verstehen. Sehe man alleine die Förderprozente, habe die Stadt für andere Sportanlagen sogar noch mehr gezahlt, so Otto. 200 000 Euro gibt auch das Land Hessen dazu, 40 000 der Landkreis und 10 000 Euro der Landessportbund. Ebenfalls spare der Verein durch Eigenleistungen wie die Verlegung des Pflasters 80 000 Euro ein.

Bürgermeister Ruoff ging auf die lange Vorgeschichte ein. Bereits kurz nach der Fusion der Sportvereine Hadamar und Niederhadamar sei im August 2012 der Antrag auf Bezuschussung einer neuen Sportanlage gestellt worden. Das Gelände habe zum Glück schon der Stadt gehört. Verzögerungen aber habe es gegeben, weil neuer Bebauungsplan notwendig war.

Lassmann sagte, die öffentliche Kritik, die Stadt fördere mit dem Platzbau eine Hessenliga-Mannschaft, sei unberechtigt, weil der neue Platz vor allem für die gute Jugendarbeit benötigt werde. Bedenken von Anwohnern seien durch ein Lärmschutzgutachten ausgeräumt worden. Es sei auch eine Lösung für das Parkproblem gefunden worden. Die Besucher der Hessenliga-Spiele könnten die nahen Parkplätze der Fürst-Johann-Ludwig-Schule mitnutzen.

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