Geschichte

Diese Berühmtheiten stehen im Goldenen Buch von Hadamar

Politiker und Schauspieler haben sich bereits in das Goldene Buch der Stadt Hadamar eingetragen. Die Grüße der Prominenz sind oft sehr kunstvoll verfasst.

Sicher verwahrt liegt das Goldene Buch der Stadt Hadamar im Tresor von Hauptamtsleiter Rainer Schmidt. Ganz golden ist es freilich nicht, aber den dunkelbraunen Einband schmücken das Stadtwappen und der Schriftzug „Goldenes Buch der Stadt Hadamar“ – natürlich in Gold gehalten, genauso wie die Schnittkanten der Seiten. Wer sich dort eintragen darf, ist in Paragraf 5 der Ehrenordnung der Fürstenstadt klar geregelt: „Bei besonderen Anlässen (Empfängen, Ehrungen, Jubiläen usw.) kann eine Eintragung in das Goldene Buch der Stadt Hadamar erfolgen“, heißt es dort.

Eben diese Ehre wurde zuerst am 26. Mai 1974 den Initiatoren der Städtepartnerschaft mit der französischen Gemeinde Bellerive sur Allier zuteil. „Auf Wiedersehn! Le bourgmestre, liebe Kollegen“ heißt es dort wörtlich und weiter auf Französisch: „Im Namen aller Bürger von Bellerive ein großes Dankeschön für den Empfang in Hadamar!“ Neben den Vertretern aus Bellerive haben unter anderem der damalige hessische Finanzminister und gebürtige Offheimer Heribert Reitz (SPD), der Landrat des Kreises Limburg, Heinz Wolf, sowie der Bezirksdekan des katholischen Bezirks Limburg, Alois Staudt, unterschrieben.

In kunstvoller Handschrift ist auf jeder einzelnen Seite vermerkt, wer sich dort eingetragen hat: Politiker, Schauspieler, die Mitglieder der Theatergruppe Pinocchio ’90, die Teilnehmer des Netzwerks Karawane 2000, das sich für Menschen mit Behinderung einsetzt. Und sogar eine Kaiserliche Hoheit hat sich im Goldenen Buch der Stadt verewigt: Dr. Otto von Habsburg, ältester Sohn des letzten Kaisers von Österreich und Königs von Ungarn und als CSU-Politiker viele Jahre Mitglied des Europäischen Parlaments. Damit ist das Hadamarer Buch dann schon fast ein „Libro d’Oro“.

„Einen besonderen Anlass“ wie ihn die Ehrenordnung verlangt, gab es in Hadamar schon länger nicht mehr – der letzte Eintrag stammt vom 11. Februar 2004. Damals besuchte die Sozialministerin Silke Lautenschläger das Zentrum für Soziale Psychiatrie.

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