Fußball-Hessenliga

Den ersten „Großen“ schlagen

In der Fußball-Hessenliga empfängt der SV Rot-Weiß Hadamar am Samstag, 15 Uhr, die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz an der Faulbacher Straße. Nach drei Siegen in Folge wollen die Fürstenstädter jetzt den ersten „Großen“ schlagen.

Abgesehen von Sascha Merfels’ Trainer-Abgang bei der 2. Mannschaft herrscht beim SV Rot-Weiß Hadamar derzeit eitel Sonnenschein. Drei Punktspielsiege in Serie, dazu durch den klaren 4:0-Sieg bei der SG Waldsolms den Einzug ins Hessenpokal-Viertelfinale klargemacht. „Natürlich schauen wir gerne auf die letzten Spiele zurück, viel wichtiger ist aber das, was noch auf uns wartet“, zeigt sich SVH-Trainer Torsten Kierdorf angriffslustig. Einmal mehr hat sich gezeigt, wie ausgeglichen die Hessenliga ist. „Es gibt drei, vier Mannschaften, die die Spielklasse ein Stück weit dominieren, danach ist eigentlich in jedem Spiel immer alles offen“, weiß Kierdorf, der auch in den nächsten drei Spielen, die von der Gegner-Kategorie mit Fulda-Lehnerz, Waldgirmes und Regionalliga-Absteiger Hessen Kassel sehr anspruchsvoll sein wird, punkten will: „Wir sind hungrig und wollen vor allem auf eigenem Platz weiter eifrig Zähler sammeln. Wir sind mittlerweile so weit, wieder sagen zu können, dass wir auch solche Teams schlagen können.“

Die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz klingt eigentlich schon nach einem Großkaliber. Und realistisch betrachtet, sollte der im Sommer neu gegründete Zusammenschluss aus Borussia Fulda und TSV Lehnerz auch ein solches sein. Die Fakten sehen aber bislang anders aus, denn die Mannschaft von Trainer Alfred Kaminski rangiert punktgleich – allerdings mit einem Spiel weniger – einen Rang über den Fürstenstädtern. Torsten Kierdorf: „Wenn man bedenkt, dass zwei eigentliche Top-Mannschaften der Hessenliga den Zusammenschluss wagen, ist man sich schon im Klaren, welch richtig gutes Spielermaterial sie haben.“ Klar ist aber auch: Anspruch und Wirklichkeit klaffen bei den Osthessen derzeit doch noch ein gutes Stück weit auseinander. Diesbezüglich hat Kierdorf zumindest eine Ahnung: „Sie haben einen neuen Trainer, spielen ein anderes System, der Kader ist in dieser Form so erstmals zusammen – da ist es nichts Ungewöhnliches, dass die Mannschaft ein bisschen Zeit braucht, um sich zu finden. Ich bin mir dennoch sicher, dass sie am Ende der Saison auf Platz vier bis fünf landen werden.“

Und doch kommt es ein wenig überraschend, dass der Motor der neuen SG derart stottert. Ganz davon abgesehen, dass einige Spieler – wie etwa Patrick Schaaf, Leon Pomnitz oder Alexander Reith, die entweder beim TSV Lehnerz oder bei Borussia Fulda überragende Jahre gespielt haben, nun zusammen kicken. Fakt ist aber: Auch wenn einige böse Zungen behaupten, dass viele Köche den Brei verderben könnten, wird der Verein eine gewisse Eingewöhnungszeit benötigen. Torsten Kierdorf ist sich jedenfalls sicher, dass „sie uns alles abverlangen werden“. Im Hadamarer Lager wird sich niemand verstecken, zumal es aus personeller Sicht gut aussieht. Auch das ist für den Trainer ein wichtiger Aspekt, warum es wieder läuft: „Wir haben wieder Alternativen, denn wir sind in der Lage, durch Auswechslungen noch einmal frischen Wind zu bringen.“

Freitag:

FV Bad Vilbel - Hessen Kassel 19.30

Samstag:

FC Gießen - FC Ederbergland 15.00

SV RW Hadamar - SGB Fulda-Lehnerz 15.00

Viktoria Griesheim - SC Waldgirmes 15.00

Bayern Alzenau - Spvgg. Neu-Isenburg 15.00

VfB Ginsheim - Buchonia Flieden 15.00

Sonntag:

Türk Gücü Friedberg - Hünfelder SV 15.00

FSC Lohfelden - FC Eddersheim 15.00

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