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Mutig wirft sich Friedbergs Keeper Vladan Grbovic dem in den Strafraum eingedrungenen Marius Löbig entgegen.

SV Rot-Weiß Hadamar

Erstes Saison-Kapitel abgehakt

Der SV Rot-Weiß Hadamar hat die 1. Runde des Wettbewerbs um den Fußball-Hessenpokal souverän gemeistert. Gegen Hessenliga-Aufsteiger Türk Gücu Friedberg setzten sich die Fürstenstädter mit 4:2 (2:2) durch.

Trotz großer personeller Probleme – die Stammspieler Zey (rotgesperrt), Bangert (Urlaub), Strauch und Jindra (beide verletzt) fehlten – legten die Rot-Weißen einen überzeugenden Pflichtspielstart hin. Im Sturm durfte Tristan Burggraf seinen zu Borussia Dortmund 2 gewechselten Cousin Leon ersetzen.

SV Rot-Weiß Hadamar – Türk Gücü Friedberg 4:2 (2:2). Nach nicht einmal 60 Sekunden ließ sich die Hadamarer Defensive im Tiefschlaf überraschen: Abdussamed Gürsoy setzte sich mit einem einfachen Trick durch, in der Mitte musste Masse Bell Bell den abgefälschten Pass Güstrow nur noch ins Tor köpfen. In der Folge machte der Hessenliga-Aufsteiger den Hadamarern weiter das Leben schwer; Spielfluss kam nur selten zu Stande. Erst nach einer Viertelstunde gaben die Rot-Weißen durch Jonas Herdering den ersten Torschuss ab, ansonsten verteidigte Türk Gücü clever. Das änderte sich in der 20. Minute: Nach einer Freistoß-Variante Benjamin Kretschmers war Marius Löbig frei durch, dessen Querpass spitzelte Jonas Herdering mit Hilfe des Innenpfostens ins Tor.

Das 1:1 sollte der Startschuss für eine Phase kompletter Hadamarer Überlegenheit sein: Nur zwei Zeigerumdrehungen später behauptete sich Steffen Rücker auf der linken Außenbahn stark und legte von der Grundlinie auf Jonas Herdering zurück. Das nahezu leere Tor verfehlte der Mittelfeldmotor nicht – die Führung für den SVH. Besonders die linke Offensivseite mit Löbig und Rücker bekamen die Friedberger überhaupt nicht in den Griff, und weitere Großchancen folgten. Erst scheiterten Löbig und im Nachschuss auch Noguchi, dann ließ sich Tristan Burggraf vor dem Tor etwas zu viel Zeit.

Türk Gücü hatte jetzt kaum etwas entgegenzusetzen, zeigte aber vor dem SV-Gehäuse Effektivität. Nach einem schönen Doppelpass zwischen Bell Bell und Alit Usic schoss Letzterer eiskalt zum 2:2 ein (43.). Mit etwas Glück für die Gäste, bei denen übrigens der Ex-Hadamarer Florian Decise verletzt passen musste, ging es also mit einem Remis in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel brachte Marius Löbig schnell die erneute Führung für Rot-Weiß (55.) zustande: Noguchi hatte den schnellen Stürmer bedient, bei seinem Abschluss ins lange Eck sah Friedbergs Keeper Vladan Grbovic aber unglücklich aus. Insgesamt stand Türk Gücü trotzdem in der zweiten Halbzeit defensiv stabiler. Nach vorne hingegen erarbeitete sich der Hessenliga-Neuling kaum Gelegenheiten. So gab es kaum noch Strafraumaktionen, das Spiel verflachte. Hadamar behielt – bis auf einen Schreckmoment bei Hasselbachs verunglücktem Klärungsversuch – stets die Kontrolle und zog in den letzten zehn Minuten noch einmal das Tempo an. Kretschmer und Zouaoui vergaben ihre Chancen noch, dann entschied Yuki Noguchi mit einem strammen Flachschuss ins rechte Eck die Partie (85.). Rot-Weiß-Coach Torsten Kierdorf zeigte sich ob des Sieges zufrieden: „Das erste Pflichtspiel ist immer wichtig, um in die Saison reinzukommen. Heute haben wir das gut gemacht und auch verdient gewonnen.“ Auch die Leistung von Yuki Noguchi und Tristan Burggraf, die 2017/18 noch hauptsächlich in der 2. Mannschaft gekickt hatten, lobte er: „Wir haben einen guten Kader, das haben wir heute gesehen. Die Mannschaft muss jetzt die Euphorie in die Hessenliga-Saison mitnehmen.“

Hadamar: Hasselbach, Kuzcok, Burggraf (46. Pandov), Schraut, Markus Neugebauer, Zouaoui, Kretschmer (89. Gerwalt), Noguchi (90. Matthias Neugebauer), Rücker, Löbig, Herdering – Friedberg: Grbovic, Takahashi, Biber, Grölz, Vranesevic, Usic, Bell Bell (68. Özalp), Erdogan (62. Mitrovic), Gürsoy (59. Penava), Bartel, Toskovic.

SR: Jantz (Wiesbaden) – Tore: 0:1 Bell Bell (1.), 1:1 (20.), 2:1 (22.) beide Herdering, 2:2 Usic (43.), 3:2 Löbig (55.), 4:2 Noguchi (85.) – Zuschauer: 300.

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