Was wird sich Pfarrer Andreas Fuchs wohl in diesem Jahr für seinen Fastnachtsauftritt ausgedacht haben? 2020 ging er als der Heilige Nepomuk.
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Was wird sich Pfarrer Andreas Fuchs wohl in diesem Jahr für seinen Fastnachtsauftritt ausgedacht haben? 2020 ging er als der Heilige Nepomuk.

Tolle Aktion in Hadamar

Fassenacht einmal ganz virtuell

Mitwirkende für ein Videoprojekt gesucht

Dass die Fastnachtsaison in diesem Jahr quasi abgesetzt ist, macht viele Menschen traurig. Wie gern würde man gemeinsam singen, lachen und schunkeln. Damit die Männer und Frauen im Awo-Sozialzentrum und auch die Bewohner des stationären Hospizes zumindest eine kleine Fastnachtsfreude erleben können, hat sich das Familienzentrum St. Ursula etwas ausgedacht.

"Unser virtueller Adventskalender war auf so viel positive Resonanz gestoßen, dass wir etwas ähnliches für die Fastnacht machen wollten", sagte Einrichtungsleiterin Andrea Munch. In diesem Jahr solle es ein Video-Projekt von Karnevalvereinen der Umgebung sein, um den alten und kranken Menschen eine Freude zu bereiten.

Mit ihrer Anfrage bei Karnevalisten aus den Hadamarer Stadtteilen rannte sie offene Türen ein. Die KV aus Niederhadamar, die KG aus Hadamar mit dem Prinzenpaar Christina I. und Christian I. und die katholische Frauengemeinschaft aus Hadamar wollen sich mit kleinen Spaßeinheiten beteiligen, ebenso die Elzer Rotjacken und der HCV aus Hundsangen. Pfarrer Fuchs, dem es bei den Sitzungen der vergangenen Jahre grandios gelang, kirchliche Themen mit Witzen zu garnieren, wird gleichfalls dabei sein. Und natürlich möchte auch Bürgermeister Michael Ruoff die Narrenkappe aufsetzen.

Die Tänze, Sketche und Büttenreden werden zum Teil ganz aktuell für dieses Videoprojekt aufgenommen, andere Einspielungen stammen aus Sitzungen der Vergangenheit. Als Starlett mit dem roten Luftballon wird Andrea Munch die Moderationen übernehmen. Auch das Zusammenschneiden des karnevalistischen Feuerwerks läuft unter ihrer Regie.

So soll ein knapp einstündiges Potpourri der guten Laune entstehen, das am Rosenmontag in der Awo-Senioreneinrichtung und dem Hadamarer Hospiz gezeigt wird.

Durch die Pandemie dürfen ja kaum Besucher in die Einrichtungen kommen und erst recht keine Vereine, um dort etwas aufzuführen. Ziel der Aktion ist es, trotz Corona den Frohsinn und das Lachen zu den älteren und kranken Mitmenschen zu bringen. So fällt die Fastnacht nicht ganz aus, sie ist nur etwas anders in diesem Jahr. Wer als Privatperson Lust hat, mit einer kleinen Aktion an dem Projekt mitzuwirken, ist dazu eingeladen. Melden Sie sich einfach per E-Mail an kifa-st-ursula@gmx.de oder telefonisch unter (0 64 33) 10 74 an. Bis Anfang Februar sollen die Filme eingegangen sein.

kerstin kaminsky

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