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Sabine und Alexander Fritzen sowie Susanne Piwecki öffnen Ende Juli ihre Gärten und suchen noch Mitstreiter.

„Tag der offenen Gartenpforte“

Gärtner öffnen ihre Paradiese

Am letzten Juliwochenende öffnen die Hobbygärtner in Hadamar und Umgebung ihre Gartenpforten für interessierte Besucher. Die Initiatoren suchen noch Menschen, die gerne ihr grünes Paradies zeigen möchten.

Seit mehr als 15 Jahren können Hobbygärtner einen Blick über den Gartenzaun werfen und die offenen Gärten in Hadamar sowie Umgebung besuchen. Die Idee stammt von der Malerin Jutta Georgipur. Sie war als Künstlerin vom Farbenspiel der Natur begeistert und wollte gerne in die Gärten schauen. Seit rund acht Jahren stehen Sabine und Alexander Fritzen sowie Susanne Piwecki als Motor hinter der Aktion.

Als Susanne Piwecki damals bei den Fritzens in den Garten kam, war sie sogleich begeistert und ließ sich für den eigenen Garten inspirieren. Dieser liegt in Hadamar direkt an einer Hauptstraße. Durch eine doppelte Hecke, zwischen der Platz zum Hindurchgehen ist, bleiben die Straßengeräusche außen vor. Alexander Fritzen spricht bei seinem Garten selbst von einem „geplanten Chaos“. Die Weiträumigkeit ist auf den ersten Blick nicht zu erkennen. Freie Flächen sind durch große Hecken oder Bäume voneinander getrennt. Es gibt einiges zu entdecken in dem Garten. „Wir haben nach Gutdünken gepflanzt und auch vieles geschenkt bekommen“, erzählt Alexander Fritzen.

Zwischen den Pflanzen stehen Vogeltränken, Leuchten oder andere Dekorationen. Immer neue Flächen tun sich dem Auge des Betrachters auf. „Wir möchten die Menschen an unserem Garten teilhaben lassen“, so Alexander Fritzen. Daher fand er die Idee der offenen Gartenpforte sehr gut. „Es bietet eine schöne Chance, seinen Garten zu zeigen, aber sich auch aus anderen Gärten Ideen mitzunehmen“, schwärmt der Hobbygärtner. Zwischen all der scheinbaren Unordnung stehen zu Figuren geschnittene Buchsbäume, für die Alexander Fritzen ein Faible hat, bei dem er zur Ruhe kommt.

Alle drei Initiatoren sind sich einig, dass ein Garten den Charakter der Menschen widerspiegelt. „Die vielen verschiedenen Gärten machen den Reiz aus“, sagt Alexander Fritzen. Da gibt es die Gärten, die chaotisch wirken, neben den Gärten, bei denen alles seinen Platz hat und die Ordnung dominiert.

Eine Woche vor dem Tag der offenen Gartenpforte rotieren die Gärtner in ihren grünen Oasen. Die Wege werden freigeräumt, die Hecken zurückgeschnitten und der Unrat beiseite geräumt. „Die Besucher sollen barrierefrei durch meinen Garten kommen und sich wohlfühlen“, sagt Susanne Piwecki. Die Gärten können alle kostenlos besucht werden, doch die Gärtner freuen sich über eine kleine Spende, die sie für einen guten Zweck weiterreichen. So bekamen während der letzten Jahre der Bürgerfonds oder das Hospiz eine Spende überreicht.

Der Tag der offenen Gärten ist am 30. Juli. Teilnehmen können alle Einwohner aus Hadamar und Umgebung, die ihre Gartenpforte für Besucher öffnen möchten. Wer sich informieren möchte, ist zu einem ersten

Treffen am Freitag

, 12. Mai, ab 19 Uhr ins Scheunencafé, Faulbach, eingeladen.

(lh)

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