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Chef-Trainer Torsten Kierdorf (hinten, links) und Co-Trainer Ralf Schuchardt (hinten rechts) stellen die Neuzugänge für die Saison 2018/19 vor. Dies sind (hinten, von links) Gianni Petrone, Oliver Pandov, Wada Natsuki, Nicolai Dörnte, Julian Gerwalt, (vorne, von links) Robin Reifenberg,Simon Neugebauer, Sebastian Bouillon, Matthias Neugebauer und Niklas Kern. Es fehlt Christian Jindra.

Hessenliga

Das Gerüst ist gefestigt

Seit eineinhalb Wochen befindet sich Hadamar in der Vorbereitung auf die am 28. Juli beginnende Saison 2018/19.

Diese Tage zog Coach Torsten Kierdorf die Zügel an beim Fußball-Hessenligisten SV Rot-Weiß Hadamar. Von vergangenem Mittwoch bis Freitag führten die Fürstenstädter auf der heimischen Sportanlage ein Trainingslager durch – und die Intensität nahm freilich deutlich zu. „Die Jungs waren an den drei Tagen sieben bis acht Stunden auf dem Platz. Wir haben allgemein derzeit einen sehr guten Zug drin, alle wirken motiviert und ziehen sehr gut mit“, zog Kierdorf eine kleine Bilanz.

In der abgelaufenen Spielzeit hatte sich frühzeitig herausgestellt, dass der Kader des Hessenligisten insgesamt zu dünn besetzt war. Die Verantwortlichen haben diesbezüglich im Vorfeld gute Arbeit geleistet und entsprechend reagiert.

Dass es fünf Abgänge geben würde – nämlich Leon Burggraf, Jörn Heep, Sven Kunisch, Chihiro Nogi und Marco Vorschneider –, war den Hadamarern bewusst. In der letzten Woche kamen aber noch zwei weitere hinzu: Miguel Granja hatte den Verein um Vertragsauflösung gebeten. Und, sehr zum Ärger von Torsten Kierdorf, es flatterte die Abmeldung Cagri Yigits ins Haus – obwohl dieser bereits zugesagt hatte. Für den Trainer ein Unding: „Dieses Verhalten enttäuscht mich sehr, weil ich immer viel für ihn gemacht habe. In allen Bereichen des Lebens gehört es sich, dass man zu seinem Versprechen steht – auch im Fußball. Wenn es aus irgendwelchen Gründen gar nicht anders geht, muss man bereit sein, das ausführlich zu erklären. Eine Kurznachricht per Handy reicht nicht aus.“ Da hat er selbstverständlich recht.

Ein Blick auf die Neuzugänge der Rot-Weißen zeigt, dass Kierdorf insgesamt Wert darauf gelegt hat, eine gesunde Mischung zwischen erfahrenen und jungen Spielern zu bekommen. In Anbetracht der Tatsache, dass das Gerüst überwiegend aus gestandenen Akteuren bestehen bleibt, scheint ihm dies gelungen zu sein.

Mit einem Gesamtkader von 26 Spielern ist der Hadamarer Tross vor allem nominell sehr gut aufgestellt. Allerdings ist zu beachten, dass mit Robin Böcher, Niklas Kern (beide langzeitverletzt) und Dennis Winter, der sich von August bis Jahresende im Auslandsstudium befindet, drei Akteure erst einmal nicht zur Verfügung stehen. Ebenfalls bitter: David Sembene muss wegen seiner Roten Karte aus dem vorletzten Saisonspiel bei Buchonia Flieden noch fünfmal aussetzen; er darf lediglich in Kreis- und Hessenpokalspielen eingesetzt werden.

Trainer Kierdorf zeigt sich dennoch sehr zufrieden mit seinem Kader und würde trotz etlicher Neuzugänge nicht unbedingt von einem Umbruch sprechen: „Wir haben unser Gerüst ja gehalten. Die jungen, talentierten Spieler werden den alt eingesessenen Druck machen. Der Konkurrenzkampf ist groß, das kann unserer Mannschaft nur gut tun. Ich finde, dass wir eine sehr gute Mischung gefunden haben.“

Bei der Formulierung des Saisonziels stapelt der Übungsleiter aber dennoch recht tief: „Primär ist der Klassenerhalt unser Ziel. Wir wollen so schnell wie möglich 40 Punkte holen. Wenn uns das gelingt, können wir uns neue Ziele setzen. Außerdem möchte ich es wieder schaffen, vor allem die jungen Spieler weiterzuentwickeln.“ Neben dem Kreispokalsieg, als ranghöchstes Team der Anspruch der Fürstenstädter, soll es natürlich auch im Hessenpokal weit gehen.

Zum Start in die Saison wartet auf Hadamar im Übrigen ein ziemlich strammes Programm. Auf zwei Auswärtsspielen beim FC Bayern Alzenau und FSC Lohfelden folgt das erste Heimspiel gegen Mitfavorit FC Gießen. „Das ist natürlich ein hartes Programm, zumal die Liga ohnehin noch einmal deutlich stärker geworden ist“, ist sich Kierdorf sicher, der noch anfügt: „Nach den drei Spielen wissen auch wir, was wir drauf haben.“

Bis dahin vergehen noch vier Wochen. Vier Wochen, in denen es der Coach schaffen möchte, weiterhin einen guten Zusammenhalt innerhalb der Truppe zu haben und vor allem seine jungen Spieler peu à peu auf die nächste Stufe zu heben.

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