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Luise (von links), Frieda und Ronja fühlen sich in der neu gestalteten Kinderecke pudelwohl.

Mehr Nachfrage in der Bibliothek

Hadamar: Corona hebt die Lese-Laune

Neues Leitungsteam der Bücherei zieht eine positive Bilanz

Hadamar -Seit Beginn dieses Jahres steht die Bücherei Hadamar unter einer neuen Regie. Das vierköpfige Leitungsteam hat je nach Interessensschwerpunkt die Aufgaben untereinander aufgeteilt. So trägt Michael Staacks die Verantwortung für EDV und Kasse, Rüdiger Berg hat sich die Öffentlichkeitsarbeit vorgenommen und Sabine Fritzen kümmert sich um Bastelaktionen und Events. Ilse Westerfeld koordiniert das Team, hält die Verbindung zur Fachstelle und bezeichnet sich selbst als "Mädchen für alles".

Als ein sichtbares Zeichen für den frischen Wind in der Katholischen öffentlichen Bücherei (KöB) Hadamar wurde jüngst die Kinderecke umgestaltet und erweitert. "Hier ist ganz viel in Eigenleistung gemacht worden", sagt Ilse Westerfeld und ist stolz auf die gute Zusammenarbeit des gesamten Bücherei-Teams, in dem sich 13 Männer und Frauen engagieren.

Kinderecke erweitert

Die Wände in der Abteilung für junge Leser bekamen einen neuen Anstrich. Außerdem wurde die Regalwand um zwei Elemente ergänzt und hat nun den Stauraum um fast die Hälfte der bisherigen Fläche erweitert. Heitere Poster und ein farblich zur Wandgestaltung passender Teppich runden das Erscheinungsbild der Kinderecke ab.

"Nachdem wir im Leitungsteam einen Kostenplan erstellt hatten kam natürlich die Frage auf, wie wir das finanzieren können", blickt Ilse Westerfeld zurück. Einnahmen aus dem Verkauf von ausrangierten Büchern auf dem Hadamarer Flohmarkt oder zu Himmelfahrt auf dem Herzenberg konnten leider in diesem Jahr nicht realisiert werden. So wandte man sich an die ortsansässigen Banken. Sowohl die Kreisparkasse, als auch die Naspa und die Volksbank zeigten sich bereit, das Projekt finanziell zu unterstützen. Unter dem Strich konnte sich die Bücherei über Zuwendungen in Höhe von 550 Euro freuen.

Gesellschaftsspiele stark gefragt

Als nächstes Vorhaben möchten das KöB-Leitungsteam den Bereich der Jugendliteratur in Angriff nehmen. Nicht nur, dass die Regale nach jahrzehntelanger Nutzung unansehnlich geworden sind, auch das Angebot an Lesestoff müsse angepasst werden. Mit einfachen Mitteln habe man bereits für mehr Übersichtlichkeit in der Abteilung mit Krimis und Belletristik gesorgt. Durch eine variable Kennzeichnung können die Leser nun schneller und leichter ihre Lieblingsautoren finden.

Eine weitere gute Nachricht: Trotz oder vielleicht gerade wegen Corona, registriert die Hadamarer Bücherei einen Zuwachs an Lesern. "Obwohl sich immer nur drei Besucher gleichzeitig in den Räumen aufhalten dürfen, kommen während der anderthalbstündigen Öffnungszeit oft 15 bis 20 Leute zu uns rein", freut sich Ilse Westerfeld. Und das seien nicht nur Stammleser, sondern auch immer wieder Neuanmeldungen, insbesondere von jungen Familien.

Durch die Einschränkungen des kulturellen und gesellschaftlichen Lebens scheinen die zur Ausleihe angebotenen Gesellschaftsspiele einen neuen Boom zu erleben. Auch die Tonies (neuartige Hörgeschichten für Kinder) würden seit Corona verstärkt nachgefragt.

Ilse Westerfeld betont, dass das neue Leitungsteam der KöB Hadamar großes Gewicht auf die Ökumene lege. Das zeige sich nicht nur im Spektrum der kirchlichen Literatur. Anders als bisher würde über neue Bücher nicht nur im Pfarrbrief und der Heimatpost, sondern nun auch im Gemeindebrief der evangelischen Kirchengemeinde berichtet. Im Gegenzug reiche der evangelische Lesezirkel seine Buchvorstellungen zur Veröffentlichung im Pfarrbrief ein.

Die Katholische öffentliche Bücherei Hadamar befindet sich am Franziskanerplatz, schräg gegenüber der Pfarrkirche. Sie ist dienstags von 16 bis 17.30 und sonntags von 10.30 bis 12 Uhr geöffnet. Kerstin Kaminsky

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