Der Ortsbeirat würde es begrüßen, wenn die Radfahrer Richtung Dornburg an der Reitanlage nicht weiter die vielbefahrene Landstraße überqueren müssten.
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Der Ortsbeirat würde es begrüßen, wenn die Radfahrer Richtung Dornburg an der Reitanlage nicht weiter die vielbefahrene Landstraße überqueren müssten.

Mobilfunkantenne wird aufgestellt

Hadamar: Damit die Suche nach Handyempfang ein Ende hat

  • VonRobin Klöppel
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Telekom will Mobilfunkantenne auf dem Dach der Mehrzweckhalle installieren

Niederzeuzheim -Der Niederzeuzheimer Ortsbeirat ist froh, dass der Ort eine Mobilfunkantenne der Telekom auf dem Dach der Mehrzweckhalle bekommt. Dies erklärte Ortsvorsteher Ewald Schlitt (parteilos) in der jüngsten Ortsbeiratssitzung in der Mehrzweckhalle. Die Telekom habe ein Programm aufgelegt, das weiße Flecken beseitigen solle, wofür die Stadt Hadamar sich dann beworben habe.

Allerdings kann Schlitt noch nicht sagen, wann genau die Antenne montiert werden wird. Da diese nur den Telekom-Kunden im Dorf weiterhilft, würde er sich wünschen, dass Vodafone ebenfalls eine solche Antenne in Niederzeuzheim errichte. Er habe das Unternehmen bereits inoffiziell mal angefragt, ob es die nicht gleich zusammen mit dem Bau der Glasfaserverbindung in Niederzeuzheim verwirklichen könne. Schlitt sagte, dass es jedenfalls kein Dauerzustand sein könne, dass der tiefer gelegene Teil von Niederzeuzheim keinen Empfang habe. Er denke, dass die breite Mehrheit der Niederzeuzheimer Bürger die Montage der Antenne auf der Mehrzweckhalle als sehr positive Nachricht empfinde. Nur von einigen direkten Anliegern gebe es teilweise heftige Bedenken. Der Ortsvorsteher sagte aber, dass von den Kritikern sicher auch alle Handys besitzen würden. Und ohne die Antenne sei die Strahlenbelastung im Dorf sogar noch größer, weil die angeschalteten Handys dann alle auf der Suche nach Empfang seien.

Gefährliche Kurve

Ein weiteres großes Thema in der Sitzung waren die Fahrradwege. Der Ortsbeirat empfindet es als sehr problematisch, dass der Radweg Richtung Dornburg aktuell vom Reitplatz gegen die Fahrtrichtung auf die vielbefahrene Landesstraße 3278 Richtung Dornburg geführt wird. Nach einer Lösung wird gesucht, die für die Radfahrer ungefährlicher ist. Eine Idee des Ortsbeirates ist, den Radweg vom Reitplatz über eine befestigten Radweg Richtung Talheim zu führen. Ebenfalls gefährlich ist aktuell nach Aussagen Schlitts der Weg für Radfahrer von Niederzeuzheim aus nach Hadamar. Denn dort höre in einer Kurve der Radweg plötzlich auf. Folglich müssten die Radler in einer gefährlichen Kurve, die man nicht richtig einsehen könne, die Landstraße überqueren. Zu allem Übel sei dort auch noch Tempo 100 für den Autoverkehr erlaubt. Der Ortsbeirat möchte nun über die Stadt mit Hessen Mobil in Kontakt treten, um eine Lösungsmöglichkeit zu finden. Der Ortsbeirat würde sich wünschen, wenn Hessen Mobil das Einverständnis geben würde, hier die zulässige Höchstgeschwindigkeit für Autofahrer auf 70 zu begrenzen. Ansonsten denkt Schlitt, dass es kein großes bauliches Problem sei, den Fahrradweg zu verlängern. Der Straßenbelag sei dort sowieso in keinem guten Zustand. Dann könne der Radweg gleich mitgemacht werden.

Teerdecke nach oben gedrückt

Was die Gestaltung des Salzbachübergangs am Eisernen Steg angeht, ist der Ortsbeirat dafür, die drei noch gesunden vorhandenen Nadelbäume zu erhalten. Allerdings hätten die Wurzeln der Bäume die Teerdecke nach oben gedrückt, was für Fußgänger eine Stolperfalle darstelle, erläuterte der Ortsvorsteher. Schlitt schlägt vor, die Teerdecke zu entfernen und den Bereich der Baumwurzeln mit Gras einzusäen. Für Fußgänger und Radfahrer könne ein neuer barrierefreier und beleuchteter Zugang geschaffen werden. Das wäre laut Schlitt die perfekte Lösung. Der Verschönerungsverein habe sich dazu bereiterklärt, in dem Bereich noch eine Sitzbank aufzustellen.

Ebenfalls schlägt der Ortsbeirat vor, im Bereich Untergasse, Backhausberg und Kirchgasse prüfen zu lassen, ob eingezeichnete Parkplätze an den Straßenrändern den Verkehrsfluss verbessern würden. Dadurch soll verhindert werden, dass geparkte Autos den Lastern des Kieswerks die Durchfahrt erschweren. Schlitt betonte aber, dass dadurch keine Parkplätze für Anwohner verloren gehen sollten.

Schlitt teilte auch mit, dass demnächst eine bewegliche Gardine für die Mehrzweckhalle komme, die als Sicht- und Sonnenschutz dienen solle. Das sei eine praktikable und kostengünstige Lösung, die sich auch in anderen Hadamarer Hallen bewährt habe. Der Ortsbeirat hatte sich laut Schlitt gegen eine Außenjalousie ausgesprochen, da diese durch die Wettereinwirkung und möglicherweise auch durch Vandalismus beschädigt werden könne. Unzufrieden sind der Ortsbeirat und viele Nutzer über die neuen LED-Lampen in der Mehrzweckhalle. Schlitt meint, es könne ja nicht sein, dass 90 neue Lampen eingebaut worden seien, es in der Halle aber trotzdem viel zu dunkel sei. Vielleicht liege es an der Art der Röhren. Von der Stadt habe es leider auf die Beschwerde noch keine Rückmeldung gegeben.

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