Nichtschwimmer links, Schwimmer rechts. Im Hadamer Freibad bewegte man sich im vergangenen Jahr im Kreisverkehr. Das Sicherheitskonzept soll in diesem Jahr übernommen werden.
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Nichtschwimmer links, Schwimmer rechts. Im Hadamer Freibad bewegte man sich im vergangenen Jahr im Kreisverkehr. Das Sicherheitskonzept soll in diesem Jahr übernommen werden.

Bereit für die Sommersaison

Hadamar: Das Freibad soll geöffnet werden

  • VonAnken Bohnhorst-Vollmer
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Hygienekonzept hat sich bewährt - Kosten sind gedeckt

Hadamar -Das Freibad in der Hexenschlucht soll auch in diesem Jahr geöffnet werden. Die geschätzten Kosten in Höhe von 42 000 Euro sollen durch die nicht in Anspruch genommene Vereinsförderung gedeckt werden. Voraussetzung für den Badespaß ist: Die Pandemie entwickelt sich rückläufig, und die aktuelle Corona-Schutzverordnung erlaubt die Öffnung des Bades. Auf diese Formel einigten sich die Stadtverordneten in ihrer jüngsten Sitzung.

Die Erfahrungen aus der vergangenen Freibadsaison zeigen, dass der Betrieb mit einem ausgereiften Hygienekonzept sowie einem Wege- und Schwimmplan funktioniert, heißt es in der Beschlussvorlage. "Entsprechende Beschilderungen, Desinfektionsspender, Absperrgitter sind vorhanden."

Die Andreas Gravelius Group, die die Stadt Hadamar bereits im vergangenen Jahr mit der Betriebsführung des Freibades betraut hatte, soll auch in diesem Sommer den Betrieb regeln; der städtische Schwimmmeister Peter Weyer soll ebenfalls wieder eingesetzt werden. Angestrebter Öffnungstermin ist aus Sicht von Gravelius der 1. Juni. An diesem Tag sollen auch die Bäder in Elz, Frickhofen, Westerburg und Weinbach ihre Tore öffnen.

Sicherheitspersonal benötigt

Dass auch die diesjährige Badesaison unter Pandemie-Bedingungen Mehrkosten verursachen wird, steht fest. Zusätzliche Reinigungsmaßnahmen sind nötig, Sicherheitspersonal muss eingesetzt werden. "Folglich ergibt sich rechnerisch ein zusätzlicher Fehlbetrag von geschätzten 42 000 Euro", lautet die Beschlussvorlage. Der Wert könne sich indes ändern, denn "viele Faktoren, die Einfluss auf den zusätzlichen Fehlbedarf haben, sind zurzeit nicht abschließend vorhersehbar, beispielsweise wann und unter welchen Bedingungen geöffnet werden darf, oder wie das Freibad durch die Besucher unter den geänderten Bedingungen angenommen wird".

Fest steht aber, die eingeplanten Kosten von 42 000 Euro sind verfügbar. Das hatte Bürgermeister Michael Ruoff (CDU) ebenfalls in der Stadtverordnetenversammlung mitgeteilt. Von der im Februar vom Parlament beschlossenen Vereinsförderung in Höhe von 63 600 Euro sei nur etwa ein Drittel, nämlich knapp 20 000 Euro, abgerufen worden. Der Restbetrag könne "zur Deckung herangezogen werden".

Nicht nur Einzelkarten

Alles also wie gehabt, kommentierte Johannes Müller von der WfH. Die Beschlussvorlage habe ihm ein Dejà-vu-Erlebnis verschafft, denn schon im vergangenen Jahr seien im Stadtparlament Öffnungoptionen für das Freibad ausführlich diskutiert worden. Dennoch müsse zunächst die Verhältnismäßigkeit der Freibadöffnung geprüft werden, wenn der Betrieb nur wenige Wochen laufe, die Gegenfinanzierung durch Haushaltsmittel aber langfristig beglichen werden müsse. Seine Fraktion knüpfe daher an die Vorlage die Bedingung, dass die Corona-Inzidenz "verlässlich" so niedrig bleibe, dass das Bad bis spätestens 15. Juni geöffnet werden könne. Eine Mehrheit fand dieser Ergänzungsantrag nicht. Im Gegensatz zu dem Vorschlag von Gerd Korn von der FWG. Er forderte, dass anders als im letzten Jahr in dieser Saison nicht nur Einzelkarten angeboten werden, sondern Zehner-, Familien- und Jahrestickets, um den Bedürfnissen der Badegäste entgegen zu kommen.

Für die geplante Öffnung des Schwimmbades plädierten auch Christian Piroth (CDU) und Sven Glombitza (SPD). Aller Voraussicht nach werde sich die Corona-Lage entspannen, argumentierte Piroth. Daher sei es wichtig, dass die Stadt das Freizeitangebot fördere. Die Kosten seien gedeckt, und man könne auf ein Hygiene- und Sicherheitskonzept zurückgreifen, das sich bewährt habe. Das findet auch der neue SPD-Fraktionsvorsitzende. Er mahnte aber, mit der Öffnung nicht mehr allzu lange zu warten, damit das Freibad nicht wieder nur für wenige Wochen geöffnet sei. Zustimmung erhielt die Beschlussvorlage auch von der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen.

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