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Für einen Bierregen sorgten beim Fassbieranstich Kirmeswirtin Dinka Zaborowski, Bürgermeister Michael Ruoff und Ortsvorsteher Andreas Egenolf (von links).

Bierdusche zur Eröffnung

Hadamar feiert Kirmes ? Wirtin wehrt sich gegen Vorwürfe im Internet

Auf der Hadamarer Kirmes beginnt heute um 10.30 Uhr der Frühschoppen mit dem Musikverein Hadamar Stadt und Land. Bereits seit Freitag wird in der Fürstenstadt gefeiert. Los ging es mit einem Bierfassanstich. Die Kirmeswirtin muss sich gegen Verleumdungen wehren.

Zur Kirmeseröffnung mussten Bürgermeister Michael Ruoff und Ortsvorsteher Andreas Egenolf lernen, dass es auf das richtige Werkzeug ankommt, um ein Fass Bier anzuschlagen. Leider war zu Beginn nur ein Schnitzelklopfer vorhanden und dieser ist denkbar ungeeignet für eine solche Aktion. Und wenn der dann noch auf einen schlecht sitzenden Zapfhahn und ein zu früh geöffnetes Ventil trifft, dann kann das schon mal in einem Bierregen enden. Nach dem kurzen Schreck und dem richtigen Anstich konnte dann aber das Bier gezapft werden und die Kirmes war offiziell eröffnet. „Ich freue mich, dass wir wieder eine Kirmeswirtin gefunden haben, die die Kirmes ausrichtet“, so Ruoff. „Und ich bedanke mich bei allen Vereinen für die Unterstützung.“

Bereits am Vorabend war beim Kirmesanspielen mit DJ Höhni der Platz gut besucht. Am Samstagabend spielte die Band Hot Stuff und sorgte für beste Stimmung auf dem Platz. Nachdem es tagsüber viel geregnet hatte, herrschten abends angenehme Temperaturen zum Verweilen. Am Sonntag sorgte die Jazzband Comitolo für einen musikalischen Frühschoppen.

Kirmeswirtin Dinka Zaborowski ärgerte sich derweil sehr über das, was im Internet über sie geschrieben wurde. Auf Facebook schimpften Internetnetnutzer, dass die Stadt wie auch einige Vereine einen Zuschuss zur Kirmes geben und die Kirmeswirtin finanziell damit unterstützen. Dort stehe geschrieben, dass es einmalig sei, dass eine Kirmeswirtin gesponsert wird, um ihren eigenen Verdienst zu erhöhen, so die Betroffene. Zaborowski regte sich furchtbar darüber auf, dass ihr mehr oder weniger persönliche finanzielle Bereicherung vorgeworfen werde. Sie konnte nur den Kopf schütteln über diese Vorwürfe. Durch die Zugabe der Vereine sei ein großer Teil des Zeltes bezahlt, das 900 Euro kostet. Da sind noch keine Stromkosten dabei, keine Kosten für die musikalische Unterhaltung und keine Personalkosten. „Meine Zeltkosten sind getragen, in den anderen Ortsteilen müssen die Vereine keine Kosten für die Hallen mehr tragen“, so Zaborowski. Sie erhalte demnach nicht mehr Unterstützung als die Vereine, die in den anderen Stadtteilen die Kirmes ausrichten. Sie unterstrich, dass sie dies für Hadamar mache, weil Hadamar ihre Heimat sei. „Solche Behauptungen in den sozialen Netzwerken sorgen für einen schlechten Ruf, den die Kirmes nicht verdient hat“, so die Kirmeswirtin abschließend.

Heute können die Hadamarer und ihre Gäste ab 10.30 Uhr zum traditionellen Frühschoppen kommen, der musikalisch vom Musikverein Hadamar Stadt und Land untermalt wird.

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