Die Aussicht auf den baldigen Baubeginn der Sportanlage "Hinter dem Zipfen" ist gut, die Aussicht vom künftigen Platz der Rot-Weiß-Kicker ebenfalls.
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Die Aussicht auf den baldigen Baubeginn der Sportanlage "Hinter dem Zipfen" ist gut, die Aussicht vom künftigen Platz der Rot-Weiß-Kicker ebenfalls.

Fußballer können aufatmen

Hadamar: Haushaltsperre betrifft Sportanlage nicht

  • vonAnken Bohnhorst-Vollmer
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Baubeginn für Fußballplatz und Vereinsheim von Rot-Weiss kurz vor dem Anpfiff.

Hadamar -Wenn alles gut geht, könnten die Kicker von Rot-Weiß Hadamar im nächsten Jahr auf ihrem neuen Kunstrasenfußballplatz "Hinter dem Zipfen" auflaufen. Derzeit sehe es jedenfalls gut aus für die 17 Mannschaften und rund 300 aktiven Fußballer sowie für deren Zuschauer, sagt Rainer Druck, Präsident des Fußballvereins.

Rund 1,6 Millionen Euro soll das Gesamtprojekt kosten, das die Errichtung eines neuen Platzes und eines Vereinsheims vorsieht. 925 000 Euro davon übernimmt die Stadt. Das hatten die Stadtverordneten bereits im vergangenen Jahr beschlossen, und an dieser Zusage werde sich auch durch die Corona-bedingten Sparmaßnahmen nichts ändern, betont Bürgermeister Michael Ruoff (CDU). "Der im Doppelhaushalt 2020/21 veranschlagte Investitionszuschuss wurde vom Magistrat nicht mit einer Haushaltssperre belegt." Die krisenbedingten Mindereinnahmen schlügen nicht auf das Bauvorhaben durch. Finanziert wird dieser Zuschuss durch das Hessenkassegesetz, das kommunale Kredite ablösen und kommunale Investitionen fördern soll.

Ein weiterer Zuschuss für die Sportanlage in Höhe von 250 000 Euro könnte aus dem hessischen Innenministerium zufließen, und zwar 200 000 Euro aus dem Fördertopf Sportstättenbau und 50 000 Euro aus dem Fördertopf Sportland Hessen. Die Anträge hierfür seien vorbereitet, sagt Rot-Weiß-Präsident Druck.

Darüber hinaus werde sich der Landkreis mit 25 000 Euro an der neuen Sportanlage beteiligen. Die restlichen 400 000 Euro muss der Verein stemmen. Die Gespräche zur Finanzierung der Anlage laufen Druck zufolge positiv. Er sei zuversichtlich. "Wir haben Baurecht, und sobald die Finanzierung steht, können wir loslegen." Das wäre zugleich der endgültige Abpfiff einer jahrelangen Auseinandersetzung um die Errichtung der neuen Sportanlage

Baurecht steht,

Finanzierung läuft

Wie es mit dem Sportgelände an der Faulbacher Straße weitergeht, auf dem die Fußballer von Rot-Weiß derzeit trainieren und spielen, ist indes noch ungewiss. Denn die Stadt ist zwar Eigentümerin der knapp 24 000 Quadratmeter großen Fläche, hat das Areal aber dem Verein auf Erbpachtbasis überlassen. Dieser Vertrag soll jetzt aufgehoben werden, weil Rot-Weiß seine Aktivitäten nach Niederhadamar "Hinter den Zipfen" verlegen wird und das Gelände somit frei wäre. Dann könnte das Grundstück von der Stadt bebaut oder vermarktet werden, sagt Bürgermeister Michael Ruoff (CDU). Tatsächlich gebe es bereits mehrere Gestaltungs- und Nutzungsvorschläge.

So sehe "die zukünftige städtebauliche Planung der Stadt Hadamar für das Grundstück eine vorrangige Nutzung als allgemeines Wohngebiet vor und zwar sowohl für junge Familien als auch für ältere Menschen", teilt Ruoff gegenüber dieser Zeitung mit. Die Gebäudegestaltung solle sich "weitestgehend auf Ein- bis Zweifamilienhäuser mit zweigeschossiger Bauweise beschränken". Auch das jetzige Vereinsheim könnte in ein Ensemble miteinbezogen werden.

Zunächst aber müssen Pläne in den zuständigen Ausschüssen diskutiert werden. Die Sitzung des Bauausschusses ist am Dienstag, 25. August; der Haupt- und Finanzausschuss trifft sich am Donnerstag, 27. August. Beide Gremien tagen unter Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregeln in der Stadthalle. Beginn ist jeweils um 19 Uhr.

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