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Der Bahnübergang ist fertig, allerdings noch nicht abgenommen. Die Baumaßnahmen für einen barrierefreien Bahnhof sollen im September beginnen.

Kein Platz für Mittelbahnsteig 

Barrierefreier Bahnhof in Hadamar: Arbeitsbeginn steht fest  

Der Bahnhof der Fürstenstadt soll barrierefrei gestaltet werden. Das hat das Eisenbahnbundesamt bereits im Juni entschieden. Allerdings wurden bislang lediglich die Arbeiten für den Hausbahnsteig ausgeschrieben; wann der neue Außenbahnsteig angelegt wird, steht noch nicht fest.

Hadamar - Das Eisenbahnbundesamt (EBA) hat am 13. Juni die Plangenehmigung für den "Barrierefreien Ausbau der Verkehrsstation in der Stadt Hadamar" erteilt. Damit sind die Voraussetzungen für den Mitte September beginnenden Neubau des Hausbahnsteigs auf der Seite zum Elbbach gegeben. Lediglich diese Arbeiten wurden bislang von der DB ausgeschrieben. Wann der Bau eines neuen Außenbahnsteigs auf der Seite des Stellwerks erfolgt, ist noch offen.

Genehmigung für barrierefreien Bahnhof erteilt 

Nach jahrelangen Planungen kann damit in diesem Herbst mit dem barrierefreien Umbau des Bahnhofs Hadamar begonnen werden. Die neuen Bahnsteige sollen eine Länge von jeweils 90 Metern erhalten und eine auf die Triebwagen abgestimmte Höhe von 55 Zentimetern. Gemäß der Ausschreibung wird der 2,50 Meter breite Bahnsteig in konventioneller Bauweise mit Fertigteilen für Fundamente und Bahnsteigkanten hergestellt. Da während der bis Ende März 2020 geplanten Bauarbeiten alle Züge von Gleis 2 abfahren, wird es zu geringfügigen Fahrplanänderungen kommen.

Bahnhof Hadamar: Fahrplanänderungen angekündigt 

Neben der Installation einer neuen Beleuchtungsanlage mit LED-Leuchten muss die alte Beleuchtung bis zum Bau des Außenbahnsteigs teilweise erhalten bleiben. Der Neubau einer zehn Meter langen Rampenanlage aus Richtung des ehemaligen Empfangsgebäudes bildet den barrierefreien Zugang zum Hausbahnsteig. Das Bahnsteigende befindet sich auf der Höhe der ehemaligen Güterhalle. Dort wird es jedoch keinen zweiten Zugang geben. Als Baustellen-Einrichtungsfläche steht der Baufirma ein lediglich 420 Quadratmeter umfassender Bereich zwischen der ehemaligen Güterhalle und dem ehemaligen Bahnhof zur Verfügung.

Der von der Stadt geforderte Mittelbahnsteig wird nicht gebaut. Das Eisenbahnbundesamt argumentiert mit verschiedenen Sachzwängen, wie beispielsweise fehlenden Grundstücken für die Verschwenkung von Gleisen. Tatsächlich wurden nahezu alle Parzellen veräußert, so dass heute nur noch die betrieblich unbedingt erforderliche Mindestbreite zur Verfügung steht. Der Bau eines Mittelbahnsteiges mit zentralem Zugang scheiterte aber auch an den unterschiedlichen Auftraggebern, Planern und Förderungszuweisungen.

Umbau Hausbahnsteig: Planung in Freiburg 

Der Umbau des Hausbahnsteigs wird von einem Büro aus Freiburg geplant und mit Fördermitteln des Bunds finanziert. Dagegen ist der Bau des Außenbahnsteigs eine Maßnahme der DB Netz zur Beschleunigung der Streckengeschwindigkeit auf der Oberwesterwaldbahn und wird von einem Büro in Nordrhein-Westfalen geplant. Auch der zukünftige Außenbahnsteig wird nur einen Zu- und Abgang erhalten, der unmittelbar neben dem Stellwerk an der Neuen Chaussee beginnt. Die Ablehnung eines westlichen Zugangs begründet das EBA wie folgt: "Durch die Änderung der Eigentumsverhältnisse und den geplanten Bau eines neuen Gebäudes auf dem Grundstück, wo diese Zuwegung hätte enden sollen, kann diese Planung nicht mehr realisiert werden. Sie scheidet damit aus praktischen Gründen aus."

Der mit komplett neuer Technik ausgerüstete Bahnübergang sollte bereits Ende Mai in Betrieb gehen. Wegen der bis heute fehlenden Abnahme muss der Übergang seit rund 80 Tagen von zwei Sicherungsposten mit zusätzlichen Schranken gesichert werden. Von Hans-Peter Günther

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