An beiden Tagen herrschte reges Treiben auf dem Mittelaltermarkt in Hadamar.
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An beiden Tagen herrschte reges Treiben auf dem Mittelaltermarkt in Hadamar.

Sensationeller Erfolg

Hadamar: Mittelaltermarkt lockt die Massen an

  • VonKlaus-Dieter Häring
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Siebte Auflage ein voller Erfolg - Nächstes Jahr soll er wieder stattfinden

Hadamar -Einen geradezu sensationellen Erfolg hatte die siebte Auflage des Mittelaltermarktes auf dem Hadamarer Schlossplatz. Am Wochenende bildeten sich an beiden Tagen lange Warteschlangen vor der Kasse und die vielen Gäste mussten teilweise Wartezeiten bis zu einer halben Stunde auf sich nehmen. "Wir durften aus Gründen der Landesverordnung für solche Veranstaltungen nur eine Kasse öffnen", berichtet Carolan Lieb, der den Markt als Organisator gemeinsam mit "Hadamar aktiv" durchführte.

Mit solch einem Ausmaß hatten die Organisatoren nicht gerechnet. "Wir sind schon ein bisschen überrascht. Man merkt, dass die Leute raus wollen", sagt Carolan Lieb. Daher waren die Menschen auch an der Kasse sehr geduldig "und haben die Wartezeit auf sich genommen".

Mehr als 40 Stände und zwölf Ritterlager

Die Besucher begaben sich, entweder gewandet oder in sommerlicher, moderner Kleidung, zu den vielen Marktangeboten. Im Schlossinnenhof, auf dem Schlossvorplatz und in der Graf-Emich-Anlage waren mehr als 40 Stände und gut ein Dutzend Ritterlager aufgebaut. Unter den Handwerkern, die ihre alte Zunft zeigten, waren Handschuhmacher, Siegelgraveur, Schneiderey, Lehmbauer, Schmied und eine Zinngieße. Bei den Händlern buhlten unter anderem Seifensieder, Räucherwerk, Gewandschneider, Edelsteine, Methändler, Silberschmuck, Olivenholz, Ritterspielzeug und vieles mehr um die Gunst der Kunden.

Zwischen die Besucher mischten sich auch Ritter, die sich trotz Sommertemperaturen in voller Rüstung zeigten. Die Musikgruppen "Irregang" spielte auf der Bühne, "Amo der Barde" und "die Zeitreisenden" unterhielten mit Gesang und ihren historischen Instrumenten. Bei den Kindern sehr beliebt war ein handgetriebenes Riesenrad, Eier knacken, Mäuseroulette, Glücksrad, Bogenschießen, malen mit Lehmfarben und Zinngießen. Die Tavernen schenkten "allerley Flüssiges" in die Krüge, es gab Flammkuchen, eine Geflügelbraterey, Crêpes, die Feldbeckerey und vieles mehr.

"Wir werden den Mittelaltermarkt auch im nächsten Jahr anbieten", versprach Bianca Woidich von "Hadamar aktiv", die ebenfalls im historischen Gewand durch die Reihen schlenderte. Ob er wirklich stattfinden kann, dies wusste am Ende nur der Wahrsager, der aber bei den sommerlichen Temperaturen eine Pause am Bach machte.

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