Freundlich, hell und modern: So präsentiert sich das neue Klinikgebäude von Vitos in Hadamar.
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Freundlich, hell und modern: So präsentiert sich das neue Klinikgebäude von Vitos in Hadamar.

Gesundheit

Hadamar: Neues Klinikgebäude steht kurz vor der Eröffnung

Vitos-Konzerndirektor: Ein Schritt zur weiteren Verbesserung der psychiatrischen Versorgung

Hadamar -Im April 2018 erfolgte der erste Spatenstich. Nun steht die neue Vitos Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie kurz vor der Eröffnung. Bevor die Patienten die Klink beziehen, besichtigten Konzerngeschäftsführer Reinhard Belling und der Hadamarer Bürgermeister Michael Ruoff den Neubau. Auch für Klinikdirektorin Dr. Gundula Rippen, ihren Stellvertreter Dr. Franz Bossong und Krankenpflegedirektor Matthias Schulz war der Gang durch das fast fertige Gebäude neu. Ebenfalls dabei war der zukünftige Klinikdirektor Prof. Dr. Christoph Fehr. Er übernimmt die Klinikleitung zum 1. April.

Es sei schon etwas ganz Besonderes, wenn ein Unternehmen binnen weniger Jahre rund 70 Millionen Euro in einen kleinstädtischen Standort investiere und damit 630 Arbeitsplätze sichere, lobte Bürgermeister Ruoff. Denn neben dem Klinikneubau wurden auch die forensische Klinik und das Haus für das betreute Wohnen erst kürzlich erneuert.

"Mit den Kosten für die neue Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie liegen wir zwar etwas höher als gedacht, aber immer noch recht gut", so Vitos-Geschäftsführer Martin Engelhard. Statt der ursprünglich kalkulierten 18,7 Millionen Euro seien es nun rund 21,3 Millionen Euro geworden, was großteils an der immensen Baukonjunktur mit Preissteigerungen läge. Das Land Hessen fördert das Projekt mit rund 14 Millionen Euro. Der Bauboom und die Pandemie waren zudem schuld, dass sich die Fertigstellung des Neubaus um mehr als ein Jahr verzögerte.

Der neue Gebäudekomplex ist 100 Meter lang und hat drei Ebenen. Im Erdgeschoss liegen die Rezeption, Diagnose- und Therapieräume, eine geräumige Cafeteria, Büros, Umkleiden und das Archiv. In den beiden oberen Etagen befinden sich vier Stationen mit je 25 Betten sowie sechs integrierte tagesklinische Plätze.

Zentral gelegener Stationsstützpunkt

Das sehr klassische Gebäude ist als Doppelflursystem konzipiert. Je zwei Stationen haben einen zentral gelegenen Stationsstützpunkt. "Das Herz und die Schaltzentrale", nennt Engelhard diesen Bereich, von dem aus auch Überwachungszimmer einsehbar sind. Die Patientenzimmer, jeweils für zwei Personen, haben eine Fläche von 26 Quadratmetern, ein Duschbad und große Fenster mit Blick auf die Fürstenstadt und das Schloss. Jede Ebene hat zudem ein Stationsbad mit Wanne. Die durchschnittliche Verweildauer der Patienten beläuft sich auf drei bis vier Wochen. "Dieser Klinikneubau trägt dazu bei, dass sich unsere Patienten wohlfühlen können. Er bietet zeitgemäßen Standard und schafft den Rahmen für eine bedarfsgerechte Behandlung", sagte Vitos-Konzerndirektor Reinhard Belling. Auch für die Mitarbeiter werde sich die Situation verbessern, so Engelhard. Er sieht im Neubau ein wichtiges Signal in Bezug auf die Zukunftssicherung des Klinikstandortes und einen bedeutenden Schritt zur weiteren Verbesserung der psychiatrischen Versorgung in der Region.

Eine mit dem Neubau verbundene Innovation betrifft den Bereich der Pflege. Krankenpflegedirektor Matthias Schulz erklärte, dass mit dem Umzug das Pflegekonzept weiterentwickelt würde: "Künftig arbeiten zwei neue Professionen auf den Stationen. Die das Pflegeteam ergänzenden Pflegekoordinatoren sorgen dafür, dass neueste Pflegestandards eingeführt und eingehalten werden. Sie sind Qualitätsgaranten dafür, dass Theorie in die Praxis umgesetzt wird." Neu werde zudem eine Stationsassistenz als Schnittstelle zwischen dem ärztlichen Bereich und der Pflege sein, was zur Entlastung beider Berufsgruppen beitragen soll."Der Umzug selbst wird sicherlich noch mal eine harte Zeit. Patienten und Personal werden eine Weile brauchen, um sich überall zurechtzufinden", so Engelhard. Doch er ist sicher, dass es nicht lange dauern wird, bis alles wieder rund läuft. Ab März werden nach und nach die vier Stationen in den hellen und freundlichen Neubau wechseln. Von Kerstin Kaminsky

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