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Zum verspäteten Spatenstich für den neuen Penny-Markt luden die Investoren Benedikt und Klaus Rohletter jetzt Bürgermeister Michael Ruoff (CDU) sowie Helen Becker und Kurt Seelbach vom zuständigen Architekturbüro und Ingenieur Peter Weis ein.

Bebauung des ehemaligen Güterplatzes

Hadamar: Sechs Schaufeln für einen Supermarkt

Gesamtinvestition von 4,5 Millionen Euro auf dem Gelände des neuen Penny-Markts

Hadamar -Die infrastrukturellen Voraussetzungen für die Bebauung sind erfüllt, der Boden ist aufbereitet und der Grundriss des neuen Penny-Marktes erkennbar. Insgesamt 4,8 Millionen Euro steckt die Penta Projektentwicklung in die Bebauung des ehemaligen Güterplatzes, jenes rund 7000 Quadratmeter großen Geländes zwischen Alter und Neuer Chaussee und Bahnhof. Hinter der bereits etablierten Bäckereifiliale mit Café soll der Supermarkt mit einer Verkaufsfläche von 760 Quadratmeter errichtet und im Herbst kommenden Jahres eröffnet werden. Der bestehende Penny-Markt werde dann in einen Discounter umgewandelt, berichtete Benedikt Rohletter, Prokurist und Projektleiter bei Penta, jetzt bei einem Spatenstich in kleiner Runde.

Die Corona-Pandemie lasse keine größeren Veranstaltungen zu, sagte der Investor. Ein kleiner Hinweis auf dieses große Projekt müsse dennoch sein. Denn "der Erfolg einer Projektentwicklung liegt in der Zusammenarbeit vieler Beteiligter mit ganz unterschiedlicher Interessenlage". Das müsse gewürdigt werden, zumal das im Jahr 2017 aufgelegte Bauvorhaben in der Kernstadt den Investor in den darauffolgenden Jahren durchaus vor "einige unerwartete Herausforderungen" gestellt habe, resümierte Benedikt Rohletter.

So verknüpfte die Stadt den Aufstellungsbeschluss für den Bauplan "Ehemaliger Güterplatz" mit der Auflage, der Investor müsse die bis dahin geschotterte Verbindungsstraße zwischen Alter und Neuer Chaussee ausbauen. Ziel dieser Maßnahme ist, den Verkehr auf der Mainzer Landstraße/Neue Chaussee künftig zu entlasten. Rund 500 000 Euro kalkulierte die Penta Projektentwicklung für den Erstausbau der 120 Meter langen Strecke. Die Stadt habe mit dieser städtebaulichen Vorgabe "hoch gepokert, und wir haben uns darauf eingelassen", hatte Benedikt Rohletter die Entscheidung im Frühsommer dieses Jahres kommentiert. Immerhin erreiche die Summe für den Straßenausbau fast zehn Prozent der Gesamtinvestitionen.

Neue Verrohrung für den Weiersbach

Als weitere Schwierigkeit erwies sich der Weiersbach, der das Penny-Gelände unterquert und "zwar bis vor kurzem in einer über 100 Jahre alten Verrohrung, die noch mit Naturstein gemauert wurde", berichtete Benedikt Rohletter. "In den Gesprächen mit der Unteren Wasserbehörde wurde schnell klar, dass eine neue Überbauung mit einem Penny-Markt nicht infrage kommt, solange der Weiersbach nicht eine neue haltbare Verrohrung erhält."

Da die städtebauliche Vereinbarung vorsieht, dass die Penta Projektentwicklung die Verbindungsstraße zwischen Alter und Neuer Chaussee bauen muss, übernahm die Stadt im Gegenzug die Sanierung des Weiersbaches. Die Arbeiten sind inzwischen abgeschlossen.

Darüber hinaus habe die Penta Projektentwicklung der Stadt vertraglich ein Wegerecht über den künftigen Penny-Parkplatz eingeräumt, um Fußgängern von der Brückenvorstadt einen direkten Zugang zum Kohleweg und dem dahinter liegenden Parkplatz sowie zu dem geplanten äußeren Bahnsteig zu ermöglichen, ergänzte Bürgermeister Michael Ruoff (CDU) beim Spatenstich. Zwar ist von dem Bahnsteig derzeit noch nichts zu sehen; der Einstieg werde aber nach Auskunft der Bahn realisiert. Auch mit diesen Optionen habe der innerstädtische Bereich, auf dem früher Güterwaggons abgestellt, zwischengelagert und befüllt wurden, eine Aufwertung erfahren, betonte Ruoff.

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