Die Asphaltdecke auf der Straße zwischen Alter und Neuer Chaussee wird aufgetragen. Damit können hier demnächst die Autos rollen und den Verkehr rund um den ehemaligen Güterplatz entzerren.
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Die Asphaltdecke auf der Straße zwischen Alter und Neuer Chaussee wird aufgetragen. Damit können hier demnächst die Autos rollen und den Verkehr rund um den ehemaligen Güterplatz entzerren.

500 000 Euro für Straßenausbau

Hadamar: Von der Schotterpiste zur Durchfahrtsstraße

  • VonAnken Bohnhorst-Vollmer
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Verbindung zwischen Alter und Neuer Chaussee ist hergestellt

Die Asphaltarbeiten auf der Straße, die hinter dem derzeitigen Penny-Markt entlangführt und die Alte mit der Neuen Chaussee verbindet, sind abgeschlossen. Aus der rund 240 Meter langen Schotterpiste ist eine Zu- und Durchfahrtstraße geworden, ein "Meilenstein" im Gesamtvorhaben, sagt Benedikt Rohletter, Sprecher der Penta Projektentwicklung GmbH aus Waldbrunn.

Rund 500 000 Euro hat das Unternehmen in den Ausbau der kommunalen Straße investiert, der in einem städtebaulichen Vertrag mit der Stadt Hadamar festgeschrieben war und an den das Bauvorhaben am ehemaligen Güterplatz geknüpft war. Die Summe entspricht etwa einem Zehntel des anvisierten Gesamtvolumens.

"Richtige Entscheidung"

Mit dieser Größenordnung habe sich die Penta anfangs schwer getan, hatte Rohletter im vergangenen Jahr eingeräumt. Aber die Entscheidung habe sich als richtig erwiesen. "Nach über zwei Jahren Planungsphase haben Anfang dieses Jahres die Bauarbeiten für den Endausbau der Straße begonnen. Nach rund fünf Monaten Bauzeit freuen wir uns sehr, die Straße zeitnah wieder in die Obhut der Stadt Hadamar übergeben zu können", bilanziert er.

Hintergrund des Straßenausbaus ist die Erweiterung und Neugestaltung des vorhandenen Penny-Marktes in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof. Auf dem knapp 7000 Quadratmeter großen Areal entsteht ein neuer Penny-Discounter; im vorhandenen Gebäude, in dem der Markt derzeit untergebracht ist, wird ein Non-Food-Discounter einziehen. Die Zahl der Stellplätze soll auf 90 erweitert werden. "Zusammen mit der bereits betriebenen Bäckereifiliale soll der bestehende Einzelhandelsstandort nachhaltig gestärkt werden", hatte Bürgermeister Michael Ruoff (CDU) im vergangenen Jahr erklärt. Auch die Stadtverordneten hatten sich auf das Projekt geeinigt und einstimmig für den städtebaulichen Vertrag mit dem Investor aus Waldbrunn votiert.

Vorfreude auf die Einweihung

Dennoch hatte diese Vereinbarung in den politischen Gremien für heftige Diskussionen gesorgt. Etwa bei der Frage, wie Lastwagen aus Richtung Niederhadamar von der Neuen Chaussee auf das Penny-Gelände gelangen sollen. Ein von der FWG favorisierter Linksabbiegerstreifen wie er bei den Supermärkten in der Mainzer Landstraße installiert ist scheiterte, weil die Verkehrsbehörde Hessen-Mobil diese Straßenführung ablehne, lautete damals die Begründung. Überlegt wurde stattdessen, dass die großen Fahrzeuge zunächst den Kreisel in der Innenstadt umrunden und dann nur von der rechten Fahrbahn auf den Platz fahren sollen, was nach Einschätzung der damaligen FWG-Fraktionsvorsitzenden Susanne Langel unrealistisch sei.

Das sieht Penta-Sprecher Benedikt Rohletter anders. Mit mehr als einem oder zwei Lastwagen pro Tag sei nicht zu rechnen. Und die würden am frühen Morgen auf den ehemaligen Güterplatz rollen. Er ist überzeugt: Der normale Pkw-Verkehr wird durch die neue Straße künftig entzerrt werden.

Ebenfalls zufrieden mit dem Projektverlauf und der Perspektive für die Stadt ist Bürgermeister Ruoff. Er sagt: "Wir bedanken uns bei der Penta Projektentwicklung GmbH für die vertrauensvolle und partnerschaftliche Zusammenarbeit in den letzten drei Jahren und für die Bereitschaft, die Kosten des Endausbaus der öffentlichen Straße zu übernehmen. Das Projekt "Ehemaliger Güterplatz" haben wir von Anfang an wohlwollend begleitet, und wir freuen uns auf die Einweihung." Ende des Jahres soll das gesamte Vorhaben abgeschlossen sein.

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