Fußball-Hessenliga

Hadamarer Schädelbrummen in Bayern

VON PATRICK JAHN

VON PATRICK JAHN

Nach der Niederlage beim FC Bayern Alzenau gilt es für den SV Rot-Weiß Hadamar, die richtigen Schlüsse zu ziehen und nächste Woche eine Reaktion zu zeigen. Regionalliga-Absteiger KSV Hessen Kassel hat das Derby beim FSC Lohfelden mit 2:0 für sich entschieden. Auch die beiden neuen Spielgemeinschaften waren siegreich: Die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz siegte beim KSV Baunatal mit 2:0, während der FC Gießen den SC Waldgirmes mit 1:0 bezwang. FC Bayern Alzenau – SV Rot-Weiß Hadamar 5:2 (3:2).Kopf war Trumpf, könnte man meinen. Nach nicht einmal einer Viertelstunde führte Hadamar mit 2:1 – alle drei Treffer waren per Kopf gefallen. Den Anfang hatten die Bayern gemacht, die nach einem langen Einwurf und der folgenden Kopfballverlängerung durch Patrick Kalata in Führung gegangen waren. Dann zeigte sich aber die außergewöhnliche Stärke der Fürstenstädter nach ruhenden Bällen. Zunächst unterlief Danilo Milosevic nach einer Ecke von Marius Löbig ein Eigentor (12.), nur 120 Sekunden später flankte Jann Bangert nach einer kurz ausgeführten Ecke auf den zweiten Pfosten, wo Markus Neugebauer mit Köpfchen vorlegte, und Neuzugang Oliver Pandov zum 1:2 einnickte (14.).

Es blieb auch im Anschluss vogelwild – im Übrigen nichts Neues, wenn diese beiden Teams aufeinandertreffen. Wieder war es eine Standardsituation, die für den Ausgleich sorgte, allerdings haderten die Fürstenstädter mit dem Schiedsrichter-Assistenten, der zur Verwunderung aller angezeigt hatte, dass das Spielgerät die Torlinie nach Patrick Kalatas Schuss aus dem Gewühl heraus überschritten haben soll (25.). Torchancen? – Fehlanzeige. Wenn, dann landete der Ball direkt im Netz. Kurz vor der Pause war die Elf von Angelo Barletta wieder an der Reihe. Und wie? Natürlich mit dem Kopf: Rico Kaiser hatte von der rechten Seite geflankt, Hedon Selishta den Schädel hingehalten – 3:2 (39.). Im zweiten Durchgang ging es munter weiter: Sekunden waren gespielt, da hätte der Unparteiische nach Foul an Mohamed Zouaoui auf Elfmeter entscheiden müssen, den anschließenden Gegenzug netzte Hedon Selishta nach Zuspiel von Francesco Calabrese zum 4:2 ein (46.). Den Rot-Weißen war folglich kein Glück vergönnt, denn sowohl Markus Neugebauer (53.), als auch Benjamin Kretschmer verpassten den Anschlusstreffer (60.).

Der FC Bayern zeigte sich da effektiver: Wieder hatte Rico Kaiser sehr sehenswert eine Flanke auf den zweiten Pfosten geschlagen, wo der überragende Hedon Selishta mit Flugkopfball die endgültige Entscheidung besorgte (68.). Hadamar steckte zwar nicht auf, doch die Platzherren wirkten immer selbstbewusster und erstickten die Hoffnungen der Kierdorf-Elf im Keim.

Dennoch täuschte das klare 5:2 am Ende ein wenig über den Spielverlauf hinweg, denn so klar war es beileibe nicht gewesen. Der Unterschied: Alzenau hatte einen „Knipser“ und traf öfter die richtigen Entscheidungen – Hadamar eben nicht.

Alzenau: Brao, Kaiser, Wörner (70. Schmitt), Calabrese, Ljubicic, Selishta (79. Hochstein), Kalata, Auer, Milosevic, Niesigk (84. Bari), Wilke – Hadamar: Hasselbach, Kuczok, Schraut (73. Mat. Neugebauer), Mar. Neugebauer, Zouaoui (50. Kretschmer), Zey, Rücker, Löbig, Herdering, Bangert (52. Noguchi), Pandov – SR: Carsten Dücker (Burghaun) – Tore: 1:0 Patrick Kalata (7.), 1:1 Danilo Milosevic (12., Eigentor), 1:2 Oliver Pandov (14.), 2:2 Patrick Kalata (25.), 3:2 (39.), 4:2 (46.), 5:2 (68.) alle Hedon Selishta – Zuschauer: 300.

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