Einweihungsfeier

Herzenbergschüler freuen sich über ihre neue Halle

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Bereits seit Anfang des Jahres turnen die Herzenbergschüler in ihrer neuen Sporthalle. Erst gestern aber war die offizielle Einweihung. Die Baukosten belaufen sich auf 1,225 Millionen Euro, 10 000 Euro unter der veranschlagten Summe, betonte Landrat Manfred Michel (CDU).

Rund 3000 Kubikmeter misst der Innenraum der neuen Turnhalle der Herzenbergschule; die Grundfläche erstreckt sich über etwa 350 Quadratmeter. Drei Einfamilienhäuser könnten darauf stehen, sagt Landrat Manfred Michel (CDU) gestern bei der feierlichen Eröffnung zu den Schülern, damit die sich die Dimension vorstellen können.

Allerdings dürfte die zeitliche Ausdehnung tatsächlich deren Vorstellungskraft sprengen. Denn immerhin lägen neun Jahre zwischen den ersten Gesprächen über eine neue Turnhalle der Herzenbergschule und deren Eröffnung, fasste Bürgermeister Michael Ruoff (CDU) die Entstehungsgeschichte des Gebäudes zusammen. In der Einschätzung von Melanie Müller hat die Planungsphase dagegen noch viel länger gedauert: Bereits vor rund 30 Jahren sei überlegt worden, wie und wo man sinnvoll Platz schafft für die Leibesertüchtigung der Kleinen, reimte die Konrektorin in einem kleinen Gedicht, das sie zur Einweihung gebastelt hat.

Die sensationellste Zeiteinheit bietet dennoch der Landrat. Als er als kleiner Junge in die Herzenbergschule gegangen sei, habe man in überhaupt keiner Halle, sondern bei Wind und Wetter auf dem Schulhof geturnt, erzählte er. Das ist jetzt anders. Auch die jahrelange Zwischenlösung, bei der die Schüler die alte Halle gegenüber des Schlosses benutzten, hat ausgedient. Zum Vorteil der Kinder, betonte Michel. Immerhin seien die sanitären Anlagen in der alten Halle „nicht so prickelnd“ gewesen, und „es war auch immer ein Weg zurückzulegen“. Und der ist jetzt auf „nur wenige Meter zusammengeschnurrt und damit eine Verbesserung für alle“, betonte er.

Und damit das Schmuckstück, das einen Teil des Schulhofs einnimmt, möglichst lange sauber und adrett bleibt, forderte er die etwa 260 Schüler aus der Stadt und die aus den angegliederten Außenstellen in Steinbach und Niederhadamar auf, die Halle „ordentlich zu pflegen“, Filzstifte in der Tasche stecken zu lassen und nichts zu beschädigen. „Dann habt Ihr Spaß mit der Halle – und der Landkreis auch!“

Besonderen Spaß am gesamten Schulensemble hat auch die Stadt Hadamar und deren Bürgermeister Ruoff: Die Verwaltung befinde sich in Rufnähe der Schule, weshalb er die regelmäßigen Schulhofansprachen von Herzenberg-Rektorin Nicole Reeh stets aufmerksam mitverfolge und an diesem Tag mit besonderem Vergnügen davon berichtete. Er beglückwünsche die Schule zu ihrer neuen Turnhalle, an deren Errichtung auch die

Stadt beteiligt

war. 47 000 Euro hat sie für die alte Turnhalle gezahlt und für die neue einen Baukostenzuschuss von 103 000 Euro gewährt. Insgesamt belaufen sich die Baukosten auf 1,225 Millionen Euro, 10 000 Euro unter der veranschlagten Summe

Die Kinder staunten artig über die Zahlen. Echte Begeisterung aber löste das Geschenk aus dem Rathaus aus. Eine große Kiste voll bunter Bälle hatte der Bürgermeister mitgebracht. Die flogen durch die Halle, die zu diesem Zeitpunkt längst von den Kindern, von Schulleitung und Kollegium, vom betreuenden Architekturbüro Kloft und Jakobs, von Michael Duchscherer und Thomas Uecker, den Vertretern der katholischen und evangelischen Kirche, und von den Kommunalpolitikern aus Stadt und Kreis feierlich eröffnet worden war.

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