Fußball

Die Jagd ist eröffnet – und das in Bayern

Am morgigen Samstag startet für den SV Rot-Weiß Hadamar die Fußball-Hessenliga-Saison 2018/2019. Zum Auftakt hätte es zweifelsfrei einfacher kommen können: Beim letztjährigen Regionalliga-Aufstiegsrunden-Teilnehmer FC Bayern Alzenau trifft die Truppe von Trainer Torsten Kierdorf um 18 Uhr auf einen Gegner, der einen Umbruch hinter sich hat.

Recht zufrieden blickt Torsten Kierdorf auf das erste Pflichtspiel im Hessenpokal-Wettbewerb (4:2 gegen Türk Gücü Friedberg) vom letzten Samstag zurück: „Über die gesamte Spielzeit betrachtet, war das sehr ordentlich von meiner Mannschaft. Den Anfang hatten wir verschlafen, danach das Spiel aber beherrscht, vier Tore gemacht und letztlich den 4:2-Sieg solide nach Hause gebracht.“

Jetzt aber rollt endlich der Ball auch wieder in der Hessenliga, und zum Auftakt geht es beim FC Bayern Alzenau direkt um eine Standortbestimmung. Die Elf von Trainer und Ex-Profi Angelo Barletta hatte bekanntlich den Sprung in die Regionalliga knapp verpasst und zudem im Sommer bei acht Zu- und neun Abgängen einen Umbruch zu verkraften. Vor allem wichtige Spieler wie Can Özer, Anthony Wade, Aret Demir, Dominique Jourdan, Christopher Krause, Kristijan Bejic oder Elias Niesigk sind nicht mehr mit dabei.

Als „Königstransfer“ durften die „kleinen Bayern“ allerdings mit Kreso Ljubicic vom Schweizer Zweitligisten FC Winterthur einen gestandenen und ebenso für die Hessenliga überragenden „Sechser“ begrüßen. Auch die Vorbereitungsspiele gegen den FSV Frankfurt (1:2) oder Rot-Weiss Frankfurt (5:0) verliefen für den FCB zufriedenstellend. Torsten Kierdorf ist sich sicher, dass der Kontrahent wieder in der oberen Tabellenregion mitspielen wird: „Ich denke, dass sie am Ende unter den ersten Vier landen. Torjäger Salvatore Bari ist nach langer Verletzung wieder im Kader, zudem haben sie viele junge Talente aus Frankfurter U-Mannschaften geholt, die ihnen sicher weiterhelfen werden. Für uns wird das zum Auftakt direkt eine ganz harte Nummer.“

Verstecken will und wird sich Rot-Weiß aber keinesfalls, denn auch die Fürstenstädter sind gut drauf und brennen auf den Start. „Wir müssen versuchen, das gewonnene Selbstvertrauen aus dem Hessenpokal für das Spiel mitzunehmen. Dass wir alle an unsere Grenzen gehen und mutig nach vorne spielen wollen, versteht sich von selbst. Die Mannschaft muss versuchen, das Erarbeitete umzusetzen, das wollen wir auch auswärts schaffen“, hofft Kierdorf. Alzenau, das der Trainer „auf unserem Level“ sieht, hat auf eigenem Platz gegen die Fürstenstädter noch nie verloren, auch wenn schon einige „wilde“ Spiele dabei waren. Diese Serie soll nach dem Geschmack der Hadamarer morgen Abend natürlich enden, auch wenn Torsten Kierdorf sagt: „Ziel ist es ganz klar, dort zu punkten. Ob es am Ende einer oder drei Zähler sind, ist nicht so entscheidend. Dennoch spielen wir auf Sieg.“

Aus personeller Sicht hat Torsten Kierdorf das Luxusproblem, Spieler für die Partie streichen zu müssen. Und das, obwohl mit den Langzeitverletzten – Christopher Strauch, Niklas Kern, Nicolai Dörnte, Robin Böcher – und dem noch gesperrten David Sembene ohnehin fünf Spieler fehlen. Auch Neuzugang Christian Jindra wird nach seinen Leistenproblemen nicht mitwirken können, Jerome Zey nach seiner Sperre hingegen schon. Aufgrund der zu erwartenden Hitze haben sich beide Vereine auf die Anstoßzeit von 18 Uhr geeinigt. Die Weichen sind gestellt, ab sofort geht es ans Eingemachte.

Freitag:

VFB Ginsheim - SC Vikt. Griesheim 19.00

KSV Baunatal - SG Fulda-Lehnerz 19.30

FC Eddersheim - Spvgg. Neu-Isenb. 19.30

Samstag:

FSC Lohfelden - KSV Hessen Kassel 15.00

FC Gießen - SC Waldgirmes 15.00

Hünfelder SV - SV Buchonia Flieden 17.00

FC Bay. Alzenau - SV RW Hadamar 18.00

Sonntag:

Türk Gücü Friedberg - FV Bad Vilbel 18.00

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