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Susanne Piwecki vom Nabu Hadamar zeigte den Schülerinnen, worauf es ankommt, damit Pflanzen gut wachsen und ihre Pracht entfalten.

Naturnaher Lebensraum in der Schule

Im Rahmen des Aktionstages der Fürst-Johann-Ludwig-Schule (FJLS) Hadamar bepflanzte der Nabu Hadamar gemeinsam mit Schülern den schattigen Innenhof.

Im Rahmen des Aktionstages der Fürst-Johann-Ludwig-Schule (FJLS) Hadamar bepflanzte der Nabu Hadamar gemeinsam mit Schülern den schattigen Innenhof. Sie leisten damit einen Beitrag zur Biodiversitätsstrategie.

Die Biodiversität oder auch biologische Vielfalt beschreibt den Reichtum an Pflanzen und Tieren, die vielfältigen Lebensräume sowie die genetische Vielfalt innerhalb einer Art. Arbeiten im Rahmen der Biodiversität streben danach, diesen Reichtum für zukünftige Generationen zu bewahren. Die Fürst-Johann-Ludwig-Schule als Initiator möchte zum Artenerhalt beitragen und gleichzeitig für alle Schüler, Lehrkräfte und Angehörigen der Schulgemeinde eine Oase der Erholung und des Ausgleiches inmitten der Schule entstehen lassen. Mit diesem Gedanken entstand das Projekt der Umgestaltung des innenliegenden Schulhofs zu einem naturnahen Lebensraumes mitten zwischen Beton und Glas. Unterstützung für dieses Projekt fand die Schule beim Nabu Hadamarer, der die Beratung und Planung über die auszubringenden Pflanzen für die Schule übernahm und bei der Umgestaltung mithalf.

Der schattige Innenhof fristet seit Jahren ein sehr tristes Dasein. Wenig Sonne erreicht den Platz, in den angelegten Pflanzenbeeten wuchs schon lange nichts mehr und insgesamt wirkte der Hof, der von allen Seiten einzusehen ist, wenig einladend. Daher wählte Susanne Piwecki, stellvertretende Vorsitzende vom Nabu Hadamar, Pflanzen aus, die in schattigen Gebieten wachsen und keinen hohen Nährstoffbedarf haben. Alle eingesetzten Pflanzen sind reine Wildpflanzen. In Zukunft finden sich auf dem Gelände Waldmeister, schwarze Johannisbeere oder Wald-Ziest. Die Blumenbeete füllten die Helfer mit nährstoffarmem Boden auf, damit kein Unkraut die Pflanzen überwuchert.

Piwecki gab viel aus ihrem großen Erfahrungsschatz weiter. Sie ließ die Schüler mitentscheiden, wie die Pflanzen gesetzt werden könnten, begründete aber auch, wenn sie manche Wünsche nicht umsetzte: „Ich weiß, wie es aussieht, wenn es gewachsen ist.“ Die Schüler waren sehr wissbegierig und stellten viele Fragen. Susanne Piwecki sieht in diesem Projekt die Chance, den Kindern einen direkten Bezug zur Natur zu geben.

Daher ist ihr Beitrag mit dem Bepflanzen des Schulhofes nicht getan. Mit dem neuen Schuljahr möchte sie mit den Lehrern den naturnahen Lebensraum besprechen und wie er zukünftig gepflegt werden soll. Sie legt großen Wert darauf, dass die Schüler bei der Pflege mit einbezogen werden, damit sie diesen Bereich wertschätzen. Eine Einbeziehung in den naturkundlichen Unterricht sei ebenso denkbar, so Piwecki. Neben den Anpflanzungen bekamen die Sitzbänke einen neuen Anstrich und es sollen auch noch weitere Sitzmöglichkeiten geschaffen werden.

Zur Finanzierung des Projektes freute sich der Förderverein der Schule bereits über eine Spende des Vereins der Ehemaligen sowie über eine Spende aller Abschlussjahrgänge der Schule. Damit ist das Projekt jedoch noch nicht vollständig finanziert. Daher sucht der Förderverein nun „FürstPflanzen-Paten“. Dies können die Klassen sein, aber auch Gruppen oder Einzelpersonen. Dieser naturnahe Lebensraum werte das Gesamtbild der Schule auf lange Sicht auf und stehe der gesamten Schulgemeinde zur Verfügung, so Birgit Weber vom Förderverein. lh

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