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Noch herrscht gähnende leere auf der Baustelle. Vitos Hadamar will hier für rund 19 Millionen Euro einen Neubau für die Psychiatrie errichten.

Vitos-Kliniken

Neubau für 100 Psychiatrie-Patienten

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Zwei ehemaligen Vitos-Häuser wurden in Trümmer gelegt für einen modernen, rund 19 Millionen teuren Neubau. Läuft alles nach Plan, dann kann das Klinikgebäude Ende 2019 bezogen werden. Untergebracht werden sollen hier 100 Patienten aus der Psychiatrie.

Die Daten für das rund 19 Millionen Euro teure Bauprojekt sind beeindruckend: 100 Meter lang, 26 Meter breit und zehn Meter hoch soll das neue Gebäude für die Psychiatrie-Patienten der Vitos-Klinik messen; die Nutzfläche des Neubaus liegt bei rund 3900 Quadratmetern. Die Baustelle gegenüber Haus 1, dem Verwaltungsgebäude der Kliniken, erstreckt sich über rund 4400 Quadratmeter. Es ist jene Fläche, auf der ursprünglich drei in den 1970er Jahren errichtete Häuser nebeneinander standen. Zwei davon, die Forensik mit 140 Bewohnern und die für 85 Patienten ausgelegte Psychiatrie, wurden bereits im vergangenen Jahr abgerissen und zu recyclebarem Material geschreddert, zu einer Steinhalde mit einem Volumen von knapp 5000 Kubikmetern. Wollte man diese Menge bewegen, wären hierfür etwa 180 Lkw-Ladungen nötig, sagt Vitos-Sprecherin Susanne Rosa.

Tatsächlich dienen die zerkleinerten Trümmer als Füllmaterial für das Baufeld, sagt Klaus Reichwein, Technischer Leiter bei den Vitos-Kliniken. An den äußeren Rändern der Fläche kann man derzeit zwei Bruchsteinmauern besichtigen, die Patienten im Rahmen einer therapeutischen Maßnahme vor mehr als 15 Jahren aufgeschichtet haben, berichtet Reichwein. Ob beide Mauern allerdings vollständig erhalten bleiben können, sei derzeit ungewiss. Fest steht derzeit dagegen, dass die Bauarbeiten „im Plan“ sind, sagt der Technische Leiter. Nach der Vorbereitung des Baufeldes soll im zweiten Quartal dieses Jahres mit den Rohbauarbeiten begonnen werden. Die Fertigstellung der neuen Psychiatrie und der Bezug ist für Ende 2019 geplant. 100 Patienten können hier behandelt werden.

Notwendig geworden war die 2015 beschlossene Baumaßnahme, weil man die Gebäudestruktur nach den therapeutischen Erfordernissen ausrichten und nicht wie in den Vergangenheit die Therapie in die räumlichen Gegebenheiten einpassen wollte, fasst Rosa zusammen. Außerdem „weisen die Bauten zum Teil eine schlechte Gebäudesubstanz auf. Ein Neubau ist erforderlich, um die Klinik patientenorientierter und wirtschaftlicher betreiben zu können.“

Dass der Neubau eine Investition in die Zukunft ist, beweise nicht nur die finanzielle Dimension der Maßnahme. Vielmehr könne man davon ausgehen, „wer so baut, setzt langfristig auf den Standort“, sagt Unternehmenssprecherin Rosa. So sei denn auch das Raumkonzept zukunftsweisend. Es sieht vor, dass alle zur Klinik gehörenden Bereiche in einem Gebäude untergebracht sind.“ In dem Neubau sollen Patienten und Mitarbeiter kurze Wege haben, möglichst viele Bereiche sollen zentralisiert werden. Büro- und Therapieräume werden laut Bauplan im Erdgeschoss untergebracht. Ebenfalls im Neubau etabliert werden sollen die Institutsambulanz sowie Aufenthalts- und Patientenzimmer. Helle Innenhöfe und eine Cafeteria werden ebenfalls eingerichtet, damit Patienten beispielsweise ihre Besucher nicht ausschließlich in den ehemalige Klosterräumen bei der Aegidienkirche empfangen müssen, erklärt Susanne Rosa.

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