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Mit vollem Körpereinsatz kämpfen hier Marius Löbig (Hadamar, links) und Silvio Penava (Türk Gücü Friedberg) um den Ball. Ganz fair ist die Attacke des Friedbergers sicher nicht.

Rot-Weiß: Alles Böttler oder was?

In der Fußball-Hessenliga bleibt Aufsteiger Türk Gücü Friedberg auswärts ohne Punkt: Beim SV Rot-Weiß Hadamar setzte es eine 2:4-Niederlage. Die Fürstenstädter verbesserten sich in der Tabelle dadurch auf Platz acht.

An der Tabellenspitze der Hessenliga hat der FC Bayern Alzenau den Rückstand auf den spielfreien Spitzenreiter FC Gießen durch ein 4:3 bei Buchonia Flieden auf drei Zähler verkürzt. Am Tabellenende bliebt Viktoria Griesheim, das beim FC Barockstadt Fulda-Lehnerz mit 1:4 verlor.

SV Rot-Weiß Hadamar – Türk Gücü Friedberg 4:2 (2:1). Das Spiel begann mit einem Paukenschlag, als Jonas Herdering einen Pass von der Grundlinie Steffen Rückers zu Yves Böttler weiterleitete, der ins rechte Eck zum frühen 1:0 traf (4.). Nicht nur diese Szene war ein Beleg dafür, dass beide Defensivreihen nicht unbedingt ihren besten Tag hatten. Auch auf der Gegenseite hätte es klingeln können, als Mirko Dimter das Spielgerät leichtfertig herschenkte, Silvio Penava geflankt hatte, und Michael Kohnke an Christopher Strauch scheiterte (8.).

Dann waren aber wieder die Platzherren an der Reihe, doch beide Male durfte sich TG-Keeper Vladan Grbovic auszeichnen: Zunächst parierte er einen Böttler-Kopfball (11.), knapp zehn Minuten später entschärfte er sogar den Strafstoß des Torjägers (20.), nachdem Jann Bangert von Sebastian Bartel im Strafraum zu Fall gebracht worden war.

Apropos Strafstoß: Einen solchen hätten auch die Gäste bekommen können, als Yves Böttler den „Schlappen“ gegen Jonatan Tesfaldet draufgehalten hatte (23.). Es blieb munter, denn Jonas Herdering versäumte nach starker Vorarbeit von Jann Bangert das sicher geglaubte 2:0 (28.).

Wie es besser geht, zeigte der Liga-Neuling wenig später auf der anderen Seite, als Abdussamed Gürsoy einen Schritt schneller als Mirko Dimter war und kompromisslos in die kurze Ecke zum 1:1 abschloss (33.). Nur vier Zeigerumdrehungen danach lieferte Türk Gücü im Defensivverhalten allerdings den Beweis dafür, dass es so in dieser Spielklasse nicht funktionieren wird: Jonas Herdering lupfte den Ball in den Strafraum, wo Yves Böttler ohne große Bedrängnis zur erneuten Führung einschoss (37.).

Friedberg zeigte nach Wiederbeginn aber, dass mit ihm noch zu rechnen sein würde. Hadamar hatte kaum noch Zugriff auf das Geschehen, während die Gäste mit ihren technisch guten Akteuren auch optisch überlegen waren. Die dickste Chance zum Ausgleich vergab Silvio Penava, als sein Kopfball nach Gürsoy-Flanke an den Pfosten klatschte (55.). Rot-Weiß, das sich auch im Spiel nach vorne zu viele Ballverluste leistete, verfügt aber aktuell über einen Spieler, der eben ab und an den Unterschied machen kann. Nachdem Jann Bangert noch an Torwart Grbovic gescheitert war, köpfte Yves Böttler die Kugel zum vorentscheidenden 3:1 ein (70.). Als Jann Bangert nach Zuspiel von Jerome Zey das 4:1 besorgte (75.), war die Messe gelesen.

Daran änderte schließlich auch Mirko Dimters Kopfball-Eigentor nach einem Freistoß nichts mehr (80.).

Hadamar: Strauch, Dimter, Schraut, Mar. Neugebauer, Kröner, Böttler, Rücker, Löbig (61. Zey), Herdering (87. Zouaoui), Bangert, Pandov (67. Kuczok) – Friedberg: Grbovic, Takahashi, Smisek, Tesfaldet (81. Vranesevic), Erdogan, Effiong, Kohnke, Gürsoy, Penava (68. Akkus Rodriguez), Bartel, Toskovic (81. Osman) – SR: Wecht (Heppenheim). – Zuschauer: 200. – Tore: 1:0 Yves Böttler (4.), 1:1 Abdussamed Gürsoy (33.), 2:1 Böttler (37.), 3:1 Böttler (70.), 4:1 Jann Bangert (75.), 4:2 Mirko Dimter (80., Eigentor).

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