Kevin Krieger (Hünfelder SV, links) und Iddris Sedy (Hadamar) im Kampf um den Ball.
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Kevin Krieger (Hünfelder SV, links) und Iddris Sedy (Hadamar) im Kampf um den Ball.

Fußball-Hessenliga

Rot-Weiß nicht giftig genug

Schwacher SV Hadamar unterliegt dem Hünfelder SV mit 0:2

Hadamar -In der Fußball-Hessenliga hat es der SV Rot-Weiß Hadamar nicht geschafft, den 2:0-Derbysieg gegen Dietkirchen von letztem Mittwoch zu veredeln. Gegen den bis dato sieglosen Hünfelder SV setzte es eine 0:2-Pleite.

SV Rot-Weiß Hadamar - Hünfelder SV 0:2 (0:0).Irgendwie war von der ersten Minute an zu spüren, dass die Fürstenstädter nicht ins Spiel kamen. Der seifige Untergrund sorgte dafür, dass etliche Bälle versprangen und zu keiner Zeit ein richtiger Spielfluss aufkam. Kampf war Trumpf, und was das anging, war der HSV mit Vorteilen ausgestattet. Torchancen waren auf beiden Seiten jeweils doppelt vorhanden - die der Osthessen, die bei einigen engen Abseitsentscheidungen auch Pech hatten, wirkten aber gefährlicher.

Nach zehn Minuten war es Kevin Krieger, der nach Zuspiel von Marcel Dücker freistehend an Leon Hasselbach scheiterte. Sechs Minuten vor der Pause war erneut Dücker der Vorlagengeber, doch Maximilian Fröhlich hatte mit dem Querpass und dem folgenden Abschluss Probleme. Auf der anderen Seite hatte Jason Schäfer eine Flanke von Matthias Neugebauer relativ unbedrängt in den regnerischen Himmel gejagt (15.), ehe Jacob Pistor auf Vorarbeit Schäfers nach einem Gestocher am Pfosten scheiterte und den Nachschuss über den Kasten setzte (30.).

Wer hoffte, Hadamar würde sich im zweiten Durchgang steigern, wurde bitter enttäuscht - im Gegenteil: Die Leistung der Rot-Weißen wurde zunehmend schlechter, und die Stammtischparole: "Die können noch zwei Stunden spielen und schießen kein Tor", sollte zutreffen. Ganz anders Hünfeld, das einfach giftiger, galliger und schlichtweg williger war. Hatte André Vogt mit einem "Flatterschuss" aus 18 Metern noch Pech (48.), so nutzte Julian Rohde bald darauf einen Querpass Kevin Kriegers zum 0:1 (53.). Zwar wurde es auf Hadamarer Seite fortan zumindest etwas besser, der durchaus mögliche Ausgleich wäre jedoch nicht verdient gewesen. Die dickste Gelegenheit hierzu versiebte Jacob Pistor völlig freistehend nach Kopfball-Ablage Marian Dillmanns (70.). Spätestens, als André Vogt mit einem abgefälschten Freistoß ins kurze Eck auf 0:2 erhöhte (78.), war die Messe gelesen. Daran änderte auch die Gelb-Rote Karte gegen Franz Faulstich nichts mehr (86.).

"So wie das Wetter war, so haben wir auch gespielt. Wir haben nicht dagegengehalten, und wir hätten wissen müssen, dass wir das gegen solch eine Mannschaft hätten tun müssen. Die Jungs hatten einen rabenschwarzen Tag, und Hünfelds Sieg war demnach auch absolut verdient. Wir müssen das Spiel schnell abhaken", meinte der Hadamarer Trainer Stefan Kühne nach Spielende.

Hadamar:Hasselbach, Mar. Neugebauer, Teller (72. Üzer), Pistor, Schäfer, Velemir (59. Kittel), Rücker, Dillmann, Basmaci (59. Sedy), Herdering, Mat. Neugebauer - Hünfeld:Brunner, Faulstich, Dücker, Vogt, Rohde (75. Vogler), Fröhlich (88. J. Budenz), Krieger (64. Sternstein), Witzel, Gadermann, L. Budenz, Reith - SR:Florian Tesch (Groß-Zimmern) - Gelb-Rot:Franz Faulstich (H./86./wiederholtes Foulspiel) - Tore:0:1 Julian Rohde (53.), 0:2 André Vogt (78.) - Zuschauer:150.

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