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Nur durch ein Foul kann Hadamars Patrick Kuczok den Gießener Damjan Marceta stoppen. Foto: Häring

Fußball-Hessenliga

Rot-Weiß verkauft sich teuer

Der Tabellenführer zeigte an der Faulbacher Straße, warum er ganz oben steht: Die Mannschaft von Daniyel Cimen ging abgezockt, technisch stark, ballsicher und mit sehr hohem Tempo zu Werke. Was sollte der SV Rot-Weiß Hadamar da groß machen?

Der Tabellenführer zeigte an der Faulbacher Straße, warum er ganz oben steht: Die Mannschaft von Daniyel Cimen ging abgezockt, technisch stark, ballsicher und mit sehr hohem Tempo zu Werke. Was sollte der SV Rot-Weiß Hadamar da groß machen?

SV Rot-Weiß Hadamar – FC Gießen 1:3 (0:1). Die Rot-Weißen taten, was ihnen möglich war, standen hinten kompakt und lauerten auf Fehler der Gießener. Dumm nur, dass die kaum welche machten. Dennoch kamen die Fürstenstädter recht gut ins Spiel. Markus Neugebauer – er stand erstmals mit seinen Brüdern Simon und Matthias gemeinsam in einem Hessenliga-Spiel auf dem Platz – bediente Jann Bangert per Steilpass, doch der zielte knapp rechts vorbei (5.). Auf der Gegenseite kam Kevin Nennhuber nach Kara-Freistoß frei zum Kopfball – kein Problem für Leon Hasselbach im SV-Tor.

Die Jungs von Torsten Kierdorf machten ihre Sache über weite Strecken gut. Was sie nicht gut machten: Nach der Balleroberung ging das Spielgerät meist viel zu schnell wieder verloren. Und dann passierte es: Der Pass von Michael Fink eine Augenweide, Johannes Hofmann erläuft den Ball halblinks im Strafraum, in der Mitte ist Damjan Marceta anspielbereit, der legt ab auf Cem Kara: 0:1 (27.). Klasse gemacht und viel zu schnell für die Hadamarer, die ihr Heil  darin suchen mussten, Nadelstiche zu setzen. Den richtigen Nerv trafen sie beim FC zunächst allerdings nicht.

Einen heftigen Hieb verpassten die Rot-Weißen dem Klassenprimus allerdings nach einer knappen Stunde. Stark aus der Kabine gekommen und nach dicken Möglichkeiten für Jann Bangert (49.) und Tristan Burggraf (50.), hieß es nämlich plötzlich 1:1, als Jonas Herderings Freistoß aus dem Halbfeld bei Patrick Kuczok landete und dieser zum Ausgleich ins lange Eck köpfte. „Was geht denn hier ab?“, fragten sich viele Zuschauer auf den Rängen. Lange freuen durften sie sich indes nicht, denn wenig später rückte Damjan Marceta per Kopf die Verhältnisse wieder gerade (66.) – aber nur, was den Zwischenstand anging, denn die Rot-Weißen hatten sich den Gleichstand bis dahin redlich verdient. Der FCG hingegen hatte bis zum Führungstreffer im zweiten Durchgang kaum eine Offensivaktion gezeigt. Marceta hätte auf Antonaci-Vorlage sogar noch erhöhen können (69.), aber Leon Hasselbach klärte mit dem Fuß. Einen lichten Moment hatten die Gießener noch, als Johannes Hofmann auf Kara passte, dieser nur noch Hasselbach vor sich hatte und den Keeper zum Endstand überwand. Aufgrund der starken zweiten Halbzeit hatte der SVH eigentlich einen Punkt verdient.

Hadamar: Hasselbach, Kuczok, Schraut (83. Pandov), Markus Neugebauer, Zouaoui, Zey, Kretschmer (46. Burggraf), Herdering, Bangert, Matthias Neugebauer, Simon Neugebauer (70. Noguchi) – Gießen: Sahin, Nennhuber, Hofmann, Mukasa (60. Müller), Kara (88. Korzuschek), Koyuncu (46. Cecen), Fink, Marceta, Spang, Antonaci, Koutny – SR: Vogel (VfB Unterliederbach) – Tore: 0:1 Cem Kara (27.), 1:1 Patrick Kuczok (58.), 1:2 Damjan Marceta (66.), 1:3 Cem Kara (85.) – Zuschauer: 650.

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