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Yves Böttler (RW Hadamar). Foto: Tom Klein

Ein Sieg – und der Kopf ist aus der Schlinge

In der Fußball-Hessenliga könnte der SV Rot-Weiß Hadamar am Samstagnachmittag, 15 Uhr, im Heimspiel gegen Türk Gücü Friedberg den dritten Sieg in Serie feiern.

Durch das 2:0 bei Viktoria Griesheim hat der SV Hadamar am letzten Wochenende erstmals in dieser Saison die Abstiegsplätze verlassen. Zwar hatten die Fürstenstädter vergangene Woche alles andere als eine Glanzleistung geliefert, gegen erschreckend schwache Griesheimer reichte es aber dennoch relativ problemlos für den zweiten Sieg in Folge. Unter der Woche erledigte die Mannschaft von Trainer Torsten Kierdorf zudem die Aufgabe in der 2. Runde des Kreispokal-Wettbewerbs beim B-Ligisten SV Wilsenroth glanzlos mit 4:1. Seit dem Abpfiff dieser Partie liegt der Fokus aber auf dem nächsten Gegner, Türk Gücü Friedberg.

Ende Juli hatten sich beide Kontrahenten zum Saisonauftakt in der 1. Runde des Hessenpokal-Wettbewerbs getroffen. Damals gewannen die Rot-Weißen trotz einiger Anlaufschwierigkeiten mit 4:2. Für Torsten Kierdorf ist dieses Spiel aber so gar kein Maßstab für Samstag: „Morgen treten zwei ganz andere Mannschaften gegeneinander an. Zwar gehe ich davon aus, dass sie unverändert in ihrem 3-4-3-System spielen, Toptorjäger Younes Bahssou war im ersten Aufeinandertreffen aber beispielsweise nicht mit dabei.“ Und alleine dieser Akteur kann bekanntlich den Unterschied machen. Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass der Aufsteiger als Tabellen-Vierzehnter aller Voraussicht nach um den Klassenerhalt kämpfen muss, sind elf Tore für den Stürmer schon ein großartiger Wert. Vor allem, wenn man bedenkt, dass Türk Gücü insgesamt nur 14 „Buden“ erzielt hat.

Torsten Kierdorf weiß natürlich worauf es morgen ankommen wird: „Wir müssen in der Defensive sicher stehen und versuchen, Younes Bahssou bestmöglich auszuschalten.“ Zudem warnt der Trainer vor dem gefährlichen und durchaus gefürchteten Umschaltspiel der Friedberger: „Das machen sie richtig gut. Wir müssen aufpassen, dass wir nicht ausgekontert werden, denn das ist eine große Qualität dieser Mannschaft.“

Von seiner eigenen Elf erwartet der Übungsleiter vor allem wieder Mut im Spiel nach vorne: „Auch wenn die Partie eine Herausforderung für uns wird, wollen wir den Gegner unter Druck setzen und uns einige Torchancen erspielen.“ Auch die Tatsache, dass das auswärts noch punktlose Türk Gücü ein gewisses Risiko im Aufbauspiel betreibt, könnte den Rot-Weißen in die Karten spielen. Das weiß auch Kierdorf: „Wir wollen und brauchen Ball-Eroberungen. Es liegt uns eigentlich, gegen Dreierketten zu spielen.“

Wie dem auch sei, der Coach ist sich sicher, dass sein Team alleine entscheiden wird, ob es das Duell gegen einen Gegner, der spielerisch stark und torgefährlich ist, gewinnt oder eben nicht: „Es liegt einzig und alleine an uns. Wenn wir weniger Fehler machen und das abrufen, was wir können, holen wir die drei Punkte.“

Es wäre der dritte Sieg in Serie – und damit wohl auch das Ende aller Befürchtungen, die vor einigen Wochen noch über der Fürstenstadt kreisten.

Samstag: Hessen Kassel - VfB Ginsheim 15.00

SC Waldgirmes - FV Bad Vilbel 15.00

SGB Fulda-Lehnerz - Viktoria Griesheim 15.00

SV RW Hadamar - Türk Gücü Friedberg 15.00

FC Ederbergland - FSC Lohfelden 15.00

Buchonia Flieden - Bayern Alzenau 15.00

Spvgg. Neu-Isenburg - KSV Baunatal 15.00

Sonntag:

FC Eddersheim - Hünfelder SV 15.30

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