1. Startseite
  2. Region
  3. Limburg-Weilburg
  4. Hadamar

Die Spieler haben verstanden

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

?Noch Fragen?? Jonas Herdering vom siegreichen SV Rot-Weiß Hadamar.
?Noch Fragen?? Jonas Herdering vom siegreichen SV Rot-Weiß Hadamar. © Thomas Klein (Sportfoto Klein)

In der Fußball-Hessenliga hat der SV Rot-Weiß Hadamar sein Richtung weisendes Auswärtsspiel beim FSC Lohfelden trotz zwischenzeitlichen Rückstandes mit 3:1 gewonnen und sich damit auf Tabellenplatz fünf verbessert.

Nach seinem Sieg im Nachholspiel am vergangenen Mittwoch sowie dem 5:3-Auswärtssieg beim SV Steinbach ist der SC Hessen Dreieich neuer Tabellenführer der Fußball-Hessenliga – und das mit sechs Siegen nach sechs Spielen. Dahinter folgt der TSV Lehnerz mit 17 Punkten (4:2 gegen Rot-Weiss Darmstadt), der ebenfalls noch ohne Niederlage ist. Und auch Eintracht Stadtallendorf, das beim 2:1 für die erste Niederlage Rot-Weiss Frankfurts sorgte, nistet sich als Dritter oben ein. Schlusslicht bleibt Urberach mit einem Punkt und einem Tor.

FSC Lohfelden – SV Rot-Weiß Hadamar 1:3 (1:1). Rot-Weiß-Coach Florian Dempewolf hatte im Vergleich zur Vorwoche drei Änderungen vorgenommen: Während Robin Böcher und Alexander Schraut auf der Bank Platz nehmen mussten, und Michael Schmitz kurzfristig ausgefallen war, rückten Patrick Kuczok, Steffen Rücker und Markus Neugebauer in die Startformation. Der erste Abschnitt hatte wenig Atemberaubendes zu bieten. Das lag mitunter daran, dass die beiden Defensivreihen recht gute Arbeit leisteten. Vor allem die Hadamarer waren aber einmal nicht auf der Höhe, als ein langer Ball FSC-Stürmer Lukas Iksal erreichte, der das Leder eigentlich schon vertändelt hatte, um wenig später den Elfmeter gegen Patrick Kuczok zu ziehen. Der Pfiff des Unparteiischen ging in Ordnung, und Serdar Bayrak erwies sich vom Punkt aus gewohnt sicher – 1:0 (26.). Wenig später musste Hadamars Torwart Leon Hasselbach noch einmal auf der Hut sein, als er einen Flachschuss von Jannik Weingarten parierte (36.). Von Hadamar war in der Offensive bis kurz vor der Pause wenig zu sehen, weil zum einen der Spielaufbau Probleme bereitete, zum anderen die Bälle vorne zu wenig gehalten wurden. Dann aber stand es plötzlich 1:1: Jonas Herdering hatte einen Freistoß Richtung Torwarteck gezogen, Schlussmann André Schreiber klatschte nur ab, und Jura Gros, der goldrichtig stand, staubte zum Ausgleich ab (42.).

Im zweiten Abschnitt der SVH dann vieles besser, musste lediglich bei einem Lohfeldener Distanzschuss, der über die Latte strich, die Luft anhalten (48.), war aber fortan Herr im Haus. Hadamar hatte deutlich mehr vom Spiel, war in Sachen Ballbesitz und Spielanteile klar überlegen und wurde belohnt: Nach einer guten Stunde bereitete Baris Özdemir, der zuvor noch einen Widersacher hatte aussteigen lassen, mustergültig per Flanke vor, und Jura Gros nickte am zweiten Pfosten lauernd zur erstmaligen Führung ein (61.). Wenig später hätte der bärenstarke Markus Neugebauer bereits nach Zuspiel von Lukas Haubrich das dritte Tor nachlegen können, der Schuss ging jedoch knapp rechts vorbei (66.). Und doch waren es die beiden gleichen Hauptdarsteller, die für die Entscheidung sorgten: Haubrich ließ zwei Gegenspieler alt aussehen, bediente Markus Neugebauer, der im Eins-gegen-Eins Torhüter André Schreiber verladen hatte – 1:3 (69.), die Messe war gelesen. Hadamar lag komfortabel vorne und hätte durch Baris Özdemir und den einen oder anderen Konter gar noch erhöhen können; es blieb letztlich jedoch beim verdienten 3:1-Auswärtssieg einer Hadamarer Mannschaft, die geschlossen stark agierte und die Forderung ihres Trainers zu weiten Teilen umgesetzt hatte.

Lohfelden: Schreiber, Pavic, Keßebohm, Latifi, Ulusoy, Schneider (63. Kühne), Blahout, Bayrak, Weingarten, Meuser, Iksal – Hadamar: Hasselbach, Kuczok, Horz, Neugebauer, Gros (85. Kitano), Özdemir (89. Sembene), Kretschmer, Rücker, Rademacher (90. Böcher), Herdering, Haubrich – SR: Lübberstedt (TSV Lehnerz) – Tore: 1:0 Serdar Bayrak (26., Foulelfmeter), 1:1 (42.), 1:2 (61.) beide Jura Gros, 1:3 Markus Neugebauer (69.) – Zuschauer: 250.  

Auch interessant

Kommentare