In dieser Szene setzt sich Hadamars Michael Schmitz (links) gegen Dominik Völk durch.
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In dieser Szene setzt sich Hadamars Michael Schmitz (links) gegen Dominik Völk durch.

Fußball-Hessenliga

Am 6. Spieltag ist's passiert

In der Fußball-Hessenliga hat der SV Rot-Weiß Hadamar seine erste Niederlage kassiert. Eine schwache zweite Halbzeit sorgte für ein 0:2 gegen Eintracht Stadtallendorf. Spitzenreiter bleibt der TSV Lehnerz, der bei Viktoria Griesheim mit 3:2 gewann.

Hinter Lehnerz folgt in der Fußball-Hessenliga der SC Hessen Dreieich (2:0 gegen FC Ederbergland), der aus seinen bisherigen vier Spielen die Maximalausbeute geholt hat. Übel erwischt hat es unterdessen Aufsteiger SV Steinbach, der bei Rot-Weiss Frankfurt mit 1:7 unter die Räder kam. Am Tabellenende bleiben neben Ederbergland auch Urberach und Kelsterbach weiterhin ohne Sieg.

SV Rot-Weiß Hadamar – Eintracht Stadtallendorf 0:2 (0:0). Die ohnehin wenigen Zuschauer sahen in der Anfangsphase eine Gäste-Elf, die leichte optische Vorteile für sich verbuchte, spätestens am Strafraum jedoch mit ihrem Latein am Ende war. Hadamar brauchte eine knappe Viertelstunde, um das erste Ausrufezeichen zu setzen: Nach einem Doppelpass von Alexander Schraut und Jura Gros bekam die Stadtallendorfer Defensive das Leder nicht ausreichend geklärt, und Benjamin Kretschmer prüfte aus 16 Metern Torhüter Hrvoje Vincek, der stark zur Ecke klärte (13.). Ab diesem Zeitpunkt war die Dempewolf-Elf besser im Spiel und wirkte überlegen, ohne allerdings überzeugen zu können. Oftmals verpufften zu viele lange Bälle im „Nirvana“, an Ideen mangelte es ebenso häufig. Wenn es aber gefährlich wurde, waren dennoch die Rot-Weißen an der Reihe. Nach einer knappen halben Stunde bediente Benjamin Kretschmer mit klugem Pass Michael Schmitz, der alleine Richtung Tor unterwegs war, mit seinem Abschluss jedoch zu lange zögerte, ehe eine starke Grätsche den Einschlag verhinderte (27.). Von der Eintracht war im Spiel nach vorne wenig zu sehen, lediglich Erdinc Solak sorgte mit einem Schuss, den Leon Hasselbach meisterte, für ein wenig Gefahr (36.).

Die ersten zehn Minuten des zweiten Abschnitts glichen für die Fürstenstädter dann einem Albtraum. Rot-Weiß war überhaupt nicht auf dem Platz, während Stadtallendorf zunächst durch Muhamet Arifi (48.) und Del Angelo Williams (49.) zwei dicke Chancen liegen gelassen hatten, dann aber doch zum 0:1 kamen: Nach einer Ecke präsentierte sich Hadamars Defensive indisponiert, und Ceyhun Dinler staubte am zweiten Pfosten zur Führung ab (50.). Nur fünf Umdrehungen später war die Partie mehr oder weniger gelaufen, als Erdinc Solak aus halbrechter Position ohne große Gegenwehr in die lange Ecke zum 0:2 traf (55.) – während Hadamar naiv verteidigte, erwies sich die Eintracht als effektiv. Die Platzherren bemühten sich zwar noch einmal, doch letztlich fehlte es an Durchschlagskraft. Bis auf einen guten 25-Meter-Schuss von Jonas Herdering, den Hrvoje Vincek um den Pfosten lenkte (66.), hatte der SVH wenig zu bieten. Auf der anderen Seite hätte der eingewechselte Okay Yildirim nach Zuspiel von Erdinc Solak gar noch den dritten Treffer nachlegen können, doch Leon Hasselbach hatte was dagegen (73.).

Die Partie hatte maximal die saloppe Bezeichnung „lauer Sommerkick“ verdient. Positiv zu erwähnen war die Leistung von Schiedsrichterin Wiebke Schneider.

Hadamar: Hasselbach, Horz, Schraut, Gros, Böcher, Özdemir (58. Rücker), Kretschmer (58. Neugebauer), Schmitz, Rademacher, Herdering, Haubrich (74. Kitano) – Stadtallendorf: Vincek, Vier, Vidakovics, Völk, Dinler, Vogt, Solak, Gaudermann, Del Angelo Williams (84. Schudy), Heuser (70. Yildirim), Arifi (68. Bartheld) – SR: Wiebke Schneider (Birstein) – Tore: 0:1 Ceyhun Dinler (50.), 0:2 Erdinc Solak (55.) – Zuschauer: 120.

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