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In allen Ecken und Straßen der Fürstenstadt ist Betrieb. Oft gibt es beim Flohmarkt in Hadamar für die Besucher kaum ein Durchkommen.

450 Flohmarktstände

Tausende Schnäppchenjäger sind in der Fürstenstadt unterwegs

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Aller guten Dinge sind drei: Und so war nach zwei Regenjahren der Hadamarer Flohmarkt gestern wieder vom Wetter begünstigt. Die Freiwillige Feuerwehr kann sich über den Erfolg freuen.

Zum Teil lautstark sind beim 41. Flohmarkt der Freiwilligen Feuerwehr in Hadamar die Waren angeboten worden. Und bei Veranstalter, Besuchern und Standbesitzern machte sich schon früh Zufriedenheit breit. Denn es war, nach zwei verregneten Flohmärkten in den vergangenen beiden Jahren diesmal traumhaftes Flohmarktwetter, das schon weit vor der offiziellen Eröffnung die Schnäppchenjäger in die Straßen und Gassen lockte, um noch vor dem Ansturm so manche Rarität zu erhaschen.

Doch so früh wie die mehr als 30 ehrenamtlich tätigen Feuerwehrkräfte waren die Kunden dann doch nicht. „Heute Morgen um zwei Uhr waren die ersten von uns unterwegs“, sagte Stadtbrandinspektor Jürgen Horn in einer der wenigen Pausen. Dabei fing die Arbeit für den Flohmarkt schon eine Woche vorher an. „Da haben wir auf den Plätzen und den Straßen die Standplätze markiert.“ Dies bedeutete die Verkehrsregelung für die Innenstadt von Hadamar zu organisieren und auf einer Länge von 2200 Metern knapp 450 Stände unterzubringen.

Und die wurden früh mit Tischen versehen oder die Waren direkt aus den Kartons verkauft. Von weit her kamen die Händler, um ihre Waren anzubieten. Darunter waren Gäste aus Lüdenscheid oder Hannover, die aber die weite Anreise nicht zu bereuen brauchten. Denn das traumhafte Flohmarktwetter lockte Tausende von Flohmarktbesuchern nach Hadamar.

„Der Trend geht in diesem Jahr in Richtung Kleidung“, sagte Jürgen Horn. Und beim Gang durch die vollen Gassen wurden auch viele volle Tüten mit entsprechenden Waren gesichtet. Doch es gab auch Kunden, die krampfhaft spezielle Artikel suchten. So wie der Käufer, der im vergangenen Jahr einen Käfig erworben. „Der ist zu klein geworden. Jetzt suche ich einen größeren.“ Ob dies klappte, war allerdings in dem Gewühl nicht mehr zu erfahren.

Erfolgreich war dagegen der Käufer eines Miniatur-Segelschiffs, das er mit Stolz und Vorsicht durch die vollen Gassen manövrierte. Und auch er fand sich im Feuerwehrgerätehaus ein, um eine deftige Erbsensuppe zu genießen. Auch hier waren wieder Einsatzkräfte der Feuerwehr dabei, ihren Beitrag zu leisten und den Erlös des Flohmarktes für die Feuerwehr zu steigern. Benötigt wird ein Gerätewagen Logistik „und es werden Führerscheine bezahlt“, sagte der Stadtbrandinspektor. Damit diese Anschaffungen getätigt werden können, nehmen die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr in jedem Jahr den enormen Aufwand auf sich. Ein Blick über die vollen Gassen zeigte aber, dass sich dieser in diesem Jahr gelohnt hat.

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