Künftige Nutzung

Wer übernimmt die alte Sportanlage in Hadamar?

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Was ist die beste Option für die künftige Nutzung der Sportplätze an der Faulbacher Straße? Das soll die Verwaltung prüfen, beschlossen jetzt die Mitglieder des Bauausschusses. Berücksichtigt werden sollen dabei unter anderem die Erschließungskosten und die Einnahmen, die mit Grundstücksverkäufen generiert werden könnten.

Rund 23 000 Quadratmeter ist die Fläche an der Faulbacher Straße groß, um die es geht. Sie erstreckt sich über zwei Sportplätze, einen Tennen- und einen Rasenplatz, auf dem auch die erste Mannschaft des SV Rot-Weiß Hadamar ihre Spiele in der Hessenliga absolviert. Das Areal soll aufgegeben werden, weil der Verein seine Spiele künftig auf der geplanten neuen Sportanlage in Niederhadamar austragen will. Für ein neues Vereinsheim liegen ebenfalls Pläne vor. Bei der Finanzierung des gesamten Projekts setzt Rot-Weiß auf Ausgleichszahlungen an den Verein, die ein potenzieller Investor für die Flächen der Sportplätze aufbringen müsste.

Ob man aber die Fläche tatsächlich einem Investor anbieten will, solle erst noch überlegt werden, finden die Mitglieder des Bauausschusses. Bevor man in die Detailabstimmung über die Tiefe des Kellers oder die Geschosshöhe beim geplanten Vereinsheim einsteige, müsse grundsätzlich geklärt werden: „Wollen wir das überhaupt?“, fragte der Ausschussvorsitzende Udo Heinen (CDU). Soll die Fläche an einen Investor gegeben werden oder der „Bevorratung von Bauland“ dienen, das müsse geklärt werden. Aus seiner Sicht, müsse „die Stadt die Fläche irgendwann mal nutzen können“. Tatsächlich würden überall Grundstücke gebraucht. Das bestätigte auch Gerd Korn (FWG). Dass zunächst alle Möglichkeiten geprüft werden müssen, ist auch sein Anliegen.

Dass die Stadt die Planungshoheit nicht aus der Hand geben soll, bekräftigte Bürgermeister Michael Ruoff (CDU). Die Bauplätze in dem den Sportplätzen gegenüberliegenden Baugebiet Galgenberg/Am Bruchborn II würden stark nachgefragt, 24 Grundstücke sind auf dem etwa 1,5 Hektar großen Areal ausgewiesen. Dessen Erschließung soll Ende des Jahres abgeschlossen sein; Anfang 2019 könnten dann die ersten Bagger für private Bauherren rollen. Bereits jetzt sind zehn Bauplätze vergeben.

Man müsse aufpassen, dass die übrigen Plätze nicht ebenso schnell verkauft würden, sagte Ruoff. Schließlich habe man bei der Planung des Wohngebiets die Vorstellung gehabt, insbesondere jungen Familien aus der Kernstadt den Vorzug zu geben. Dabei solle man bleiben, und daher müsse bei den weiteren Grundstückverkäufen jetzt weitsichtig agiert werden. Bleibt die Stadt bei dieser Strategie der zurückhaltenden Vermarktung, könnte auch das gegenüberliegende Gebiet an der Faulbacher Straße zu einer neuen Bedeutung gelangen.

Fest steht einstweilen, dass die Verwaltung für das Sportplatzareal prüfen muss, welche Kosten für die Erschließung sowie für ein Geo-Gutachten auf Hadamar zukämen, wie viele Bauplätze hier entstehen könnten, und welche Bebauung möglich ist. Geklärt werden soll auch, welche Einnahmen die Stadt bei Verkaufsgeschäften erwarten könnte.

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