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Steffen Rücker (Hadamar), Physiotherapeut Mario Stenger. Foto @ Tom Klein.

Fußball-Hessenpokal

Von zerplatzten Träumen, Jubel-Arien, bitteren Tränen

Es war das Ereignis schlechthin für den Fußball-Hessenligisten SV Rot-Weiß Hadamar: Christi Himmelfahrt, ein Donnerstag, der 25. Mai.

Als Schiedsrichter Simon Heß das Hessenpokal-Finale zwischen dem Drittligisten SV Wehen Wiesbaden und dem SV Rot-Weiß Hadamar nach 120 Minuten Spielzeit abgepfiffen hatte, war der Underdog dem großen Traum „DFB-Pokal“ ganz nah.

1:1 stand es nach Toren von Lukas Haubrich (Hadamar) und Manuel Schäffler (Wehen Wiesbaden), in der Verlängerung passierte nichts mehr. Minuten später war der große Traum wie eine Seifenblase zerplatzt. In der Elfmeter-Lotterie verwandelte Manuel Schäffler zum 5:4-Sieg des haushohen Favoriten, der damit in den DFB-Pokal einzog.

Für die Fürstenstädter, die sich toll aus der Affäre gezogen hatten, ein absoluter Alptraum. Wieder einmal war es das so ungeliebte Elfmeterschießen, das für viele Tränen auf der einen und Jubelarien auf der anderen Seite gesorgt hatte. Während beim SVH Patrick Kuczok und Jonas Herdering mit ihren Versuchen scheiterten, hatten auf SVWW-Seite lediglich bei Patrick Breitkreuz die Nerven versagt, denn Christopher Strauch parierte.

Das sportliche Scheitern war die eine Sache, die emotionale Seite die andere. Dass die nicht unbedingt für eine große Fanszene bekannten Hadamarer einen großen Anteil der 2700 Zuschauern gestellt hatten, war schon famos. Auch was die Stimmung anging, waren die „Gäste“ in der Wiesbadener Brita-Arena mindestens ebenbürtig. Es war ein tolles Erlebnis, eine atemberaubende Atmosphäre, auf dem lediglich die Kirsche auf der Torte gefehlt hatte. Es bleibt für den Sportverein das bislang größte Erlebnis der Vereinsgeschichte. Und jeder, der daran teilhaben durfte, wird seinen Enkeln noch davon erzählen.

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